Kapitel XIV.

Verkehr mit den Eingeborenen—Einkauf von Ethnographica—Sammeln und Konservieren von Tieren und Pflanzen—Sammlungen und Untersuchungen auf geologischem Gebiet—Topographische Aufnahmen—Photographie.

Obgleich die Verhältnisse, unter denen die Eingeborenen von Mittel-Borneo leben, derart sind, dass diese selbst den Schutz eines höher stehenden Volkes herbeiwünschen, machen sich ihre ängstlichen Gemüter doch allerhand entsetzliche Vorstellungen von dem, was geschehen könnte, wenn die ihnen so fremden Weissen, die so mächtig sind, dass sie in Krankheitsfällen und auf gefährlichen Bergspitzen den bösen Geistern zu widerstehen vermögen, in ihr Land einziehen. Um daher einen politischen Einfluss auf die Stämme zu gewinnen, mussten wir nicht nur alles vermeiden, was bei ihnen Unwillen oder Schreck erregen konnte, sondern auch alles daransetzen, um ein vertrauliches Verhältnis mit ihnen anzubahnen.

Nach meiner ärztlichen Praxis waren es die Samenlungen auf den verschiedenen Gebieten der Wissenschaften, die uns mit der Bevölkerung in intimen Verkehr brachten. Sie boten ausserdem einen zweiten grossen Vorteil, indem sie den Teilnehmern der Expedition, sowohl den weissen als den farbigen, ständig Beschäftigung verschafften. Für einander fremde, auf niedriger Entwicklungsstufe stehende Menschen ist es ungemein schwierig, unbeschäftigt lange Zeit friedlich miteinander zu verkehren.

Da. ich nun hauptsächlich Malaien bei mir hatte, die als Mohammedaner ohnehin auf die heidnischen Bahau herabsehen und von alters her daran gewöhnt sind, auf deren Auffassung von Eigentum, Anstand u.s.w. nicht zu achten, trachtete ich von Anfang an danach, meine Leute durch Ableitung in Banden zu halten. Eine grosse Versuchung bildete für meine stattlichen Reisegenossen auch der Umgang mit den Frauen, von denen sich besonders die Mädchen für sie interessierten und die, bei der grossen Freiheit, die sie in dieser Beziehung in ihrer Gesellschaft geniessen, aus ihren Gefühlen keinen Hehl machten.

Kajanknaben vom oberen Mahakam.

Nachdem ich die Leute anfangs selbst auf die grosse Gefahr eines Verkehrs mit Frauen hingewiesen hatte, waren sie später verständig genug, zu Eifersucht und eventuellen Racheakten keinen Anlass zu geben.

Unsere Sammlungen brachten der Bevölkerung einen bedeutenden materiellen Vorteil, denn für die dafür erforderlichen Exkursionen hatten wir Führer und häufig auch Träger nötig, so dass viele Männer monatelang bei uns einen Verdienst fanden; inzwischen fingen die Frauen und Kinder während der Feldarbeit allerlei Tiere, die sie uns für Nadeln, Perlen und andere kleine Dinge verkauften. Jeder, der sich photographieren liess, bekam eine Belohnung, und selbst, wenn der eine oder andere etwas Interessantes erzählt hatte, verlangte er nachher eine Kleinigkeit.

Sobald die jungen Leute begriffen hatten, dass wir junge, seltene Pflanzen, die auf eine bestimmte Weise aus dem Boden genommen waren, gern kauften, benützten sie ihre freie Zeit, um für uns sammeln zu gehen, und ihnen verdanken wir auch manchen seltenen Fund.

Ferner lieferte der Verkauf von Ethnographica vielen ein Mittel, um sich aus unseren Vorräten einen gewünschten Gegenstand zu erwerben.

Gleichwie die Stämme am Mendalam, waren auch die am Mahakam anfangs durchaus nicht geneigt gewesen, mir irgend etwas von ihrem Besitz zu verkaufen. Unter einander sind sie nämlich kaum daran gewöhnt, mit etwas anderem als mit Reis und anderen Nahrungsmitteln Tauschhandel zu treiben; denn jede Familie verfertigt ihre Kleider und Gerätschaften selbst und ist mit ihrer Arbeit zufrieden. Nur in besonderen Fällen, wenn es sich um ein Kunstwerk handelt, wendet man sich an einen Fachmann, wie einen Schmied oder Schnitzer. Daher konnten sie sich anfangs nicht entschliessen, mir ein Messer, einen Korb oder eine Matte abzutreten; hierzu trat auch noch Misstrauen, da die Leute nicht begriffen, zu welchem Zwecke ich alle diese Gegenstände kaufen wollte.

Nun befand ich mich jedoch zum zweiten Mal in ihrer Mitte. Zweifellos hatten es nach meiner vorigen Abreise viele Leute bereut, die gute Gelegenheit, für sie wertlose Gegenstände zu hohem Betrag zu verkaufen, nicht benützt zu haben; denn jetzt kamen sie während unseres ganzen Aufenthaltes, von Kindern, die noch kaum laufen konnten, an bis zu weisshaarigen Alten, mit allerhand Dingen, von denen sie glaubten, dass sie uns interessieren könnten. Öffnete ich einen Packen Perlen von einer neuen Art oder ein besonders schönes Stück geblümten Kattuns, so entschloss sich so mancher, uns einen geliebten Gegenstand abzutreten, falls wir Reis, Eier oder Früchte als Kaufpreis nicht genügend fanden.

Beim Einkauf der Ethnographica ging ich, soweit Umstände und Mittel es erlaubten, darauf aus, nicht nur alles, für das tägliche Leben den Eingeborenen Notwendige, sondern auch alles, was ihnen zur Verschönerung ihres Daseins dient, zu erwerben. Schon früher war es mir aufgefallen, dass die Bahau in der Herstellung von Gegenständen, die sich durch Form und Farbe auszeichnen, eine hohe künstlerische Entwicklung erlangt haben. Dies ist besonders bei den Gegenständen der Fall, für die sie bei den Malaien einen Absatz und daher auch einen Ansporn zu weiterer Vervollkommnung finden, wie z.B. im Schnitzen von Schwertgriffen und im Schmieden von Schwertern. Diese schönen Industrieprodukte der Bahau geben uns daher eine Vorstellung von dem, was sie leisten könnten, wenn die Umstände ihnen die nötige Anregung verschafften.

Indem ich sehr hohe Belohnungen für besonders schöne Gegenstände aussetzte, suchte ich denn auch den Arbeitseifer der Künstler im Stamme anzuspornen, und diesem Verfahren habe ich in der Tat einige aussergewöhnlich schöne Stücke zu danken. Hierbei beschränkte ich mich natürlich darauf, den gewünschten Gegenstand anzugeben; die Art der Verzierung und Ausführung überliess ich ihnen vollständig.

Leider stiess ich gerade bei der Erwerbung der interessantesten Kunstprodukte auf besondere Schwierigkeiten, die auch durch hohe Preise nicht zu überwinden waren. Die oft wundervoll geschnitzten Kindertragbretter (hăwăt) werden z.B. nicht verkauft, weil die Seele des Kindes lange Zeit in ihnen haust; das gleiche gilt für andere dem Kinde gehörige Gegenstände. Daher musste ich, hauptsächlich bei den Kajan am Mendalam, derartige Dinge neu herstellen lassen. Bei den Kajan am Mahakam wagt man es nicht, die Kleider unerwachsener Kinder zu verkaufen; mit den Tragbrettern ist man hier dagegen weniger ängstlich.

