Verhaftung Preston’s und seiner Begleiter.

Mitten in der Nacht, der letzten Nacht des Jahres 1690, begaben sich Preston, Ashton und Elliot unweit des Tower an Bord ihrer Schmacke. Sie waren in großer Angst, daß sie entweder von einer vor Woolwich liegenden Fregatte oder von der beim Blockhause von Gravesend postirten Wache angehalten und durchsucht werden möchten; als sie aber die Fregatte und das Blockhaus hinter sich hatten, ohne angerufen worden zu sein, faßten sie wieder Muth; sie bekamen starken Appetit, packten einen mit Roastbeef, Fleischpasteten und Weinflaschen wohlgefüllten Korb aus und hatten sich eben zur Sylvestermahlzeit niedergesetzt, als ihnen gemeldet wurde, daß ein von Tilbury her kommendes Schiff sie verfolge. Sie hatten kaum Zeit gehabt, sich in einer dunklen Höhlung unter dem Kies, den ihr Schiff als Ballast mit sich führte, zu verbergen, als die Jagd schon vorüber war und Billop an der Spitze eines Militärpikets an Bord kam. Die Luken wurden geöffnet, die Verschwörer festgenommen und ihre Kleider genau untersucht. Preston hatte in der Bestürzung sein Amtssiegel und das ihm anvertraute Packet auf den Kies fallen lassen. Das Siegel wurde da gefunden wohin es gefallen war. Ashton, der die Wichtigkeit der Papiere kannte, hob sie auf und versuchte sie zu verbergen; aber sie wurden bald auf seiner Brust entdeckt.

Die Gefangenen versuchten nun, Billop für sich zu gewinnen und zu bestechen. Sie ließen Wein bringen, stießen mit ihm an, lobten sein cavaliermäßiges Benehmen und versicherten ihm, daß, wenn er sie begleiten oder ihnen nur gestatten wolle, eine kleine Papierrolle über Bord in die Themse zu werfen, sein Glück gemacht sei. Die politische Fluth, sagten sie, sei im Fallen begriffen, die Dinge könnten nicht so fortgehen wie bisher und es stehe in der Macht des Kapitains so hoch zu steigen und so reich zu werden als er es nur wünschen könne. Billop aber blieb, obwohl sehr artig, unbeugsam. Die Verschwörer begannen nun einzusehen, daß ihre Hälse in großer Gefahr schwebten. Der Drang der Noth brachte den wahren Character aller Drei, der unter anderen Umständen vielleicht für immer unbekannt geblieben wäre, ans Tageslicht. Preston hatte jederzeit für einen muthigen und tapferen Cavalier gegolten; aber die nahe Aussicht auf Kerker und Galgen raubte ihm alle Energie; Elliot tobte und lästerte, schwur hoch und theuer, daß, wenn er je wieder frei würde, er sich rächen wolle, und rief unter entsetzlichen Flüchen den Donner des Himmels an, daß er die Yacht treffen, und die Londonbrücke, daß sie einstürzen und das Fahrzeug zerschmettern möge. Ashton allein benahm sich wie ein Mann.

Spät am Abend erreichte die Yacht die Treppe von Whitehall, und die Gefangenen wurden unter starker Bedeckung in das Staatssekretariat gebracht. Nottingham und Caermarthen untersuchten noch diese Nacht die auf Ashton’s Brust gefundenen Papiere und Caermarthen händigte dieselben am folgenden Morgen dem Könige ein.

Bald war es in ganz London bekannt, daß ein Complot entdeckt, daß die Boten, welche Jakob’s Anhänger abgesandt, um den Beistand einer Invasionsarmee von Frankreich zu erbitten, durch die Agenten des wachsamen und energischen Lordpräsidenten verhaftet worden seien und daß die Regierung schriftliche Beweise in Händen habe, die das Leben einiger hochgestellten Männer in Gefahr bringen könnten. Die Jakobiten waren in Todesangst; das Geschrei der Whigs gegen Caermarthen verstummte plötzlich und die Session endete in vollkommener Eintracht. Am 5. Januar dankte der König den beiden Häusern für ihre Unterstützung und versicherte ihnen, daß er kein verfallenes Eigenthum in Irland anderweitig vergeben werde, bis sie wieder zusammentreten würden. Er spielte auf das so eben entdeckte Complot an und sprach die Hoffnung aus, daß die Freunde England’s in einem solchen Augenblicke nicht minder thätig und nicht minder eng verbunden sein würden als seine Feinde. Dann bedeutete er ihnen, daß es sein Wunsch sei, das Parlament zu vertagen. Am folgenden Tage reiste er, von einem glänzenden Gefolge von Edelleuten begleitet, zum Congresse im Haag ab.[138]

[Fußnoten.]

