So werde ich stehen, so die Pistole anlegen, so werde ich fiebernd sprechen: du wirst es nicht tun! du tust es nicht! — und zugleich ein Ruck, ein Jüngstentageslicht im Auge, ein Knall — und es ist getan.

Ein Zittern überlief meinen Körper, das Herz schlug unregelmäßig, und an den Schläfen hörte ich das Blut in ungestümer Hast an meine flachen Hände klopfen.

Die Unruhe wuchs, eine entsetzliche Angst nestelte auflösend an dem geschlossenen Zirkel meiner Gedanken, etwas wollte mich auf die Kissen niederdrücken, mein Leib krümmte sich unwillkürlich, um diesem Etwas nachzugeben, aber auf einmal fühlte ich ein Widerstreben, ich richtete mich gewaltsam, schmerzhaft auf und — sank in mich hinein.

Ich brütete; starr, dumpf, gedankenlos.

Ich wusste nur, dass ich mit Etwas zu Ende kommen, Etwas zu Ende denken müsse, wovor ich entsetzliche Angst hatte.

Auf einmal griff ich in Todesangst mit beiden Händen den Bettrand: auf dem Fussboden kroch, auseinanderfließend, ein Lichtschein.

Der grässliche Schreck war so lähmend, dass ich einen Augenblick das Bewusstsein verlor.

Als ich zu mir kam, besann ich mich, dass man wohl im gegenüberliegenden Hause eine Lampe angezündet habe.

Ein Gefühl unendlicher Entlastung überkam mich; ich wurde fast fröhlich.

Aber dann besann ich mich, dass ich doch nur deshalb fröhlich wäre, weil der Lichtschein meinen Willen, der sich auf etwas anderes konzentrieren sollte, zersplittert hatte.