Dritte Scene.

Tschatzki.

(Zum Diener.) Geh’ — such’ den Wagen — mach’ geschwind! —

(Der Diener läuft hinaus.)

So wär’ der Tag dahin und alle Hirngespinste! —

Der Hoffnung leichte Nebeldünste

Die meine Brust mit Täuschung füllten —

Sie sind zerstreut — verweht nach allen Winden!

Und was denn hoffte ich zu finden?

Wo ist der Antheil nur? Das Mitempfinden?

Wo ist der freudige Empfang?

Sie schreien, sind entzückt, umarmen

Und alles nichts als leerer Klang!

So ging es mir auf meiner Reise,

Die Rosse flogen auf dem Eise,

Und müssig blickt’ ich aus dem Schlitten

Wie durch die Steppe hin wir glitten,

Die blau und endlos vor uns lag.

Man fährt und fährt — aus Stunden wird ein Tag,

Und endlich ist das Nachtquartier erreicht,

Doch ach — was sich dem Blick auch zeigt —

Es ist das alte Bild, die alte Noth,

Dieselbe Wüste leer und todt.

O, es ist ärgerlich und unausstehlich,

Je länger man darüber sinnt;

Ist es nicht schmählich

Wie wenig Hoffnung oft gewinnt! —

Der Diener.

Der Kutscher ist nicht aufzutreiben.

Tschatzki.

So geh’ und such’ ihn auf; soll ich die Nacht hier bleiben?