[1] London Gazette, June 19. 1690; History of the Wars in Ireland by an Officer in the Royal Army 1690; Villare Hibernicum, 1690; Story’s Impartial History, 1691; Historical Collections relating to the town of Belfast, 1817. Dieses Werk enthält interessante Auszüge aus Handschriften des 17. Jahrhunderts. Im Britischen Museum befindet sich ein Plan von Belfast vom Jahre 1685, der so genau ist, daß man die Häuser zählen kann.

[2] Lauzun an Louvois, 16. (26.) Juni. Der Bote welcher Lauzun die Nachricht brachte, hatte die Kanonenschüsse gehört und die Freudenfeuer gesehen. History of the Wars in Ireland, by an Officer of the Royal Army, 1690; Life of James II. 392. Orig. Mem.; Burnet II. 47. Burnet irrt sich gewaltig, indem er sagt, Wilhelm sei bereits sechs Tage in Irland gewesen, ehe Jakob seine Ankunft erfahren habe.

[3] A True and Perfect Journal of the Affairs of Ireland by a Person of Quality, 1690; King III. 18. Luttrell’s Proklamation findet man im Anhange zu King.

[4] Villare Hibernicum, 1690.

[5] Der Befehl an den Zolleinnehmer findet sich in Dr. Reid’s History of the Presbyterian Church in Ireland.

[6] „La gayeté peinte sur son visage,” sagt Dumont, der ihn in Belfast sah, „nous fit tous espérer pour les heureux succès de la campagne.”

[7] Story’s Impartial Account; MS. Journal of Colonel Bellingham; The Royal Diary.

[8] Story’s Impartial Account.

[9] Lauzun an Louvois, 23. Juni (3. Juli) 1690; Life of James, II. 393. Orig. Mem.

[10] Story’s Impartial Account; Dumont MS.

[11] Viele interessante Mittheilungen über das Schlachtfeld und dessen Umgebung findet man in Mr. Wilde’s trefflichem Werke, betitelt: The Beauties of the Boyne and Blackwater.

[12] Memorandum von der Hand Alexander’s, Earl von Marchmont. Die Quelle seiner Mittheilungen war Lord Selkirk, der in Wilhelm’s Armee diente.

[13] Jakob sagt (Life of James II. 393. Orig. Mem.) daß die ganze Gegend keine bessere Stellung dargeboten habe. King erzählte in einer Danksagungsrede, die er nach Beendigung des Feldzugs in Dublin hielt, seinen Zuhörern, daß „der Vortheil der Position der Irländer sich nach der Ansicht aller Sachkundigen, zu der der Engländer wie Drei zu Eins verhalten habe.” Siehe King’s Danksagungsrede, gehalten am 16. Nov. 1690 vor den Lords Justices. Dies ist ohne Zweifel eine absurde Uebertreibung. Aber Herr de la Hoguette, einer der vornehmsten französischen Offiziere, welche der Schlacht am Boyne beiwohnten, berichtete an Louvois, daß die irische Armee eine gute Defensivstellung einnehme. — Brief von La Hoguette aus Limerick vom 31. Juli (10. Aug.) 1690.

[14] Narcissus Luttrell’s Diary, March 1690.

[15] Siehe die Historical Records von den Regimentern der britischen Armee, und Story’s Liste der Armee Wilhelm’s, wie sie acht Tage vor der Schlacht bei Finglas die Revue passirte.

[16] Siehe seine Gedächtnißpredigt, gehalten am 24. Juni 1690 in der Kirche von Saint Mary Aldermary.

[17] Story’s Impartial History; History of the Wars in Ireland by an Officer of the Royal Army; Hop an die Generalstaaten, 30. Juni (10. Juli) 1690.