Glücklicher Weise waren die Schwertgriffe aus Hirschhorn käuflich, allerdings nur zu hohen Preisen, da die Malaien, die, sobald sie Geld besitzen, sehr freigebig sind, für diese Kunstgegenstände stets viel übrig haben. Am Mendalam kosteten schön gearbeitete Griffe bis zu 10 Dollar das Stück; am oberen Mahakam musste ich für ein altes, schönes Exemplar 25 fl. bezahlen.

Am Mahakam erregten hauptsächlich die Frauenarbeiten meine Aufmerksamkeit, die geschmackvollen Perlenverzierungen für Kindertragbretter, Mützen und Hüte und die Stickereien auf Röcken und Lendentüchern. Als die Bevölkerung sich bei meinem zweiten Besuch an den Handel mit mir gewöhnt und den eigenen Vorteil eingesehen hatte, suchte sie für schöne Dinge einen möglichst hohen Preis herauszuschlagen. Dass man oft viel Zeit nötig hat, um eines bestimmten Gegenstandes habhaft zu werden, möge man daraus ersehen, dass ich wegen einer hübschen Perlenmütze zwei Jahre lang unterhandelte, wegen einer anderen zehn Monate; eine dritte konnte ich überhaupt nicht erlangen.


Wie eingangs bereits erwähnt worden ist, mussten wir uns bei der Ausrüstung auf das Notwendigste beschränken, da, besonders beim Landtransport, jedes Gepäckstück in Betracht kam. Am meisten wurde hierdurch die zoologische Sammlung getroffen, für die man sowohl Konservierungsmittel als Flaschen und Büchsen mitführen musste. Ich nahm mir daher vor, an Säugetieren, die ohnehin schon bekannt waren, nur sehr wenige und dann mir sehr kleine mitzunehmen; für meine Jäger sollte das Sammeln von Vögeln, deren Bälge wenig wogen, leicht zu verpacken waren und als Konservierungsmittel nur Arsenikseife erforderten, die Hauptaufgabe bilden. Sobald wir denn auch an einem Orte länger verweilten, begab sich Doris mit einigen bewaffneten Schutzsoldaten und einem Führer auf die Vogeljagd. Um die Anzahl der Bälge zu beschränken und die Munition zu sparen, durften von den gewöhnlichen Vogelarten nur je 6 oder 8 Exemplare gesammelt werden; trotzdem wuchs unsere Sammlung doch noch auf 1400 bis 1500 Exemplare an.

Mühsam war die Konservierung von Insekten, die trocken aufbewahrt werden mussten, da die Leute sie uns, besonders anfangs, bei der Rückkehr von der Feldarbeit in grosser Anzahl brachten und die Witterung nicht immer ein Trocknen in der Sonne zuliess. Dazu kam noch, dass wir uns auf dem ersten Teil unserer Reise ohne Naphtalin behelfen mussten, weil man den Vorrat aus Versehen nach Samarinda geschickt hatte.

An flüssigen Konservierungsmitteln hatte ich hauptsächlich Formol und nur sehr wenig Spiritus mitgenommen, weil Formol mit Wasser verdünnt seinen Zweck meist gut erfüllt, wenn man nur dafür sorgt, dass es in hermetisch schliessenden Flaschen mitgenommen wird und dass die Flaschen mit den Präparaten sogleich völlig gefüllt werden, so dass nicht durch Sauerstoff eine Umsetzung in Ameisensäure bewirkt werden kann. Für die Aufbewahrung von Reptilien, Amphibien und hauptsächlich von Fischen erwies sich eine Lösung von 1 Teil Formol auf 5 Teile Wasser als am geeignetsten. Bringt man die Tiere lebend oder unmittelbar nach dem Tode in das Konservierungsmittel und trifft man die erwähnten Vorsichtsmassregeln, so erhalten sich die Farben mindestens zwei Jahre lang; nur die ausgesprochenen Metallfarben verschwinden auch in Formol. Auch die Farben gereinigter und abgeschnittener Schnäbel und Füsse zerschossener und daher wertloser Vögel, die beim Trocknen meist schwarz werden, erhalten sich gut in Formol.

Während sehr kleine Tiere unverletzt bewahrt werden können, muss man an Fischen, Reptilien und Amphibien einen mindestens 2 cm langen Bauchschnitt ausführen und ein Schliessen der Öffnung mittelst eines Querhölzchens verhindern.

So weit möglich liess ich unsere Konservenbüchsen und -Flaschen gebrauchen; für grössere Tiere liess ich aus Blech Behälter herstellen.

Zum Schliessen der Flaschen benützten wir stets Harz, das zerstossen und mit Petroleum angefeuchtet eine teigige Masse liefert, mit der Glas- und Metallgefässe luftdicht verschlossen werden können. Da Harz stets zu finden und Petroleum meist auch vorhanden ist, kann dieses Verschlussmittel sehr empfohlen werden; wir benützten es auch, mit Kapok oder Werg gemischt, um unsere Stahlkoffer wasserdicht zu schliessen.

Für Fische und kleine Tiere hatte ich 3 Kisten mit cylinderförmigen Gläsern von 200–500 ccm Inhalt mitgenommen; schraubbare Metalldeckel verschlossen mittelst eines von innen angebrachten Kautschukstreifens die Gläser luftdicht; sicherheitshalber wurden sie aber auch noch mit einem Harzring umgeben. In diesen Gläsern haben sich besonders Fische, Reptilien und Amphibien jahrelang gut gehalten, auch, als ich später nicht mehr im stande war, das Formol zu erneuern.

Während meines ersten Aufenthaltes am oberen Mahakam wurde ich beim Sammeln ständig von der Bevölkerung unterstützt, nur sah sie es nicht gern, dass wir ihre wahrsagenden Tiere töteten. So bedauerten es die Kajan lebhaft, dass Doris zwei hisit (Anthreptes malaccensis) und zwei te̥lăndjăng (Platylophus coronatus) geschossen hatte. Als später bei den Kĕnja das gleiche geschah, wurde der te̥lăndjăng, während er zum Trocknen hing, gestohlen, was sonst nie vorkam. Ich hielt es für geratener, kein Wort darüber zu verlieren und das Töten dieser Tiere zu verbieten. Obgleich auch die Rehe zu den wichtigen wahrsagenden Tieren gehören, schienen die Bahau doch nichts dagegen zu haben, dass ich sie schoss. Ihre dje̥lẹwan, die Schlange mit dem roten Kopf, Bauch und Schwanz, wagten sie weder lebend noch tot anzurühren. Zum Entsetzen der Bahau töteten wir auf dem Wege von Kapuas zum Mahakam eine dje̥lẹwan in unserer Hütte und legten sie in eine Flasche mit Formol. Da keiner die Flasche tragen wollte, versteckte ich sie in einer der Kisten, ohne dass sie es sahen. Später schrieb die Bevölkerung den Erfolg meiner Expedition zum grossen Teil dem Besitz dieser Schlange zu und ich musste sie so häufig vorzeigen, dass ich mich zuletzt weigerte.

