Und mit den Hufen der Hinterbeine hast du einen Stern vom Himmel gerissen, dass er herunterfiel und zischend in den Stillen Ozean versank, und mit den Vorderfüßen greifst du über den Rand des Erdballs hinaus, des lächerlichen Erdballs, um mich hinauszutragen in die Unendlichkeit des Kosmos, wo der Raum zur Chimäre wurde und die Zeit sich in den Schwanz beißt, weil sie sich nicht ausdehnen kann.

Und ich wälze mich auf dir und umfasse deinen Hals und sauge mich an deine Jungfrauenbrust fest und trinke aus deinen Venen die mit Blut gemischte Muttermilch.

O, trag mich hinaus — hinaus, wo zerbröckelte Welten einsam herumirren und aufeinander platzen —

wo dichte Strahlengarben der Sterne einander leise berühren, aneinander niederfließen und mit lichter, daunenweicher, zitternder Harmonie die Welt durchtönen —

auf irgendeinen Punkt hinaus, wo die Anziehungskräfte der Sonnen sich aufheben und ich Schwere und Gewicht und alle Beziehung zu Raum und Zeit und Mittelpunkt verliere —

mit sehnsuchtjauchzenden, sternenbrünstigen Flügeln hinaus, wo meine Größe auf ein lächerlich Atom zusammenschrumpft —

auf etwas Atmosphärenloses hinaus, wo meine Formen verschwinden, wo ich mit dem All zusammenfließe und mich wie ein lavaflüssiger Meteor in den kosmischen Ozean stürzen kann —

hinaus zum Trotz dem dummen Gesetz der Erhaltung von Kraft und Materie —

hinaus in die auf– und niederflutende Rhythmik der Äthermolekeln —

auf einen Millionenjahre von der Erde entfernten Stern hinaus, wo ich mich hinlegen kann und ausruhen und tausend Jahrhunderte nicht länger empfinde als einen Moment und die Entfernung zur Erde nicht weiter fühle als die Dogmenspitze des Urelements, auf der ich die Welt aufspießen und in die Sonne schleudern will, damit sie sich dort reinige und in ein Nichts, ein goldenes Sonnennichts erlöse.