Kalter Schweiß trat mir auf die Stirn; das Gefühl, mich wieder dieser Qual ergeben zu müssen, fraß mit steigender Angst an meinem Gehirn.

Ich kroch aus dem Bette, mühevoll, mit schwerem Kopf; ein Schwindel drohte mich zu Boden zu werfen, ich setzte mich auf die Bettkante, stützte die Ellenbogen auf die Knie, legte meine Stirne in die Hände und ließ das Blut nach dem Gehirn zufließen.

Namenloses Mitleid überkam mich; heiße, große Tränen rollten über meine Wangen, und mir schien, dass an meinen Beinen etwas niederlaufe — mich fröstelte wohl. Damals konnte ich mich nicht besinnen, was es wohl wäre; es war mir auch gleichgültig — oh ja.

Ich weinte auch nicht Befreiungstränen, ich weinte und sang: sang, wie ein wilder Indianerhäuptling das düstre Grablied an dem Rand des eigenen Grabes singt.

Wie lange ich so saß, weiß ich nicht mehr.

Plötzlich fühlte ich ein eisiges Gefühl; nach langem Sinnen projizierte ich dies Kältegefühl in die Fußsohlen.

Also stand ich, und wollte etwas haben.

Ach so!

Ich suchte eine Zigarette.

Und alles schien vorbei zu sein.