Eine besondere Furcht flösst den Bahau ein Halbaffe (Tarsius spectrum) ein, der tagsüber bewegungslos auf einem Baumstamm sitzend den Vorübergehenden mit seinen grossen Nachtaugen anstarrt und den Kopf weit nach rückwärts zu drehen vermag; keiner wagte es, dieses ungefährliche Tierchen zu töten. Zu den Tieren, welche der Aberglaube schützt, gehört auch der grosse Erdwurm, der im stande ist, Töne auszustossen; er soll die Fruchtbarkeit der Felder befördern, wir konnten daher kein Exemplar erhalten.

Bis zum Jahre 1899 verursachte uns das Sammeln wenig Mühe; während unseres Zuges an die Ostküste jedoch wurden die Kajan von verschiedenen Unglücksfällen betroffen, und ein Priester der Pnihing, der den Ruf genoss, durch Träume prophezeien zu können, erklärte die Unglücksfälle für eine Strafe der Geister, weil die Kajan für uns so viele Insekten getötet hatten. Im Grunde war der Priester nur neidisch auf den Verdienst der Kajan, den diese sich durch das Sammeln von Tieren verschafften. Nach unserer Rückkehr zu den Mahakam Kajan wagten sie uns kein einziges Insekt mehr zu bringen, obgleich ich eine Verstimmung hierüber nicht bemerkte.


Einfacher gestaltete sich das Sammeln auf botanischem Gebiet. Die Anlage eines Herbariums und einer Sammlung lebender Pflanzen betrachtete ich als die Hauptsache und nahm daher aus dem botanischen Garten von Buitenzorg zwei Malaien, einen Mantri, Sĕkarang, und einen Pflanzensucher, Amja, mit, die beide im stande waren, selbständig ihre Arbeit auszuführen. Meine Aufgabe bestand daher nur darin, ihnen für ihre botanischen Exkursionen Führer und Träger zu verschaffen und etwas Aufsicht zu üben.

Belehrt durch unsere Erfahrungen von der Reise 1896–97 gelang es uns diesmal am oberen Mahakam, eine Sammlung der verschiedensten Pflanzen, und zwar 500 Exemplare, lebend aus dem Innern Borneos nach Buitenzorg zu transportieren. Dabei hatten die am Anfang unseres Zuges am Blu-u gesammelten Pflanzen sechs Monate lang dort gepflegt werden müssen.

Beim Aufbewahren lebender Pflanzen verfuhren wir folgendermassen: wenn möglich, wurden junge Exemplare aus dem Boden genommen und zwar so, dass, um die feinen Wurzelenden nicht zu verletzen, gleichzeitig auch eine grössere Menge Erde herausgehoben wurde. Zu Hause angekommen setzten wir die Pflanzen sogleich in Bambuskörbe in eine Erde, die aus Humus, Flusssand und etwas feiner Holzkohle bestand. Die gleiche Erde wird in Buitenzorg in den Treibhäusern benützt. Unter dem dichten Laubwerk der Fruchtbäume bei der Wohnung der Malaien wurde ein Grundstück vor Besuchen von Kindern, Hunden, Schweinen und Hühnern durch Bambuslatten geschützt und die Pflanzen unverdeckt auf Holzgestellen niedergesetzt und täglich versorgt. Auf diese Weise kamen während unseres Aufenthaltes am Mahakam nur wenige Pflanzen um. Bei unserer Abreise zur Küste wurden die Körbe mit den Pflanzen in Holzkisten von ungefähr 4 × 6 dm Bodenfläche und 5 dm Höhe dicht neben einander gesetzt. Die Kisten hatte ich grösstenteils an Ort und Stelle anfertigen lassen.

Die ganze Sammlung umfasste 37 derartiger Kisten; sie wurde in ein grosses Boot gesetzt und mittelst eines Palmblattdaches vor Sonne und Regen geschützt. An jedem Ort, wo wir länger als eine Nacht blieben, wurden alle Kisten aus dem Boot genommen und ans Ufer getragen, wo man die Pflanzen im Schatten der frischen Luft aussetzte. Für die Seereise wurden die Kisten mit Rotangschirmen, über die weisser Kattun gespannt worden war, überdeckt. Durch ständiges Benetzen des Kattuns blieb die Atmosphäre unter diesem Dach auch während der Hitze auf der Seereise und später während der Eisenbahnfahrt stets genügend kühl. Obwohl zwischen der Abreise vom Blu-u und der Ankunft in Buitenzorg zwei Monate lagen, hatten sämmtliche Pflanzen in dieser Zeit doch nur wenig gelitten.

Die Ausrüstung für das Herbarium bestand hauptsächlich in grobem chinesischem Packpapier, das sich zum Pflanzentrocknen sehr gut eignet.

Während eines Aufenthaltes auf einem freien Platz, wie eine Bahauniederlassung ihn bietet, konnte man die Pflanzen der Sonne aussetzen; in der feuchten Waldatmosphäre jedoch mussten sie zwischen vielen Bogen Papier vorsichtig über dem Feuer getrocknet werden.

Grosse fleischige Früchte, die sich zum Trocknen nicht eigneten, und Blüten, die eine besondere Aufbewahrung verlangten, wurden ebenfalls in eine Formollösung gelegt. Die Farben der Orchideenblüten erhielten sich auffallend gut in einer Formollösung im Verhältniss von 1 : 5.

Unerwartete Schwierigkeiten bot das trockene Aufbewahren von Früchten und Samen zwecks späteren Aussäens. Trotz der sorgfältigen Behandlung, die sie seitens der hierin erfahrenen Javaner erfuhren, hatten bei Ankunft in Buitenzorg doch beinahe alle die Keimkraft verloren. Der Grund hierfür lag nicht in der Behandlung, sondern in der Eigentümlichkeit der Samen vieler tropischer Pflanzen, in beträchtlich kurzer Zeit die Keimfähigkeit einzubüssen; wir hätten daher die Samen sogleich aussäen und später die jungen Pflänzchen transportieren sollen.

Die vielen kleineren Ausflüge, die wir während unseres Aufenthalts am Blu-u zu benachbarten Stämmen unternahmen, kamen mehr den botanischen als den zoologischen Sammlungen zu gute. Wir beobachteten immer wieder, dass eine bestimmte Gegend zahlreiche ihr eigene Pflanzenarten besass, denen wir an einem anderen Orte nie wieder begegneten. In dem so gleichförmig aussehenden Urwald trafen wir hauptsächlich auf bestimmten Bergen eine eigene Vegetation, die auf gleichartigen benachbarten Bergen nicht mehr zu finden war.

Da wir mit Rücksicht auf die Reise nach der Küste und der in diesen tiefgelegenen Gebieten und auf Java herrschenden Wärme die lebenden Pflanzen in unserem Kulturgarten in keinen zu tiefen Schatten setzen durften, zeigten viele Arten die eigentümliche Erscheinung, dass bereits bei ihren ersten neugebildeten Blättern die prachtvolle metallblaue Färbung zu schwinden begann. Diese Färbung, die vielen Arten von Farren, Aroïdeen, Dracaeen, Begonien u.a. eigen, ist somit von der im Urwald herrschenden Feuchtigkeit und Dunkelheit abhängig und verschwindet unter veränderten Umständen sehr bald, um einem reinen Grün Platz zu machen.