[18] London Gazette, July 7. 1690; Story’s Impartial History; History of the Wars in Ireland by an Officer of the Royal Army; Narcissus Luttrell’s Diary; Lord Marchmont’s Memorandum; Burnet II. 50, und Danksagungspredigt; Dumont Manuscript.

[19] La Hoguette an Louvois, 31. Juli (10. Aug.) 1690.

[20] Daß ich der irischen Infanterie nicht unrecht thue, ergiebt sich aus den Berichten, welche die bei der Armee Jakob’s am Boyne stehenden französischen Offiziere an ihre Regierung und an ihre Familien einsandten. La Hoguette sagt in einem am 4. (14.) Juli eilig geschriebenen Briefe an Louvois: „Je vous diray seulement, Monseigneur, que nous n’avons pas esté battus, mais que les ennemys ont chaussés devant eux les troupes Irlandoises comme des moutons, sans avoir essayé un seul coup de mousquet.”

In einem mehrere Wochen später aus Limerick geschriebenen ausführlicheren Briefe sagt er: „J’en meurs de honte.” Er giebt zu, daß es im glücklichsten Falle nicht leicht gewesen sein würde, die Schlacht zu gewinnen. „Mais il est vray aussi,” setzt er hinzu, „que les Irlandois ne firent pas la moindre resistance, et plièrent sans tirer un seul coup.” Zurlauben, Oberst eines der schönsten Regimenter in französischen Diensten, schrieb in gleichem Sinne, ließ aber dem Muthe der irischen Reiterei Gerechtigkeit widerfahren, welche La Hoguette gar nicht erwähnt.

Im französischen Kriegsministerium befindet sich ein Brief, den Boisseleau, der Zweite im Commando nach Lauzun, nach der Schlacht hastig an seine Gattin schrieb. Er sagt: „Je me porte bien, ma chère feme. Ne t’inquieste pas de moy. Nos Irlandois n’ont rien fait qui vaille. Ils ont tous laché le pié.”

Desgrigny, der unterm 10. (20.) Juli schrieb, giebt mehrere Gründe für die Niederlage an. „La première et la plus forte est la fuite des Irlandois qui sont en vérité des gens sur lesquels il ne faut pas compter du tout.” In dem nämlichen Briefe schreibt er: „Il n’est pas naturel de croire qu’une armée de vingt cinq mille hommes qui paroissoit de la meilleure vollonté du monde, et qui à la veue des ennemis faisoit des cris de joye, dût être entièrement défaite sans avoir tiré l’épée et un seul coup de mousquet. Il y a eu tel regiment tout entier qui a laissé ses habits, ses armes, et ses drapeaux sur le champ de bataille, et a gagné les montagnes avec ses officiers.”

Ich habe mich vergebens nach der Depesche umgesehen, in welcher Lauzun einen ausführlichen Rapport über die Schlacht an Louvois erstattet haben muß.

[21] Lauzun schrieb unterm 16. (26.) Juli 1690 an Seignelay: „Richard Amilton a été fait prisonnier, faisant fort bien son devoir.”

[22] Meine Hauptmaterialien für die Geschichte dieser Schlacht sind Story’s Impartial Account und Fortsetzung dazu; History of the War in Ireland by an Officer of the Royal Army; die Depeschen im französischen Kriegsministerium; Life of James, Orig. Mem.; Burnet II. 50. 60; Narcissus Luttrell’s Diary; die London Gazette vom 10. Juli 1690; die Depeschen Hop’s und Baden’s; eine Erzählung, wahrscheinlich von Portland, welche Wilhelm den Generalstaaten übersandte; Portland’s Privatbrief an Melville; Capitain Richardson’s Erzählung und Plan der Schlacht; das Dumont- und das Bellingham-Manuscript. Auch habe ich einen Bericht von der Schlacht in einem Tagebuche gelesen, das in schlechtem Latein und in kaum zu entziffernder Schrift von einem Offizier der geschlagenen Armee abgefaßt war, der ein verdorbener Schulmeister gewesen zu sein scheint. Dieses Tagebuch wurde mir von Mr. Walker, dem es gehört, freundlichst geliehen. Der Verfasser erzählt das Mißgeschick seines Vaterlandes in einem Style von dem eine kleine Probe genügen mag. „1. Juli 1690. O diem illum infandum, cum inimici potiti sunt pass apud Oldbridge et nos circumdederunt et fregerunt prope Plottin. Hinc omnes fugimus Dublin versus. Ego mecum tuli Cap Moore et Georgium Ogle, et venimus hac nocte Dub.”

