XXIII.
Die Lage der christinoschen Armee vor Morella wurde mit jeder Stunde schwieriger. Der empfindlichste Mangel an Lebensmitteln machte sich im Lager geltend, die Transporte, welche mit großen Opfern herbeigeschafft werden konnten, reichten nicht mehr hin für so gehäufte Bedürfnisse, und als dann Llagostera, der fortwährend auf der Communications-Linie mit Alcañiz operirte, den letzten, sehnlich erwarteten Convoy auffing und fast ganz verbrannte, blieb dem Heerführer der Christinos nur die Alternative: „Einnahme der Festung oder rascher Rückzug.“ Oráa ließ die Bresche recognosciren, nachdem er nochmals umsonst die Besatzung zur Übergabe aufgefordert hatte. Der Ingenieur meldete, daß sie practicabel, wiewohl sehr schwer zu ersteigen sei; daß aber die hinter ihr aufgeführte Brustwehr jeden Erfolg sehr zweifelhaft mache. Da keine Wahl blieb, wurde der Sturm auf die Nacht vom 15. zum 16. August festgesetzt.
Um Mitternacht rückten die Colonnen der Stürmenden vorwärts. Die erste wandte sich gerade gegen die Bresche und gelangte unbemerkt bis an den Fuß der hier nicht hohen Felswand, welche sie ersteigen mußte; die andere unter Leitung des früheren Gouverneurs der Stadt, Oberst Portillo, zog den Fahrweg hinan; zwei kleinere Haufen zur Rechten und zur Linken waren bestimmt, die Aufmerksamkeit der Belagerten zu theilen. — Diese hatten die Compagnien Grenadiere von Tortosa und Jäger der Guiden von Aragon mit dem schweren Werke der Vertheidigung der Bresche beauftragt, während die Reste dieser Bataillone zu beiden Seiten die Thürme und die Schießscharten der Mauer besetzt hielten. Drei andere Bataillone von Tortosa und Aragon, am Abend in die Stadt gezogen, waren als Reserve in Masse aufgestellt, um sich sofort auf den eingedrungenen Feind zu werfen, oder standen in den barrikadirten Häusern längs der Angriffsfront.
Die Sappeurs arbeiteten indessen thätig an den Abschnitten, die allenthalben in der Stadt geöffnet wurden, und richteten die terassenförmig dem Umfange des Castells parallel laufenden Straßen zur Vertheidigung ein; die voluntarios realistas bewachten rings die Mauer. Da der Sturm mit Zuversicht erwartet wurde, befand sich Jedermann seit dem Anbruche der Nacht auf seinem Posten. Auch Graf Negri, selbst Alles überwachend, logirte in dem der Bresche nächsten Thurme; er ermahnte die Freiwilligen, nicht eher Feuer zu geben, bis der Feind den Fuß der Bresche erreicht habe.
Da ward das Geräusch der nahenden Massen gehört. Rasch entzündet wirbelte der ungeheure Holzstoß seine Flammen gen Himmel, die ganze Weite der Bresche in züngelnde Gluth hüllend und weit in die Nacht hinaus leuchtend. Kaum funfzig Schritt von der Bresche waren die Feinde entfernt. Sie hielten einen Augenblick hinter dem Felsenabsatz, dann schwangen sie sich mit wildem Gebrüll hinauf und stürmten rasend den Feuerwogen zu, die ihnen entgegenzuckten; von den Musikchören der ganzen Armee erschallte zugleich die Revolutions-Hymne Riego’s, zu fanatischer Wuth sie zu entflammen, während alle Regimenter, die Blicke auf das furchtbar erhabene Schauspiel gerichtet, in Schlachtordnung aufgestellt waren. — Todtenstille herrschte in der Stadt; der blutrothe Schein der Flammen zeigte den Anstürmenden die dunkeln Massen der Carlisten ihrer harrend, die Gewehre zum Schuß bereit.