Während ich mich in bezug auf Zoologie und Botanik darauf beschränkte, die Anlage und Pflege der Sammlungen und die Aufzeichnungen zu beaufsichtigen und Notizen und Etiquetten oft selbst zu schreiben, ging ich, um eine Vorstellung von der geologischen Formation des oberen Mahakamgebietes zu erhalten, selbst darauf aus, Gesteine zu sammeln und ihre Fundorte zu untersuchen.

Diese wie auch die anderen Sammlungen wurden so angelegt, dass sie später von Fachleuten bearbeitet werden konnten.

Die geologischen Untersuchungen nahm ich während der Exkursionen vor, die wegen der topographischen Aufnahme des Mahakamgebietes stattfanden. Während Bier die eigentliche Aufnahme ausführte, beschäftigte ich mich mit eigenen Beobachtungen.

Als Ausrüstung hatte ich folgende Gegenstände mitgenommen: zwei Sätze geologischer Hämmer, einen Schmiedehammer, einen geologischen Kompass und Höhenbarometer und für die Verpackung der Handstücke sehr starke Leinwand und Metallnummern. Die Erfahrung hatte mich auf den beiden früheren Expeditionen gelehrt, dass das zum Aufbewahren von Gesteinen so häufig gebrauchte Packpapier für die Tropen ungeeignet ist, weil es bei einer Bewegung der aufeinander liegenden Stücke leicht durchreibt, besonders wenn es feucht wird, was auf langdauernden Reisen, wie den unsrigen, kaum zu vermeiden war; ausserdem wird Papier leicht von Ameisen, Termiten und anderen Tieren aufgefressen. Aus den gleichen Gründen fand ich es unpraktisch, Etiquetten aus Papier zu gebrauchen, die überdies nur an sehr trockenen Steinen haften bleiben und schnell unleserlich werden. Ich verpackte die Stücke daher in starke Leinwand, band sie mit einer Schnur fest und versah sie mit einer Metallnummer, die mit derjenigen meiner Aufzeichnungen übereinstimmte.

Den geologischen Beobachtungen kam es sehr zu statten, dass wir, wenn irgend möglich, grosse und kleine Flüsse als Reisewege zu benützen suchten. Hierdurch befanden wir uns stets an den einzigen Stellen, die uns über die geologische Formation des Gebietes, das wir durchreisten, Aufschluss geben konnten. Da mit Ausnahme der beinahe senkrechten, das Tal begrenzenden Felswände das ganze Gebiet des oberen Mahakam mit Urwald bedeckt ist, wird das unterliegende Gestein nahezu gänzlich vor Erosion geschützt. Nur die feinsten Teilchen werden von dem ablaufenden Regenwasser mitgeführt, alle grösseren Stücke bleiben liegen. Daher stösst man im Walde zuerst auf eine Humusschicht von wechselnder Dicke, die der Tiefe zu immer mehr mit verwitterten Teilen des unterliegenden Gesteins vermischt ist. In unverwittertem Zustand trifft man das Gestein erst in einer Tiefe von vielen Metern an, daher ist es, um eine Übersicht über die geologische Beschaffenheit eines grösseren Gebietes zu erlangen, praktisch nicht erreichbar. Selbst an den steilen, aber bewachsenen Bergabhängen und oben auf den oft nur ½–2 m breiten Bergrücken findet man kein unverwittertes Gestein; man trifft es hier als eine Anhäufung loser, verwitterter Stückchen in einem Sack von Pflanzenwurzeln. Das ursprüngliche Gestein tritt hauptsächlich in den Flussbetten zu Tage. Hier ist das Wasser ständig damit beschäftigt, das unterliegende, feste Gestein von den stark verwitterten Lagen zu befreien; alles kleinere vom Ufer abgebröckelte oder von Bergstürzen herrührende Gestein wird abwärts geführt. Dies geschieht hauptsächlich, wenn die grossen Wassermassen eines tropischen Regens in den Gebirgsbächen unter heftigem Gefälle abwärts stürzen; derartiges Gestein wird dann mit Macht übereinandergeworfen und fortgeführt, wodurch es gleichzeitig von allen lockeren, verwitterten Teilen entblösst und glatt geschliffen wird. Vom Ursprung der Quellflüsse an bis zur letzten Geröllbank an der Flussmündung bedeckt dieses Geschiebe, stets kleiner und kleiner werdend, das ganze Flussbett.

Man findet daher in den Flussbetten sowohl festes Gestein, das in grösserer oder kleinerer Ausdehnung an den Ufern blossgelegt wird, als auch in den Geröllbänken eine Übersicht über das im Flussgebiet aufwärts anstehende Gestein. Beginnt man somit in den verschiedenen Nebenflüssen ein Stück weit oberhalb ihrer Mündungen die verschiedenen Gesteinsproben zu sammeln und ausserdem das blossliegende, feste Gestein bis zur Quelle hinauf zu untersuchen, so kann man zu einer für die Tropen möglichst exakten Vorstellung der geologischen Beschaffenheit eines Gebietes gelangen. Dieses Verfahren ist von besonderem Wert, wenn man es, wie es am oberen Mahakam der Fall ist, mit einem grösstenteils nicht vulkanischen Gebirge von einfachem Bau zu tun hat. Denn die zahlreichen Bergbesteigungen, die ich der topographischen Aufnahme wegen ausführen musste, boten mir nur sehr selten einen neuen Einblick in die geologische Formation des Gebirges; das Gestein, das wegen der alles überdeckenden Buschvegetation nur hier und da frei zum Vorschein kam, lieferte mir nur eine willkommene Bestätigung meiner im Flussbett gemachten Beobachtungen. Wichtiger war es, von den Berggipfeln, auf denen man die Bäume gefällt hatte, eine Übersicht über das ganze Gebiet zu erlangen. Von hier aus liessen sich die Wirkungen der Erosion verfolgen, auch zogen eigenartig gebildete Berge oder Bergketten die Aufmerksamkeit auf sich und veranlassten besondere Untersuchungen. Diese waren hauptsächlich bei Formationen aus weichem Kalkstein wichtig, da letzterer bereits in geringem Abstand von seinem Standort durch die Gebirgsströme vernichtet wird.

Die Erklärungen, die sich die Eingeborenen über unser Sammeln von Gesteinen bildeten, waren sehr mannigfaltig. Dass es uns um Goldsuchen zu tun war, hielten sie für das Wahrscheinlichste; sie suchten zwar selbst am oberen Mahakam kein Gold, hatten aber von den Malaien gehört, dass wir darauf ausgingen. Als es sich herausstellte, dass ich Gestein der verschiedensten Art mitnahm, glaubte die Bevölkerung in mir einen Alchimisten zu sehen, der bei der Heimkehr alles Gestein zusammenschmelzen und daraus Gold herstellen würde. Auch diese Auslegung kam mir malaiischen Ursprungs vor. Von dieser Anschauung beherrscht gingen die Bahau auf unseren Exkursionen daher häufig darauf aus, Gestein zu suchen, das Pyrit oder Glimmer enthielt, weil sie diese für Gold ansahen. Obwohl sie selbst Flusssteinen von besonderer Form, mit einem Loch in der Mitte oder mit eigenartiger Krümmung, eine beschirmende Kraft zuschreiben und sie als Sitz eines bestimmten Geistes ansehen und obwohl sie auch hübsches Gestein, wie den batu boh aus dem Boh, als Schnallen für Schwertgürtel und als Perlen schleifen, konnten die Bahau doch mein Interesse für das Gestein an sich nicht begreifen. Nur selten widersetzten sich die Leute dem Sammeln der Gesteine,’ trotzdem sie oft unter der Last, die sie zu tragen bekamen, stöhnte.

An einigen Stellen des Flussufers, wo Geister hausen sollten, bat man mich allerdings, mit meinem Schmiedehammer keine Stücke abschlagen zu lassen, was ich denn auch nicht tat. An einigen anderen: Orten, wie in dem Flüsschen Tasan beim Berge Situn, wo die Ufer aus dunklen, senkrechten Felswänden bestehen, ergriffen alle Bahau die Flucht, als ich die Malaien einige Kalkstücke abschlagen liess.

Die topographische Aufnahme des oberen Mahakamgebietes stiess, der eigenartigen Umstände wegen, unter denen sie vorgenommen werden musste, auch auf besondere Schwierigkeiten. Bevor wir unser eigentliches Arbeitsfeld erreichten, hatten wir Bootfahrten auf kleinen, wilden Gebirgsbächen und Landzüge durch den Urwald im Quellgebiete des Kapuas auszuführen, daher war es unmöglich gewesen, für die Bestimmung des Meridians eines Ortes Chronometer mitzunehmen, weil diese durch die Erschütterungen, denen sie während der Reise ausgesetzt gewesen wären, ihre Zuverlässigkeit eingebüsst hätten.

Die Möglichkeit, mittelst astronomischer Beobachtungen die Lage eines Ortes zu bestimmen, war somit ausgeschlossen und wir waren darauf angewiesen, an die topographische Aufnahme des Kapuasgebietes, welche nach neunjähriger Arbeit (1886–1895) von dem topographischen Institut der indischen Armee in Batavia ausgeführt worden war, anzuknüpfen. Während dieser Aufnahme waren bis zur Mündung des Kréhau Punkte astronomisch bestimmt und von diesen aus mittelst Triangulation die wichtigsten Bergspitzen fixiert worden, um als Anhaltspunkte für Detailaufnahmen zu dienen. Um diese vorzunehmen, hielten sich die Topographen monatelang in den unbewohnten Gebieten des oberen Kapuas auf.

Wie bereits im [Kapitel XI] berichtet worden ist, hatte der Topograph Werbata 1893 den Weg zum Pĕnaneh genau gemessen; da dieser Weg aber für unsere Verhältnisse zu beschwerlich war, hatten wir den nördlicheren zum Howong einschlagen müssen. Hätten wir mehr Zeit gehabt, so wäre es möglich gewesen, den zurückgelegten Weg direkt zu messen; da dies nicht der Fall war, mussten wir selbst einen Punkt suchen, den wir durch Anpeilen bereits bestimmter Berge im Kapuasgebiet zum Fixpunkt machen konnten. Daher scheuten wir keine Mühe, um auf der Wasserscheide nach einem derartigen Punkt zu suchen, den wir in der Tat auch fanden. Somit eröffnete sich uns die Aussicht, von hier aus durch direkte Messung des zurückgelegten Weges eine Grundlage für die weitere Aufnahme des ganzen Mahakamgebietes zu erhalten.

Ich hatte bereits auf meiner vorigen Reise feststellen können, dass das ganze Flussgebiet des oberen Mahakam, in gleicher Weise wie der übrige Teil Mittel-Borneos, aus einem Berg- und Hügelland ohne Ebenen besteht, das von zahlreichen Flüssen durchschnitten wird und ausser an den Stellen, wo die Bahau ihn zur Anlage von Reisfeldern gefällt haben, mit dichtem Walde vollständig überdeckt ist. Auch hatte ich mich bald davon überzeugt, dass wir von Landwegen nur sehr geringen Gebrauch würden machen können und dass wir den Mahakam und seine Nebenflüsse als wichtigste Reisewege würden benützen müssen. Da sich nur an den Ufern des Hauptstromes und einiger Nebenflüsse Niederlassungen befinden, mussten, um weiter abgelegene Beobachtungspunkte zu erreichen, besondere Expeditionen ausgeführt werden.

Mit Rücksicht auf die noch unbekannten Verhältnisse, denen wir auf der Reise begegnen würden, und auf den Zweck unserer Reise, war es nicht möglich, von vorn herein einen festen Plan für die topographische Aufnahme auszuarbeiten. Die Umstände sollten bestimmen, wie lange wir am oberen Mahakam bleiben konnten und welche Züge wir in dieser Zeit zwecks der topographischen Aufnahme oder aus politischem Interesse würden unternehmen können. In jedem Falle musste auf eine feste Grundlage gebaut werden und, da das Messen des Weges sehr wohl möglich erschien, wurde beschlossen, von dem Fixpunkt auf der Wasserscheide aus den Landweg längs des Howong bis an den Mahakam und dann diesen Fluss selbst direkt zu messen. Im übrigen sollte die Zukunft lehren, in wie weit es möglich sein würde, durch Messen von Seitenwegen zu Wasser und zu Lande, durch Anpeilungen von Fixpunkten aus und durch Bergbesteigungen die Aufnahme dieses ausgedehnten Gebietes auszuführen.

Der Topograph Bier hatte sich für die Aufnahme mit einem Theodolit Tranche-Montagne, mit dem Azimuth und Höhe bestimmt werden konnten, und mit 3 m langen Massstäben, auf welchen eine Skala in Centimetern angegeben war, ausgerüstet. Im Fernrohr des Tranche-Montagne waren Kreuzfäden und Horizontalfäden gespannt, in solch einem Abstand, dass dieser mit der Anzahl Centimeter auf der Skala des Masstabes, welche man zwischen ihnen auf 100 m Distanz ablas, in einfachem Verhältnis stand. 100 Meter Abstand entsprachen 100 Centimetern auf der Skala. Eine Messkette hatten wir nicht mitgenommen, da unser Weg grossenteils zu Wasser zurückgelegt wurde und von einer regelrechten Triangulation des Gebirgslandes keine Rede sein konnte.

Junger Sklave der Kajan am oberen Mahakam.

Zur Kontrolle für die Höhenbestimmung durch direkte Messung mittelst des Theodolits war ich mit zwei guten Aneroidbarometern und einem Hypsometer ausgerüstet, an denen an allen wichtigen Punkten Ablesungen gemacht wurden.

Einer der Aneroidbarometer von der Firma Kipp en Zonen in Delft stimmte mit dem Hypsometer auf jeder Höhe überein; er hatte bereits die Reise 1896–1897 mitgemacht und war damals in der Sternwarte zu Leiden verifiziert worden.