[23] Siehe Pepys’s Diary, June 4. 1664. „Er erzählt mir vor Allem vom Herzoge von York, daß er inmitten eines verzweifelten Unternehmens mehr er selbst und urtheilsfähiger ist als zu andern Zeiten.” Clarendon sagt zu wiederholten Malen das Nämliche. Swift schrieb an den Rand seines Exemplars von Clarendon an einer Stelle: „Wie alt war er (Jakob) als er ein Papist und ein Feigling wurde?” An einer andren: „Er erwies sich als ein feiger papistischer König.”

[24] Der Pater Orléans erwähnt, daß Sarsfield Jakob begleitete. Die Schlacht am Boyne war kaum geschlagen, als sie auch schon den Stoff zu einem Drama hergeben mußte, betitelt: The Royal Flight, or the Conquest of Ireland, a Farce, 1690. Etwas Erbärmlicheres ist nie geschrieben worden. Es verdient aber bemerkt zu werden, daß, obgleich die Irländer allgemein als Feiglinge dargestellt werden, in diesem elenden Stücke zu Gunsten Sarsfield’s eine Ausnahme gemacht ist. „Dieser Bursche,” sagt Jakob für sich, „wird mich am Ende wider meinen Willen noch tapfer machen.” — „Fluch meinem Unsterne,” sagt Sarsfield nach der Schlacht, „daß ich detachirt werden mußte! Ich würde den Händen der ketzerischen Fortuna den Sieg noch entrissen haben.”

[25] Sowohl La Hoguette als auch Zurlauben berichteten ihrer Regierung, daß es nothwendig gewesen sei, auf die irischen Ausreißer zu feuern, da sie sonst die französischen Reihen in Verwirrung gebracht haben würden.

[26] Baden an Van Citters, 8. (18.) Juli 1690.

[27] New and Perfect Journal, 1690; Narcissus Luttrell’s Diary.

[28] Story; London Gazette vom 10. Juli 1690.

[29] True and Perfect Journal; Villare Hibernicum; Story’s Impartial History.

[30] Story; True and Perfect Journal; London Gazette vom 10. Juli 1690; Burnet II. 51; Leslie’s Answer to King.

[31] Life of James II. 404. Orig. Mem.; Monthly Mercury, August 1690.

[32] True and Perfect Journal; London Gazette, July 10. 14. 1690; Narcissus Luttrell’s Diary. In dem Life of James Bonnell, Accountant General of Ireland, 1703, kommt eine interessante religiöse Betrachtung vor, aus der ich eine kurze Stelle anführen will. „Wir sahen, wie die Protestanten an dem großen Tage unsrer Revolution, Donnerstag den 3. Juli, einem Tage, dessen wir uns ewig mit der größten Dankbarkeit erinnern werden, einander beglückwünschten und umarmten, wenn sie sich begegneten, wie Leute, die vom Tode erstanden waren, wie Brüder und Schwestern, die nach langer Trennung wieder vereinigt werden und von Haus zu Haus gehen, um sich über Gottes große Gnade zu freuen und einander zu fragen, wie sie die vergangenen Tage der Noth und des Schreckens verlebt, welche Befürchtungen sie gehabt, welche Angst und Gefahren sie bestanden; Die, welche im Gefängniß gesessen, wie sie ihre Freiheit wiedererlangt hatten, wie sie behandelt worden waren und was sie dann und wann von dem Stande der Dinge gedacht hatten.”

[33] London Gazette, July 14. 1690; Story; True and Perfect Journal; Dumont-Manuscript. Dumont ist der Einzige, der die Krone erwähnt. Da er anwesend war, konnte er sich nicht irren. Es war wahrscheinlich die Krone, welche Jakob zu tragen pflegte, wenn er auf dem Throne in King’s Inns erschien.

[34] Monthly Mercury, August 1690; Burnet, II. 50; Dangeau, 2. August 1690, und Saint Simon’s Note; The Follies of France, or a true Relation of the extravagant Rejoicings etc. datirt Paris, 8. Aug. 1690.