Mit Muth griffen die Christinos an, deren beste Bataillone ausgewählt waren. Unter dem lauten Rufe: „viva Isabel segunda! viva la constitucion!“ erreichten sie den Fuß der Bresche, schon betraten sie die Trümmer, da übertönte ihr Geschrei und das Prasseln des Scheiterhaufens donnernd das Commandowort „Feuer!“ Die ersten Reihen der Stürmenden lagen zu Boden gestreckt, aber gleich fest drangen die Nachfolgenden über die Leichen ihrer Cameraden vorwärts. Die Kugeln aus der Bresche und von der Mauer zu beiden Seiten schlugen sie nieder, und nach langem vergeblichem Streben, die Trümmer zu erklimmen, wichen die Ermüdeten hinter die schützende Felsenwand zurück.
Auch Portillo’s Colonne war mit Festigkeit vorgerückt. Eine finstere Masse erstieg sie langsam den vielfach sich schlängelnden Fahrweg, anfangs unbelästigt, da Aller Augen auf die Bresche gerichtet waren, deren helle Gluth malerisch die grausige Scene erleuchtete. Aber bald sprüheten die Mauern auch auf sie Tod und Zerstörung hinab. Unerschüttert drang die Colonne auf ihrem gefährlichen Marsche vor, der in der wirksamsten Schußweite längs einem Theile der Mauer hinführte; das Feuer wurde mit jedem Augenblicke heftiger, große Steine wurden von den Thürmen des San Martin-Thores herabgeschleudert, und die Soldaten fielen in dichten Haufen. Da stand die Colonne regungslos, weder vordringend noch weichend, als Oberst Portillo wüthend vorwärts stürzte: von den Seinen verspottet und verachtet hatte er geschworen, die schimpflich verlorene Veste zu nehmen oder unter ihren Mauern zu sterben. Sein Schwur ward erfüllt. Mit wildem Fluche schleuderte er seinen Degen über die Mauer hinein in die Stadt, die er nicht zu bewahren gewußt, und sank gräßlich lästernd, von fünf Kugeln zum Tode getroffen. Als der Führer gefallen war, stürzte die Masse gelichtet und schwankend zurück und vereinigte sich, rechts sich schiebend, hinter dem Felsen mit den Gefährten, die so eben von der Bresche gewichen waren. — Oberst Portillo blieb am Fuße der Mauer liegen.
Bald waren die Truppen von neuem geordnet und durch ein Bataillon verstärkt, das gefürchtetste der christinoschen Armee: die Jäger von Oporto, aus deutschen Abenteurern bestehend, waren zum Sturm beordert. Wieder erklimmte die Masse den Felsen und stürmte gegen die Bresche, nicht mehr in der majestätischen Ordnung wie vorher, — wild und gedrängt mit fanatischem Freiheitsgeheule; nur die Fremden schritten lautlos und fest wie zur Parade nach dem gleichmäßigen Tacte der herüberrauschenden Janitscharen-Musik. Wieder wurden die Trümmer der Bresche mit den Leichen der Wüthenden bedeckt, und zerstreut flohen die Verschonten. Die Jäger von Oporto allein wichen nicht, sie erstiegen die Bresche, oben auf ihr, von Flammen umspielt, suchten sie den Weg durch die brennenden Stoffe und stürzten dort unter den tödtlichen Kugeln in die Gluth. Doch das Feuer vor ihnen und dahinter eine neue Mauer, Verderben speiend, machte alle Anstrengungen vergeblich: die Deutschen wichen, Morella war gerettet.
Umsonst ermunterten die Officiere ihre Compagnien zu nochmaligem Sturm, finsteres Schweigen antwortete ihren Bitten, ihren Drohungen, und die Soldaten rührten sich nicht hinter dem Felsen, der sie deckte. Um drei Uhr Morgens zogen die abgeschlagenen Truppen entmuthigt und die Reihen gelichtet ins Lager zurück.
Der 16. August verging unter steten, blutigen Scharmützeln der beiden Armeen, da die Carlisten so eben einen Transport Pulver erhalten hatten; zugleich spielte die Artillerie fortwährend gegen die Festung, den neuen letzten Versuch der Christinos vorzubereiten und die Ausbesserung der Bresche zu verhindern. Denn noch einen Versuch wollte Oráa machen und zwar ohne Aufschub: seine Soldaten aßen seit drei Tagen nur geröstetes Korn, die Pferde hatten alles Getreide der Felder aufgezehrt und fielen schon häufig. Der Sturm sollte bei Tage unternommen werden, da die Führer der beim ersten Angriffe angewendeten Corps das Mißlingen desselben der Verwirrung im Dunkel der Nacht und dem Umstande zuschrieben, daß weder die Braven durch Hoffnung auf Auszeichnung getrieben wären, noch die Feigen Schmach und Strafe gefürchtet hätten, weil ja beide unbekannt blieben.
Am 17. August bei Anbruch des Tages gaben drei Kanonenschüsse das Signal zum Sturm. Dreizehn Bataillone griffen in fünf Colonnen die Festung von drei Seiten an; aber nur die gegen die Bresche gerichtete Masse, die Regimenter Ciudad-Real und Ceuta, kämpfte brav. Sie gelangte auch dieses Mal bis auf die Trümmer — der Kugelregen trieb sie wieder und wieder zurück, bis endlich Muthlosigkeit die Schaar ergriff, da sie ihre Chefs und die besten Officiere fallen sahen. In wilder Verwirrung flohen sie dem verschanzten Lager zu, mit Kraft von den Bataillonen Guiden und Tortosa verfolgt, welche unter des Grafen Negri Führung, durch die Bresche hinabsteigend, auf die Fliehenden sich warfen und ihnen ein leichtes Geschütz abnahmen. Die zur Escalade bestimmten Colonnen hatten nirgends den Fuß der Mauer erreicht.
Nachdem Oráa am 17. wiederum die Stadt mit allen Mörsern und Haubitzen beworfen und dadurch unnütz große Verwüstungen unter den Häusern angerichtet hatte, brannte er während der Nacht alle Masadas der Umgegend nieder und begann am 18. den Rückzug auf Alcañiz, die Unternehmung aufgebend, die er mit so unendlichem Aufwande vorbereitet, deren Erfolg er als unfehlbar verkündet hatte.
Da, wie gesagt, die carlistische Armee ganz von Munition entblößt war — jeder Soldat erhielt am 18. Morgens eilf Patronen von einem gerade angelangten Transport — kehrte Cabrera nach Morella zurück, die weitere Verfolgung oder vielmehr Beobachtung der abziehenden Feinde der Division von Castilien unter Merino überlassend, nachdem er sie am 18. und 19. von Position zu Position, fast immer mit dem Bajonnett, gedrängt und einige hundert Gefangene ihnen abgenommen hatte. Den Truppen war auch nicht eine Patrone geblieben. Eben dieser empfindliche Mangel, durch den Cabrera verhindert wurde, den errungenen Vortheil bis zur Vernichtung des christinoschen Heeres zu verfolgen, war auch die Ursache, daß der General während der letzten Tage der Belagerung mit den Divisionen eine ganz secundäre Rolle spielte und besonders während der Stürme, bei denen energisches Handeln von außen her entscheidend sein konnte, als nur passiver Zuschauer dastand. Wie oft dankten die Feinde des Königs ihre Siege oder ihre Rettung dem ungeheuren Mißverhältnisse zwischen den materiellen Mitteln der kämpfenden Heere!
Dennoch waren die Folgen des mißlungenen Unternehmens gegen Morella unberechenbar. Die feindliche Armee hatte in den tausendfachen Kämpfen und Strapatzen der letzten vier Wochen einen Verlust von 7000 bis 8000 Mann, einem Drittel ihrer ursprünglichen Stärke, gehabt, von denen über 5000 auf dem Kampfplatze oder in den Hospitälern in Folge der Verwundung durch bronzene Kugeln starben.