Während der Reise wurde eine Abweichung des Kompasses des Theodolits nur ein einziges Mal am Blu-u festgestellt, was teilweise auch dem Umstand zugeschrieben werden muss, dass der Himmel selten unbewölkt genug war, um während ẹines grossen Teils des Tages den Stand der Sonne mit genügender Schärfe mittelst des Fernrohres bestimmen zu können. Diesem Umstand muss vielleicht zugeschrieben werden; dass bei der Zeichnung der Karte im Massstab von 1 : 20000 die Länge des Mahakam bis zum astronomisch bestimmten Punkte Ana sich als richtig erwies, die Richtung jedoch um einen Grad nach Süden abwich.

Die Aufnahme des Landweges bereitete unserem Topographen, der jahrelang in dem waldbedeckten Gebirge Mittel-Sumatras gearbeitet hatte, keine Schwierigkeiten. Einer der ursprünglich 3 m langen Massstäbe wurde auf die Hälfte verkürzt, um auf den Waldpfaden seiner Länge wegen nicht hinderlich zu sein, ferner wurde etwas mehr Zeit darauf gewendet, um die gewundenen, steigenden und fallenden Pfade in kleinen Abständen messen zu können. Anders verhielt es sich mit dem Messen des Mahakam selbst, da die langen, schmalen Böte der Bahau zum Aufstellen des Theodolits nicht stabil genug sind. Auch das Aneinanderbinden mehrerer Böte war wegen der zahlreichen Verengungen und Stromschnellen im Fahrwasser sehr beschwerlich. Daher musste der Topograph auch bei der Flussmessung zum Aufstellen seines Instrumentes das feste Ufer wählen. Die Gehilfen, die in gesonderten Böten die Massstäbe hielten, lernten es bald, sich entweder mit ihren Böten zwischen Felsblöcken und Geröllbänken festzusetzen oder am Lande eine passende Stelle zu finden. In der Regel waren drei Böte erforderlich: eines für den Topographen und zwei für die Gehilfen. Indem Bier einen Massstab oberhalb und einen unterhalb seines eigenen Standplatzes aufstellen liess, konnte er von einem Punkte aus zwei Abstände im Flusse messen. Der stromaufwärts befindliche Gehilfe suchte sich, während der Topograph den stromabwärts befindlichen Massstab visierte, mit seinem Bote einen passenden Punkt weiter unten im Fluss aus, worauf der Topograph wiederum zwischen beiden Stand fasste und erst den jetzt flussaufwärts befindlichen Massstab visierte dann den flussabwärts befindlichen u.s.f.

Dadurch, dass Bier seine Messungen stets von dem am weitesten flussaufwärts gelegenen Punkt aus begann, lief er am wenigsten Gefahr, durch plötzliches Hochwasser aufgehalten zu werden, auch konnten sich die Böte mit dem Strome schnell abwärts bewegen.

Dank der langen Zeit von beinahe zwei Jahren, die wir am oberen Mahakam zu verbringen gezwungen waren, und der Sicherheit, mit der wir uns bewegen konnten, gelang es dem Topographen, den Mahakam stückweise, von seinem Ursprung an der Grenze von Sĕrawak an bis zu dem astronomisch bestimmten Punkt Ana am mittleren Mahakam, zu messen. Indem er den Kaso bis zum Pĕnaneh, dem Endpunkt der Messung des Topographen Werbata, hinauffuhr, konnte er später seine Messung des Mahakamgebietes nochmals mit derjenigen des Kapuas in Verbindung bringen.

In Anbetracht, dass der Kapuas, von Pontianak aus, seiner ganzen Länge nach bereits gemessen war, wurde mit einer Messung des Mahakam diejenige Borneos von West nach Ost vollendet.

Im Zusammenhang mit dieser Aufnahme wurde die Wasserscheide zwischen Mahakam und Barito vier Mal erstiegen: im Januar 1899 längs des Blu-u der Batu Lĕsong; im Juni 1899, bei der Messung des Bunut, der Batu Ajo; im Juli 1899 von Long Deho aus das gleiche Gebirge, nördlicher; und im April 1900, dem Mobong entlang, wiederum der Batu-Ajo, an einer dazwischen liegenden Stelle.

Auch bei der Messung des Pahngè, eines der gebräuchlichsten Verbindungswege mit dem Baritogebiet, gelangte der Topograph bis dicht an die Wasserscheide. Ausser den genannten Nebenflüssen wurden auch noch der Tjĕhan, Mĕrasè und der Tĕpai so weit als möglich gemessen. An Bergen wurden der Aufnahme wegen bestiegen: der Liang Tibab am oberen Kapuas; der Lasan Tojang im Quellgebiet des Mahakam; der Batu Balo Baun am oberen Mahakam; der Lĕkudjan auf der Kapuas-Wasserscheide; der Liang Karing am Tjĕhan; zwei Berge am Kaso; der Batu Lĕsong auf der Barito-Wasserscheide; der Batu Karang und Batu Situn am Mĕrasè, der Batu Mili am Blu-u und der Batu Ajo an drei verschiedenen Stellen.

Zwar suchten wir, um eine möglichst vollständige Übersicht über die Umgebung zu erlangen, zur Besteigung freiliegende Berge zu wählen, doch mussten wir oft auf besondere Umstände Rücksicht nehmen.

Da viele dieser Berge von den Kajan noch nie erstiegen waren, mussten wir, von anderen Erhebungen aus, häufig selbst eine Seite aussuchen, von der aus man den Gipfel wahrscheinlich erreichen konnte. Auf dem Gipfel angekommen befanden wir uns in einem dichten Walde, so dass zur Erlangung einer Aussicht erst Durchhaue ausgeführt werden mussten. War der Gipfel sehr klein oder nur mit Gestrüpp bewachsen, wie wir es jedoch nur einmal trafen, so wurden auf das Fällen der Bäume einige Tage verwandt. Für gewöhnlich war dieses Verfahren aber wegen der grossen Oberfläche des Gipfels und wegen der grossen Härte der Gebirgsbäume nicht möglich. Wir wählten dann den höchsten Baum aus, liessen die meisten Äste entfernen und auf den übriggebliebenen eine feste Plattform bauen, auf der man mit Sicherheit visieren konnte. Der Auf- und Abstieg auf der primitiven Leiter war aber sowohl für Bier als für mich ein Wagstück. In unmittelbarer Nähe unseres Beobachtungspostens musste ausserdem stets eine grössere Anzahl Bäume gefällt werden, weil deren Kronen die Aussicht zu sehr beeinträchtigten.

Wegen der Abreise des Topographen Bier vor dem Beginn unserer Expedition ins Quellgebiet des Kajan konnte von einer sorgfältigen Aufnahme dieser Gegend keine Rede sein. Dafür übernahm es der Photograph Demmeni, den Weg mittelst Handbussole und Schätzung des Abstandes zu messen, wie er es bereits während der ersten Reise 1896–1897 am Mahakam mit gutem Erfolg getan hatte.

