Ich lag im Bette; hinten am Kopfe fühlte ich wie angenagelt das endlos weite Bewusstsein, dass ich nun ein Ende machen müsste.

Es war wie ein unentwirrbares Knäuel in meinem Gehirn, der in Vibration unter unausstehlicher Hitze geriet, in wahnsinniger Lust, sich selbst zu entwirren, sich in lange, feine, dünne Gedankenfaden auszuspinnen.

Dann kam’s wie eine Flutwelle, zu starren Krampfzuckungen, über die sich eine Schlangenlinie von Unruhe nach oben wälzte, die immer dicker und schwerer und schwärzer wurde, immer schneller nach oben, immer heftiger, bis sie sich zur wilden Jagd entrollte, einer unsagbaren Agonie der Todesangst, wo das Gehirn auseinandergehen, sich selbst entfliehen und wie ein Stück einer geborstenen Welt in weiten, zentrifugalen Kreisen in idiotischer Tarantella um die Sonne tanzen will. Und so wurde wieder Ruhe.

Ein leises, weiches, laues Behagen. Eine verzückte Schwärmerei, die sich auf tiefdunkelblauen, mit zerfließendem Gold verbrämten Kräuselwellen wiegte.

Und plötzlich kam ein Starrkrampf.

Das Gehirn geriet in einen tollen Veitstanz, und mit einem wilden Ruck wurde ich vom Bett emporgeschnellt.

Ich fuhr auf. Die Gesichtsmuskeln verzerrten sich so, dass sie schmerzten, und die weit aufgerissenen Augen wollten qualvoll aus den Höhlen heraus:

Da stand ich selbst in der Ecke, einen Revolver an der Stirn, und sprach mit fliegender, fiebernder Hast:

Du tust es nicht! du tust es nicht! nein, am Gottes willen nein, du tust es nicht! —

Ich atmete tief auf: