Die Belagerer leiden vom Regen.

Während diese Prophezeiungen von den Vertheidigern der Stadt eifrig wiederholt wurden, begannen schlimme Vorzeichen, die sich aber nicht auf barbarische Orakel, sondern auf gewichtige militärische Gründe stützten, Wilhelm und seine erfahrensten Offiziere zu beunruhigen. Der von Sarsfield geführte Schlag hatte empfindlich getroffen; die Artillerie hatte nur langsam gewirkt und nichts Vollkommenes erreicht; der Pulvervorrath war zusammengeschmolzen und die Herbstregen stellten sich ein. Die in den Laufgräben arbeitenden Soldaten standen bis an die Knie im Schlamme. Keine Vorsichtsmaßregel wurde verabsäumt; aber obgleich Kanäle zur Ableitung des Wassers gegraben wurden und Kessel voll Usquebaugh und Brandy die ganze Nacht in den Zelten über Feuer standen, waren doch schon Fieberfälle vorgekommen und man hatte allen Grund zu befürchten, daß, wenn die Armee nur noch einige Tage auf diesem sumpfigen Boten zubrachte, eine verheerendere Seuche ausbrechen würde als die, welche ein Jahr früher unter den Mauern von Dundalk gewüthet hatte.[79] Es wurde ein Kriegsrath gehalten. Man beschloß eine große Anstrengung zu machen und, falls diese Anstrengung nicht gelang, die Belagerung aufzuheben.