Auch für unsere topographischen Arbeiten hatten die Eingeborenen bald eine Erklärung gefunden oder von den Malaien übernommen, sie glaubten nämlich, dass es uns darum zu tun sei, ihre Schlupfwinkel zu Kriegszwecken kennen zu lernen. Wir konnten sie von ihrer Überzeugung nicht abbringen, trotzdem wir darauf hinwiesen, dass wir uns doch nur an die Häuptflüsse und wichtigsten Berge hielten und dass Bier seine Karte ausarbeitete, ohne ihre nächste Umgebung viel zu beachten. Trotzdem sind wir am oberen und mittleren Mahakam nie auf Widerstand seitens der Bahau gestossen; diese unternahmen unserer Arbeit wegen häufig weite Reisen in ihnen selbst unbekannte Gegenden.

Anfangs hatte es allerdings den Anschein, als arbeite man uns entgegen; denn nur selten erhielten wir über die Namen kleinerer Flüsse oder etwas abgelegenerer Berge richtige Auskunft. Entweder behauptete man, nichts zu wissen, oder man gab falsche Namen an. Zu unserem Erstaunen stellte es sich aber später heraus, dass mit geringen Ausnahmen wirkliche Unwissenheit in bezug auf alles, was sich nicht in unmittelbarer Nähe des Stammesgebietes befand, vorlag. Selbst hohe, die ganze Landschaft beherrschende Berge trugen nur bei den in nächster Nähe wohnenden Stämmen einen Namen. Nur diejenigen, die zu wiederholten Malen längs des gleichen Flusses gereist waren, konnten mit einiger Sicherheit dessen Namen angeben.

Die meisten kamen übrigens ihr Leben lang nicht aus ihrer Umgebung heraus und hatten für alles, was im Gebiet des benachbarten Stammes lag, kein Interesse. Da wir uns mit Hilfe eines Bahau von einer Bergspitze aus absolut nicht orientieren konnten, lernten wir bald, unsere eigenen Erfahrungen und Beobachtungen zu Rate zu ziehen, sowohl wenn es galt, die Identität eines Berges festzustellen, als auch wenn ein Plan zur Erreichung eines bestimmten Punktes als Beobachtungspunkt gefasst werden musste.

Sollten unbekannte oder gefürchtete Gegenden besucht werden, so bildete für die Bahau nicht nur Unwissenheit, sondern auch Angst um ihre eigene und unsere Sicherheit einen Hinderungsgrund. Unserer topographischen Arbeit wegen mussten wir immer wieder Bergspitzen zu erklimmen suchen und gerade vor diesen fürchten sich die Eingeborenen so sehr, weil die Berghöhlen von bösen Geistern, hauptsächlich von den Donnergeistern, bewohnt werden. Um die gefürchteten Unternehmungen zu verhindern, nahmen die Bahau häufig zu falscher oder entsetzlich übertriebener Auskunft ihre Zuflucht; den Kern von Wahrheit mussten wir selbst herauszufinden suchen. Sobald ich aber den Zug mit einigen ihrer Männer wirklich antrat, taten sie alles, um ihm einen guten Erfolg zu sichern.


Wenige Hilfsmittel für Untersuchungen aller Art gewähren einem auf der Reise so viel Befriedigung als die Photographie; sie erfordert jedoch, je nach dem Ziel, das man verfolgt, und dem Land, das man bereisen will, eine besondere und sorgfältig gewählte Ausrüstung. Für ein sehr feuchtes Tropenklima, wie dasjenige von Borneo, sind Apparate von besonderer Widerstandsfähigkeit erforderlich. Obgleich wir bei der Zusammenstellung der Ausrüstung die verschiedensten Punkte eingehend berücksichtigten, wäre es uns ohne die besondere Geschicklichkeit Demmenis als Mechaniker, der im stande war, bald dieses, bald jenes an der Kamera und vor allem an den Wechselkassetten zu reparieren, nicht geglückt, länger als einige Monate zu photographieren. Hauptsächlich erforderten die neu aus Europa empfangenen Gegenstände, obgleich sie aus sehr gutem Material verfertigt waren, eine ständige Ausbesserung; bald krümmten sie sich vor Feuchtigkeit und Hitze, bald löste sich der Leim und musste durch Schrauben ersetzt werden.

Auch in bezug auf die photographische Ausrüstung galt unser Grundsatz: so vollständig und so leicht transportierbar als möglich. Hierbei kamen hauptsächlich die Platten in Betracht. Als besonders geeignet erwiesen sich die Extra-Rapid-Films 13 × 18 der Firma Perutz in München; sie hatten den grossen Vorzug, leicht und unzerbrechlich zu sein und ein kleines Volumen einzunehmen. Der Apparat selbst bestand aus einer für die Tropen gearbeiteten Reisekamera aus Mahagoniholz, Format 13 × 18, auf sehr festem Stativ, versehen mit einem Anastigmat von Zeiss mit einem Momentverschluss von Linhof.

Die Kamera hatte mir bereits auf den beiden vorigen Reisen gedient und war somit klimabeständig. Der lederne Balg war gegen Insekten und Schimmel mit einer starken Lösung von arsenigsaurem Natron eingerieben und verursachte uns während der ganzen Reise keine Schwierigkeiten. In Verband mit der Benützung von Films gebrauchte ich auf der Reise 1896–97 eine Wechselkassette, welche in der Tat grosse Dienste geleistet hat, aber, wie erwähnt, nicht ohne ständige Ausbesserung seitens des Photographen. Nachdem wir sie mit einem neuen Sack ausgerüstet hatten, wurde sie gelegentlich auch auf der letzten Reise gebraucht, hauptsächlich wurde aber mit einer Wechselkassette von Grundmann Zaspel gearbeitet, sie erwies sich aber, bevor wichtige hölzerne Teile durch metallene ersetzt worden waren, als vollständig ungeeignet für die Tropen. Für diese Wechselkassetten mussten Filmsträger aus Aluminium gebraucht werden, in welche die Films seitlich eingeschoben wurden. Häufig standen die Films verbogen darin, so dass die Bilder in der Mitte oder an den Seiten weniger scharf wurden als an anderen Stellen; hiervon abgesehen, erfüllten sie ihren Zweck sehr gut.

Eine metallene Kamera mitzunehmen, ist sehr ratsam; jedenfalls aber sollte man sich mit metallenen Chassis versehen; ihrer sechs werden sich stets als genügend erweisen.

Die Extra-Rapid-Films von Perutz haben mir auch, was Haltbarkeit der Films und Deutlichkeit der Bilder betrifft, stets gut gefallen. Sobald man nicht in der Lage ist, einen neuen Vorrat Films anzugreifen, lernt man deren grosse Haltbarkeit schätzen; sie hatten auch nach zwei Jahren nichts an Empfindlichkeit eingebüsst und lieferten ebenso deutliche Bilder als zuvor. Vorsichtshalber hatte ich bereits in der Fabrik jedes Dutzend gesondert in Zinkkästchen verlöten lassen, so dass wenigstens der Einfluss der Feuchtigkeit ausgeschlossen war; vor zu grosser Erhitzung suchten wir sie ebenfalls so viel als möglich zu schützen.

Chemikalien und Gerätschaften, um die belichteten Films schon auf der Reise entwickeln zu können, wurden in genügender Menge mitgenommen. Das Entwickeln wurde denn auch stets, sobald Aussicht vorhanden war, das Negativ vollständig abarbeiten zu können, baldmöglichst vorgenommen. Als Entwickler diente fast ausschliesslich Hydrochinon; für Momentaufnahmen diente zuletzt auch Methol.

