Ich, das Subjekt, bin nur in der Empfindung; ich kenne mich nur in der Empfindung; ob die zum Willen wird, ist furchtbar Nebensache.

Ich kenne nichts außer meiner Empfindung, und ich kenne vor allen Dingen keine Kausalität, nur Aufeinanderfolge meiner Empfindungen; ob sie logisch sich abwickeln oder nicht, das ist nicht meine Sache.

Mein Subjekt sitzt einfach auf dem Isolierschemel. Es ist das Gravitationszentrum, um das das illusorisch Seiende oszilliert; es guckt durchs Mikroskop oder, je nachdem, durchs Fernrohr; und in der Souveränität Meines Subjektes erlaube Ich Mir zu denken, dass alles nur ein Traum ist und das „Wirkliche” nur eine besondere Form des Traumes und Ich mir selbst so fremd wie Euch.

Und Euretwegen, die ihr gar vielleicht nicht existiert, ihr Hirngespinste meiner geschlechtsschwangeren Seele: Menschenkinder, euretwegen sollte ich leben?

Etwa weil ich der Menschheit etwas schuldig bin, weil ich „doch nun einmal da bin”?

Ha, ha, ha! Mais rassurez vous: Ich liebe euch alle —

euch, die ihr nichts zu sein vermögt, als die autonomen Geschlechtsorgane der Argonauten, die sich in der Brunstperiode vom Mutterleib ablösen und auf eigene Faust das Weibchen suchen;

und euch, die ihr euch in ständiger geschlechtlicher Innervation befindet, euch Künstler nennt und eure Wollustideale produziert;

und euch, die ihr ewig lauert auf Erwerb für eure fortgepflanzten Spermatozyten, was ihr Liebe zur persönlichen Unsterblichkeit benamst;

und euch, die ihr maßlos verschwenderisch seid; denn in eurer Narrheit waltet die dumme Grandiosität der Geschlechtsnatur, die fünfzehn Millionen Spermatozyten braucht, um ein lächerliches Eichen zu befruchten,