Das Paket?!
Da erinnerte er sich: das Paket, der verdächtige Besucher, der septemberliche Tag — alles, alles. Nikolai Apollonowitsch erinnerte sich deutlich, wie er das Paket nahm (es war naß) und in seinen Schreibtisch verbarg.
Und zum erstenmal erfaßte ihn eine unaussprechliche Angst.
Das kleine Männchen, das hinter ihm herging (warte nur, hatte er es nicht soeben gesehen?), blieb am Zaun, zwei Schritte von ihm entfernt — eines natürlichen Bedürfnisses wegen stehen; aber vor dem alten Zaun stehend, drehte es das Gesicht Ableuchow zu, schnalzte in besonderer Art mit der Zunge und lächelte kaum merklich:
»Vom Ball sicher?«
»Ja, vom Ball . . .«
»Ich weiß es wohl . . .«
»So—o . . . Und woher denn?«
»Aber unter Ihrem Mantel blickt ein . . . ein Zipfel vom Domino hervor.«
»Na, ja: ein Domino . . .«
»Neulich, da hat er auch herausgesehen . . .«
»Wie, neulich?«
»Ja, neulich, neben dem Kanal . . .«
»Herr!! . . .«
»Aber lassen Sie es nur gut sein: Sie sind ja der Domino?«
»Welcher Domino eigentlich . . .«
»Na, eben — derjenige.«
»Ich verstehe Sie nicht; und überhaupt ist es seltsam, einen unbekannten Menschen . . .«
»Unbekannt sind Sie durchaus nicht: Sie sind Nikolai Apollonowitsch Ableuchow, und außerdem sind Sie der rote Domino, von dem die Zeitungen schreiben . . .«
Nikolai Apollonowitsch wurde blaß wie der Tod.
»Hören Sie, hören Sie . . . Glauben Sie mir, das alles sind abscheuliche Märchen . . .«
Mit seinem natürlichen Bedürfnis fertig geworden, verließ das Männchen den Zaun, knöpfte seinen Mantel zu, schob familiär die Hand in die Tasche und zwinkerte vieldeutig:
»Wo wollen Sie hin?«
»Auf die Wassiljewskij-Inseln.«
»Sie scheinen nicht genau zu wissen, wo Sie hinwollen,« sagte lächelnd das kleine Herrchen; »dann machen wir doch zusammen einen Abstecher ins Restaurant.«