[35] „Me tiene,” sagt der Marquis von Cogolludo, spanischer Minister in Rom, über diese Nachricht, „en sumo cuidado y desconsuelo, pues esta seria la ultima ruina de la causa comun.” Cogolludo an Ronquillo, Rom, 2. Aug. 1690.

[36] Original Letters, published by Sir Henry Ellis.

[37] „Del sucesso de Irlanda doy a v. Exca la enorabuena, y le aseguro no ha bastado casi la gente que tengo en la Secretaria para repartir copias dello, pues le he enbiado a todo el lugar, y la primera el Papa.” Cogolludo an Ronquillo, Nachschrift zu dem Briefe vom 2. August. Cogolludo bedient sich natürlich des neuen Styls. Daher hatte die Nachricht von der Schlacht drei Wochen Zeit gebraucht, ehe sie nach Rom gelangte.

[38] Evelyn nennt es (25. Febr. 1689/90) „eine reizende Villa.”

[39] Marie an Wilhelm, 5. Juli 1690.

[40] Marie an Wilhelm, 6. und 7. Juli 1690; Burnet II. 55.

[41] Baden an Van Citters, 8. (18.) Juli 1690.

[42] Siehe zwei Briefe, welche den Memoiren des Intendanten Foucault angehängt und in dem Werke des Herrn von Sirtema des Grovestins abgedruckt sind. Im französischen Kriegsministerium befindet sich ein Schreiben des Grafen von Bouridal aus Brest vom 11. (21.) Juli 1690, worin der Graf sagt: „Par la relation du combat que j’ay entendu faire au Roy d’Angleterre et à plusieurs de sa suite en particulier, il ne me paroit pas qu’il soit bien informé de tout ce qui s’est passé dans cette action, et qu’il ne sçait que la déroute de ses troupes.”

[43] Jakob führte diese Sprache nicht bei dieser Gelegenheit allein. Aus einem der in der vorigen Anmerkung erwähnten Briefe geht hervor, daß er auf seiner Reise von Brest nach Paris Jedermann sagte, die Engländer erwarteten ihn mit Ungeduld. „Ce pauvre prince croit que ses sujets l’aiment encore.”

[44] Life of James, II. 411, 412. Burnet II. 57 und Dartmouth’s Note.

[45] Siehe die Artikel Galère und Galérien in der Encyclopédie, und die Abbildungen; A True Relation of the Cruelties and Barbarities of the French upon the English Prisoners of War, by R. Hutton, licensed June 27, 1690.

[46] Siehe die Sammlung von Denkmünzen Ludwig’s XIV.

[47] Diese Anekdote, mag sie wahr oder erdichtet sein, circulirte damals oder bald nachher. Im Jahre 1745 wurde sie als eine Geschichte erwähnt, die alte Leute in ihrer Jugend gehört. Im Gentleman’s Magazine des genannten Jahres wird sie aus einer periodischen Schrift citirt.

[48] London Gazette vom 7. Juli 1690.

[49] Narcissus Luttrell’s Diary.

[50] Ich gebe diese interessante Stelle in Van Citters’ eigenen Worten: „Door geheel het zyk alles te voet en te paarde in de wapenen op was; en’t gene een seer groote gerustheyt gaf was dat alle en een yder even seer tegen de Franse door de laatste voorgevallen bataille verbittert en geanimeert waren. Gelyk door de troupes, dewelke ik op de weg alomme gepasseert ben, niet anders heb konnen hooren als een eenparig en general geluydt van God bless King William en Queen Mary.” 25. Juli (4. Aug.) 1690.

[51] Ueber diese Expedition habe ich zu Rathe gezogen: Die Londoner Gazette vom 24., 28., 31. Juli und 4. Aug. 1690; Narcissus Luttrell’s Diary; Welwood’s Mercurius Reformatus vom 5. Sept.; die Gazette de Paris; einen Brief von Mr. Duke, einem Vicestatthalter von Devonshire, an Hampden vom 25. Juli; einen Brief von Mr. Fulford von Fulford an Lord Nottingham, vom 26. Juli; einen Brief vom nämlichen Datum von den Vicestatthaltern von Devonshire an den Earl von Bath; einen Brief vom nämlichen Datum von Lord Lansdowne an den Earl von Bath. Diese vier Briefe befinden sich unter den Handschriften der Royal Irish Academy. Auszüge aus der Fürbitte sind in Lyson’s Britannia enthalten. Dangeau schrieb unterm 16. Aug. eine Reihe extravaganter Unwahrheiten in sein Tagebuch. Tourville sollte die Miliz geschlagen, ihre Kanonen und Fahnen erobert, Kriegsfahrzeuge verbrannt, reich befrachtete Kauffahrteischiffe weggenommen haben und im Begriff stehen, Plymouth zu zerstören. Es ist dies ein hübsches Pröbchen von Dangeau’s englischen Nachrichten. Er beklagt sich aber auch, daß es kaum möglich sei, Zuverlässiges aus England zu erfahren.