Durch gänzlichen Mangel an Blei waren nämlich die Carlisten genöthigt, jedes Metall, welches sie erlangen konnten, zu ihren Flintenkugeln zu benutzen, so daß, wenn nicht augenblicklich Hülfe kam, durch das Ausscheiden von Gift in der Wunde diese tödtlich werden mußte. Oráa protestirte gegen den Gebrauch solcher Kugeln als dem Völkerrechte zuwider, worauf Cabrera sich bereit erklärte, sofort der gewöhnlichen Kugeln ausschließlich sich zu bedienen, wenn ihm Oráa das zum Guß derselben nöthige Blei verabfolgen ließe. Da auf diese Forderung weiter keine Antwort erfolgte, fand die Anwendung der tödtlichen Geschosse ferner Statt. Die revolutionairen Blätter aber schrien über die Barbarei und Unmenschlichkeit des Feindes, der solche Waffen gebrauche!
Jenem ungeheuren Verluste der Christinos gegenüber hatte die carlistische Armee während der Dauer der Belagerungs-Operationen nur 1400 Mann an Todten und Verwundeten eingebüßt, wie denn alle Umstände solche Ungleichheit natürlich machten.
Weit höher jedoch als dieser materielle Vortheil war der in seinen Folgen so viel wichtigere moralische Einfluß zu schätzen, welchen die Aufhebung der Belagerung von Morella auf die beiden Heere, dann auf das Volk und auf den Krieg ausübte. Der Nimbus der Unwiderstehlichkeit war nun von der Armee der Christinos gewichen, denn bis dahin rühmte sie sich, daß, wohin ihre Massen sich wendeten, sie immer durchdrängen und die leichten Schaaren der Facciosos zerstieben machten oder vor sich niederschmetterten; sie behaupteten, daß die Carlisten im geregelten Kampfe ihnen nie widerstehen, ihrem Sturme nie Stand halten könnten; sie pochten auf ihre Organisation und Massen-Taktik und schrieben die einzelnen Siege, welche sie den noch immer als Horden und Banden bezeichneten Feinden zugestanden, nur der Überraschung und der Benutzung des günstigen Terrains zu.
Jetzt änderten sie plötzlich ihre Sprache gegen und über jene verachteten Schaaren. Eine Unternehmung, zu der die Blüthe der Armee unter allen ihren ausgezeichnetsten Generalen sich vereinigt hatte, und für welche die umfassendsten Vorbereitungen getroffen waren, war ganz mißlungen; eine Operation, bei der sie ihre gerühmte Überlegenheit so vollkommen entwickeln konnten, hatte in entschiedener, schimpflicher Niederlage geendet. Das Selbstvertrauen der Christinos war dahin, und mit ihm schwanden alle die Vorzüge und die moralische Macht, die sie noch immer behauptet hatten. Die Armee des Centrum, wiewohl sogleich durch mehrere Brigaden der Nordarmee und aus dem Innern verstärkt, erlangte jene Überlegenheit nie wieder.
Dagegen erkannten die Freiwilligen, was sie vermochten, und die Vortheile anerkennend, welche die Organisation und militairische Ausbildung der Feinde neben ihren großen materiellen Hülfsquellen ihnen gaben, hielten sie sich jetzt für unüberwindlich, da sie ja über das Alles so herrlichen Sieg davongetragen hatten. Das Volk aber sah von nun an die Sache der Carlisten als die entschieden siegreiche; demnach wagte es entweder offener seine Neigung darzuthun, oder es schmiegte sich leicht unter das ihm unabwendbar scheinende Verhängniß.
Die Folgen aber dieses Schlages für die Operationen der Armeen und für den Krieg im Allgemeinen waren von entscheidendem Gewichte; der Verrath eines Maroto war nöthig, um sie zu paralysiren. Der ganze große Vernichtungsplan der Feinde war vereitelt, in sich zusammengefallen; sie sahen sich nicht nur im westlichen Spanien geschlagen und selbst schwer bedroht, auch Espartero gab auf die Nachricht davon sogleich sein Unternehmen auf Estella und auf Navarra auf, zu seiner alten Unthätigkeit zurückkehrend. Die müssigen Schreier der Puerta del Sol, die im Voraus gejubelt hatten, wagten nun, den greisen Führer der Armee des Centrum, den General, der Alles gethan, was der General thun konnte, weil er eine Niederlage erlitten hatte, als Verräther zu bezeichnen und des Einverständnisses mit Cabrera zu zeihen. Wenige Wochen vorher war er der Held, auf den allein sie vertrauten, überschüttet mit Preis und Schmeichelei. Das ist der Liberalismus der Spanier!