Da ohne Dunkelkammer gearbeitet werden musste, wurde immer abends entwickelt und es zeigte sich, dass bei einer Entwicklung im Walde auch eventueller Mondschein den Prozess wenig benachteiligte.

Positive wurden während der Reise nicht verfertigt. Auf allen Reisen hatten wir ausser dieser Ausrüstung noch Detektivkameras für Momentaufnahmen von kleinerem Format mitgenommen. Obgleich wir kostbare Apparate angeschafft hatten, waren sie für die Tropen doch ungeeignet und lieferten selten gute Resultate. Teilweise trugen hieran die eigenartigen Umstände, unter denen wir photographieren mussten, und die Gegenstände, welche wir photographieren wollten, die Schuld. Bei unserem Reiseleben musste eine Aufnahme oft in einem bestimmten Augenblick, bei schlechter Beleuchtung, bei Regen u.s.f. gemacht werden. Handelte es sich um Personen, so waren fast stets nur Momentaufnahmen möglich, da die Bahau vom Stillestehen keine Ahnung haben; erst viel später konnten wir bei einigen von ihnen eine Zeitaufnahme ausführen.

Innerhalb der Häuser konnte nur bei sehr langer Exposition photographiert werden, weil die Beleuchtung in den Wohnungen eine sehr schlechte ist und die Wände noch dazu so dunkel sind, dass auch Momentaufnahmen bei Magnesiumlicht wegen der starken Absorption des Lichtes durch die Wände missglückten. Nur da, wo wir Zeitaufnahmen bei Magnesiumlicht machen konnten, hatten wir guten Erfolg. Festlichkeiten, Versammlungen und allerhand Szenen, bei denen viele Menschen anwesend waren, konnten wir innerhalb des Hauses daher nicht photographieren.

Ausser durch ihre Unfähigkeit stillzusitzen bereitete die Bahaubevölkerung den photographischen Aufnahmen auch sonst noch so grosse Schwierigkeiten, dass wir häufig von einer Aufnahme ganz absehen oder sie auf Monate, auf eine günstigere Gelegenheit, verschieben mussten. Die Abneigung der Eingeborenen gegen die Photographie hatte ihre eigenen Gründe. Der unbekannte Zweck und das Geheimnisvolle der einen, augenartigen Linse erschreckte die Leute. Man hätte eine derartige Angst durch angemessene Belohnung überwinden können, wenn die Bahau nicht überzeugt gewesen wären, dass ihre Seele (bruwa) vor Schreck den Körper verlassen könnte, was Krankheit und Tod zur Folge gehabt hätte.

Noch eine andere Eigenschaft der Bahauseele schreckte die Leute von der Photographie ab: die Seele konnte nämlich Bild und Original verwechseln und ersterem, somit auch uns, folgen, was natürlich grenzenloses Elend veranlasst hätte; denn nicht nur, dass der Körper dadurch erkrankt wäre, sondern ich hätte dadurch auch auf weite Entfernung auf die abgebildete Person Einfluss ausüben können.

Einige Male hörte ich auch einige alte Männer erklären, dass sie sich nicht photographieren lassen wollten, weil ihre Bilder später in ein Buch aufgenommen und von jedem besehen werden würden. Von der Aufnahme in ein Buch hatten sie natürlich durch unsere Malaien gehört, die sich übrigens auch selbst nur zögernd und ängstlich zu einer Aufnahme hergaben.

Anfangs gaben sich die Menschen von dem allem nicht Rechenschaft. Als wir daher zum ersten Mal im Jahre 1896 am Mahakam zur Zeit des Saatfestes eintrafen, waren uns die Kajan bei der Aufnahme der interessanten Maskentänze, die zum Glück im Freien stattfanden, noch selbst behilflich. Nachdem alle Zweifel einmal entstanden waren, dauerte es aber vier Monate, bevor wir jemand dazu bringen konnten, sich vor unsere Kamera zu stellen. Zuerst überwanden einige junge Männer ihre Skrupel, dann zeigte sich auch ein leichtsinniges, fröhliches junges Mädchen, Anja Song, zur Aufnahme bereit. Das Mädchen verkehrte so häufig in unserer Hütte, dass sie einerseits die Angst vor allem Ungewöhnlichen verlor, anderseits der Verlockung, mit Perlen und hübschem Zeug belohnt zu werden, nicht länger widerstehen konnte. Anja Songs Heldenhaftigkeit hatte übrigens auch noch einen tieferen Grund; das Mädchen, eine halbe Sklavin, liebte Sawang Jok, einen der vornehmsten jungen Leute des Stammes, und, da dieser sich hatte photographieren lassen, wollte ihm Anja Song an Mut nicht nachstehen. Als sie von den Eltern ihres leichtsinnigen Benehmens wegen streng bestraft wurde, überredete sie zur eigenen Entschuldigung einige Freundinnen, sich ebenfalls zur Photographie herzugeben. Nachdem die Bresche einmal geschlagen war, erhielten unsere Aufnahmen einen grossen Zulauf, besonders war dies bei unserem zweiten Besuch bei den Kajan am Blu-u der Fall, aber erst nachdem wir wiederum einige Monate bei ihnen gelebt hatten. Diesem Zulauf haben die Bilder, welche die verschiedenen Industrieen der Bahau darstellen, ihr Dasein zu verdanken.

Bei den Mendalam Kajan war das Vorurteil vor der Photographie viel schwerer zu überwinden als bei denen am Mahakam; das Gleiche galt auch in bezug auf die anthropometrischen Messungen. Da mir bei meinem ersten Aufenthalt unter ihnen, im Jahre 1894, hauptsächlich an letzteren gelegen war, liess ich die Photographie ruhen. Im Jahre 1896, als ich meine Expedition zum Mahakam bei ihnen vorbereitete, vermied ich alles, was irgendwie ungünstig auf den Verlauf unserer Unterhandlungen hätte einwirken können; als man sich daher zur Aufnahme nicht willig zeigte, suchte ich nichts durchzusetzen. Nur meine alte Freundin Usun überwand sich selbst, um mir eine Freude zu machen, und kam nach meiner Abreise von Tandjong Karang nach Putus Sibau, um sich photographieren zu lassen. Bei ihrem hohen Alter spielte wohl auch die Überlegung, dass der Photograph ihrer Ehrbarkeit Abbruch tun könnte, wenn er an ihrem umgekehrten Bilde auf der Mattscheibe unerlaubte Dinge sehen würde, keine grosse Rolle. Die vielen Malaien, die am Mendalam verkehrten, hatten nämlich erzählt, dass beim Photographieren sowohl die Personen als deren Kleider sich umkehrten. Auf Usun Photographie ist daher zu sehen, dass sie über die gewöhnliche tă-ā noch ein besonderes Tuch geschlungen hat und dass sie beide Arme krampfhaft an ihre Beine presst, um den Röck festzuhalten. Obgleich wir den Kajan häufig das Bild auf dem Mattglas zeigten, konnten wir ihnen doch die von den Malaien übernommene Überzeugung nicht nehmen.