Und da sah er den Knäuel sich lösen, einen Strom von Menschen sah er sich rings um das Weib gießen, Menschenpaare in ekelhafter Kopulation mit verrenkten Gliedern, schmerzhaft in einander verflochten und verwachsen. Er hörte ein tierisches Gewieher, berstend in geschlechtlicher Qual, er sah Gesichter verzückt in tollen Wollustorgien, Leiber sah er, zerfressen von Gift, mit eklen Runden bedeckt, und unten, ganz unten sah er sich selbst mit blutiger, zerquetschter Stirn, mit geballter Faust, zerrissen von einer Verzweiflungsagonie und schreiend, mit berstender Lunge emporschreiend...

Und aus den lechzenden, gierigen Schreien, aus dem Schmutz und Ekel der geschlechtlichen Orgie, aus all der verreckenden Qual löste sich von Neuem der wahnsinnige Schicksalsgesang von Menschen, die unwissend aufeinandergeworfen, an einander gekettet werden, Menschen die in einander wachsen und sich nicht lösen können: ein wirbelnder Sturm von Verzweiflungsschreien:

De profundis...

Er sprang aus dem Bett.

Noch klangen die letzten Töne in seinen Ohren. Sein Gehirn war wirr, vergebens versuchte er einen Gedanken zu fassen.

So saß er lange regungslos.

Das erste Morgengrauen fraß mühselig an dem Dunkel des Zimmers.

— Aber, mein Gott, wo bleibt denn Agaj? fuhr es ihm plötzlich durch den Kopf.

Er stand auf und blieb mitten im Zimmer stehen.

Ah, Agaj hat sich sicher im Garten versteckt, hinter der alten Pappel... Sie versteckt sich immer hinter dieser Pappel.