Den General Cabrera belohnte seines Königs Gnade für so herrlich errungene Erfolge durch den Titel des Grafen von Morella, den das Cabinet Maria Christina’s für Oráa, den Sieger, bestimmt hatte; zugleich ward er zum General — teniente general, dem General der Infanterie oder der Cavallerie entsprechend — ernannt, als welcher er die Provinzen Aragon, Valencia, Murcia und Cuenca commandirte. Fünf Jahre hatten dem armen Studenten hingereicht, um in der Vertheidigung der Rechte seines Königs von Stufe zu Stufe die höchsten Grade und Ehren sich zu verdienen und, gefürchtet vom Feinde, die Hoffnung der Seinen, an der Spitze eines von ihm selbst im Kampfe gegen die Usurpation gebildeten Heeres über vier mächtige Provinzen zu herrschen;[65] in fünf Jahren hatte der unbekannte Jüngling, der mit einem Stock bewaffnete Guerrillero, europäischen, geschichtlichen Ruhm sich erworben.
Auch die Armee ward nach dem Vorschlage des Generals reich belohnt; die Divisions-Chefs und Brigadiers Don Domingo Forcadell und Don Luis Llagostera, der ganz besonders durch Thätigkeit und Einsicht sich hervorgethan hatte, wurden zu General-Lieutenants — mariscales de campo — erhoben und als zweite commandirende Generale den einzelnen Provinzen vorgesetzt.
Die Armee unter dem Oberbefehle des Grafen von Morella bestand nach der Belagerung von Morella aus folgenden Truppen.
Die Division vom Ebro, unter dem unmittelbaren Befehle des Generals en Chef, enthielt die Brigade von Tortosa, 3 Bataillone unter dem Oberst Palacios, stets um die Person des Generals und von den übrigen Truppen als seine Garde bezeichnet; und die Brigade von Mora, 2 Bataillone unter Oberst Feliu, nebst dem Regiment Lanciers von Tortosa, unter Oberst Gil. 3200 Mann Infanterie und in 4 Escadronen 350 Pferde.
Die Division von Aragon unter dem Mariscal de Campo Llagostera bestand aus 6 Bataillonen, durch die Verluste des Frühjahres sehr geschwächt, und 2 Regimentern Lanciers, 2400 Mann Infanterie und in 5 Escadronen 330 Pferde.
Die Division von Valencia zählte 6 Bataillone und ein Regiment Lanciers unter dem Mariscal de Campo Forcadell. 3800 Mann Infanterie und in 4 Escadronen 320 Pferde.
Die Division von Murcia — früher del Turia und unter Tallada vernichtet — unter dem Oberst Arnau ward organisirt und enthielt jetzt 2 Bataillone und 2 Escadrone. 700 Mann Infanterie und 120 Pferde.
So sah sich Cabrera an der Spitze von etwa 10000 Mann Infanterie und 1100 Pferden. Dazu kamen das Artillerie- und das Genie-Corps, letzteres bis dahin nur aus Sappeurs mit nicht wissenschaftlichen Officieren bestehend, und die voluntarios realistas, welche ihre Wohnsitze nicht verließen, nebst einigen kleinen Freicorps, die kaum 200 Mann stark waren.
Merino marschirte alsbald mit den Bataillonen von Castilien ab; ebenso kehrten Graf Negri und Don Basilio mit den Reitern des ersteren durch einen kühnen Zug nach Navarra zurück. Don Basilio’s 200 Mann traten zur Brigade von Tortosa über.
[65] Denn Cabrera herrschte in ihnen; nur die festen Städte gehorchten dem Feinde.