Zweite Scene.
Natalie Dmítrewna und Platon Goritscheff.
Diener (an der Hausthür).
Der Goritscheff’sche Wagen!
Natalie Dmítrewna.
Mein Engelsmann, ich will Dich etwas fragen:
Mein Herzchen, meine Seele,
Erzähle: —
(Küßt ihn auf die Stirn.)
Was fehlt’ Dir heute,
Wo alle Welt sich doch so freute?
Platon.
Ach, liebe Frau, ich kann mich nicht verstellen;
Ich — schlafe auf den Bällen.
Du weißt, ich kann sie für den Tod nicht leiden,
Doch ist’s nicht zu vermeiden,
Ich muß ja schon die Nächte dejouriren,
Für Dich ist ja ein Ball — Genuß, —
Allein wer auf Kommando tanzen muß,
Wie soll sich der nicht ennüyiren!
Natalie Dmítrewna.
Du stellst Dich an!
O, ich durchschau’ den Herrn;
Er möcht’ den alten Mann
Schon spielen für sein Leben gern.
(Geht ab, der Diener folgt.)
Platon (kaltblütig).
Besieht die Sache man bei Licht,
So ist ein Ball so übel nicht,
Ich kann mich nur nicht in den Zwang bequemen;
Wer hieß ein Weib mich nehmen!
Ja — manchem kann man’s an der Wiege sagen —
Diener (kommt zurück).
Die Gnäd’ge sitzen schon im Wagen,
Und haben zu „verzürnen“ sich geruht.
Platon (seufzend).
Schon gut, schon gut!
(Ab.)