Herrgott, das war ja nichts, gar nichts, — das war ja nur mein Überzieher, der am Nagel hing.

Ich legte mich erschöpft hin, setzte mich wieder auf, nahm meinen Kopf in beide Hände, umkrallte ihn ganz fest, sodass mich noch die Haut schmerzt.

Unbewusste, banale, nicht gewollte Assoziationen zuckten auf; die Flutwelle löste sich in einzelne Tropfen, die sich ganz lang dehnten, als fielen sie von einem Tropfenzähler nieder, und verschwanden wieder — eins — zwei — drei — vier; ich habe sie alle gezählt, und ich habe die Empfindung des Glucksens gehabt.

Nur Eins schimmerte durch, brach sich Bahn in der wilden Gedankenflut.

Du tust es nicht!

Und dieser Gedanke fing an zu fischen und zu angeln in dem trüben Strom, und kokettierte so lange bis ein anderer Gedanke an den Köder biss:

— Ja, und dann — tust du’s erst recht!

Und beide Gedanken kamen sich näher und näher, und umarmten sich, und setzten sich auf ihre Schwänze, und bäumten sich ganz hoch, und verflochten sich; und mit weit zurückgebogenen Köpfen starrten sie einander an, — lange, durchdringend, und lächelten sich dann verständnisinnig in die Augen.

Ja, und dann — war’s getan.

Mein Schicksal ist besiegelt.