Ich hatte beinahe die Empfindung, dass ich betrunken und die Koordination meiner Bewegungsmuskulatur ausgeschaltet sei.

Ich sah die Musik in brennenden, lichterlohen, ätzenden, großen Flammenfarben; ursprünglich dachte ich an ein Gangrän, so schmerzte mich die Glut zuweilen. Zuweilen fühlte ich Nichts, und dann empfand ich ein Sinken und Sinken und griff verzweifelt um mich, um wieder hochzukommen, um mich wieder heraufzuarbeiten.

Nur Das verstand ich nicht, wie ich es mit den Zähnen packen und herausreißen könnte; es war da, ich wusst’ es ganz genau, und ich musste es heraus haben — ja! das, woran ich diese dunkle Erinnerung hatte, ohne mich besinnen zu können, was es war.

Es war ganz finster, und an den Scheiben weinte still, lautlos in sich hinein der Regen.

In mir das Spektrum wurde intensiver, brennender; es setzte sich um in eine endlose Reihe differenzierter Schmerzgefühle.

Jeder Tonstrich wurde zu einem besonderen Schmerzgefühl.

Eine feine, lange Reihe mit deutlichen, durchsichtigen Fingern und ganz spitzen Krallen.

Sie stachen wie dünne, bis zur Weißglut erhitzte Nadeln in mein Gehirn hinein in regelmäßig wechselnden Zwischenräumen, ganz so wie die Nadeln auf einer Leierkastenwalze in die Tonplattenskala stechen.

Und jede brachte einen neuen Schmerzenston hervor.

Zuweilen war es mir, als ob die Nadeln zu Orgelpfeifen wurden, auf denen irgendetwas in den unglaublichsten Hundertzwanzigsteln eine grauenhafte, grässliche Symphonie der Qualen spielte, eine orgiastische Cadenza von brutalen Leidensdelirien.