[52] Widmung zu „Arthur.”

[53] Siehe die Berichte über Anderson’s Prozeß, 1693; den Postman vom 12. März 1695/96; die Flying Post vom 7. März 1700; Some Discourses upon Dr. Burnet and Dr. Tillotson, by Hickes, 1695. Der Anhang zu diesen Reden enthält einen interessanten Aufsatz über die Haussuchung in den Druckereien unter dem Censurgesetz.

[54] Dies war die gewöhnliche Phrase der Jakobiten. Ein whiggistischer Schriftsteller hatte im vorhergehenden Jahre sehr richtig gesagt: „Sie nennen albernerweise unsren David einen Blutmenschen, obgleich er bis diesen Augenblick noch nicht einen Tropfen vergossen hat.” — Mephibosheth and Ziba, licensed Aug. 30. 1689.

[55] „Gieb uns die öffentliche Verehrung Deines Namens, die ehrerbietige Darreichung Deiner Sacramente wieder. Stelle das frühere Regiment in Kirche und Staat wieder her, damit wir nicht länger ohne König, ohne Priester und ohne Gott in der Welt stehen.”

[56] A Form of Prayer and Humiliation for God’s Blessing upon His Majesty, and for Removing and Avorting of God’s Judgements from this Church and State, 1690.

[57] Anspielung auf das Schicksal der Gebrüder De Witt. — Der Uebers.

[58] Brief von Lloyd, Bischof von Norwich, an Sancroft in den Tanner’schen Handschriften.

[59] Narcissus Luttrell’s Diary.

[60] A Modest Inquiry into the Causes of the present Disasters in England, and who they are that brought the French into the English Channel described, 1690; Reflections upon a Form of Prayer lately set out for the Jacobites, 1690; A Midnight Touch at an Unlicensed Pamphlet, 1690. Die von den eidverweigernden Bischöfen veröffentlichte Schrift ist oft neugedruckt worden.

[61] Wilhelm an Heinsius, 4. (14.) Juli 1690.

[62] Story; London Gazette vom 4. Aug. 1690; Dumont-Manuscript.

[63] Story; Wilhelm an Heinsius, 31. Juli (10. Aug.) 1690; London Gazette vom 11. August.

[64] Marie an Wilhelm, 7. (17.) Aug., 22. Aug. (1. Sept.), 26. Aug. (5. Sept.) 1690.

[65] Macariae Excidium; Mac Geoghegan; Life of James, II. 420; London Gazette, Aug. 14. 1690.

[66] Die Ungeduld Lauzun’s und seiner Landsleute, aus Irland fortzukommen, wird in einem in den Memoiren Jakob’s, II. 421 angeführten Briefe vom 21. Oct. 1690 erwähnt. „Asimo,” sagt Oberst Kelley, der Verfasser des Macariae Excidium, „diuturnam absentiam tam aegre molesteque ferebat ut bellum in Cypro protrahi continuarique ipso ei auditu acerbissimum esset. Nec incredibile est ducum in illius exercitu nonnullos, potissimum qui patrii coeli dulcedinem impatientius suspirabant, sibi persuasisse desperatas Cypri res nulla humana ope defendi sustentarique posse.” Asimo ist Lauzun und Cyprus Irland.

[67] „Pauci illi ex Cilicibus aulicis, qui cum regina in Syria commorante, remanserant, ... non cessabant universam nationem foede traducere, et ingestis insuper convitiis lacerare, pavidos et malefidos proditores ac mortalium consceleratissimos publice appellando.” — Macariae Excidium. Die Cilicier sind die Engländer. Syrien ist Frankreich.

[68] „Tanta infamia tam operoso artificio et subtili commento in vulgus sparsa, tam constantibus de Cypriorum perfidia atque opprobrio rumoribus, totam, qua lata est, Syriam ita pervasit, ut mercatores Cyprii, ... propter inustum genti dedecus, intra domorum septa clausi nunquam prodire auderent; tanto eorum odio populus in universum exarserat.” — Macariae Excidium.

[69] Ich habe diese Behauptung in einer gleichzeitigen Flugschrift gelesen, deren Titel mir entfallen ist.

[70] Story; Dumont-Manuscript.

[71] Macariae Excidium. Boisseleau bemerkte die Ebbe und Fluth der Tapferkeit unter den Irländern. Ich habe bereits einen seiner Briefe an seine Gattin angeführt. Es ist nicht mehr als billig auch einen andren anzuführen. „Nos Irlandois n’avoient jamais vu le feu; et cela les a surpris. Presentement, ils sont si fâchés de n’avoir pas fait leur devoir que je suis bien persuadé qu’ils feront mieux pour l’avenir.”

[72] La Hoguette sagt in einem Briefe an Louvois, den er unterm 31. Juli (10. Aug.) 1690 aus Limerick schrieb, von Tyrconnel: „Il a d’ailleurs trop peu de connoissance des choses de notre metier. Il a perdu absolument la confiance des officiers du pays, surtout depuis le jour de notre déroute; et, en effet, Monseigneur, je me crois obligé de vous dire que dès le moment où les ennemis parurent sur le bord de la rivière le premier jour, et dans toute la journée du lendemain, il parut à tout le monde dans une si grande léthargie qu’il étoit incapable de prendre aucun parti, quelque chose qu’on lui proposât.”

[73] Desgrigny sagt von den Irländern: „Ils sont toujours prêts de nous égorger par l’antipathie qu’ils ont pour nous. C’est la nation du monde la plus brutale, et qui a le moins d’humanité.” 12. (22.) Aug. 1690.

[74] Story; Account of the Cities in Ireland that are still possessed by the Forces of King James, 1690. Im Britischen Museum befinden sich einige interessante alte Pläne von Limerick.

[75] Story; Dumont-Manuscript.

[76] Story; Jakob II. 416; Burnet II. 56; Dumont-Manuscript.

[77] Story; Dumont-Manuscript.

[78] Siehe die Abhandlung über die O’Donnel in Sir Wilhelm Betham’s Irish Antiquarian Researches. Es ist sonderbar, daß er Baldearg, dessen Erscheinen in Irland das außerordentlichste Ereigniß in der ganzen Geschichte des Volks ist, gar nicht erwähnt. Siehe auch Story’s Impartial History; Macariae Excidium und Mr. O’Callaghan’s Note; Life of James, II. 434; den Brief O’Donnel’s an Avaux und die Denkschrift: „Mémoire donnée par un homme du Comte O’Donnel à M. d’Avaux.”

[79] Der Leser wird sich der Erklärung des Corporals Trim von innerer Wärme und innerer Feuchtigkeit erinnern. Sterne ist in diesen Dingen eine nicht zu verachtende Autorität. Er verlebte seine Jugendjahre in den Kasernen, hörte beständig die Erzählungen alter Soldaten an, welche unter König Wilhelm gedient hatten, und benutzte ihre Geschichten mit wahrer Genialität.

[80] Story; Wilhelm an Waldeck, 22. Sept. 1690; London Gazette vom 4. Sept. Berwick behauptet daß, als die Belagerung aufgehoben wurde, seit vier Wochen kein Tropfen Regen gefallen sei, daß es auch die darauffolgenden drei Wochen nicht geregnet habe und daß Wilhelm das schlechte Wetter nur vorgeschützt habe, um die Schande seiner Niederlage zu verdecken. Story, der mit an Ort und Stelle war, sagt: „Der ganze Himmel war mit Wolken umzogen und es regnete sehr stark, so daß Jedermann wegen der Folgen besorgt zu werden begann;” dann wieder: „Der bisher gefallene Regen hatte die Straßen durchweicht ... Das war einer der Hauptgründe für die Aufhebung der Belagerung, denn hätten wir dies nicht gethan und das Wetter wäre schlecht geblieben, so hätten wir entweder die Stadt nehmen oder unsere Kanonen im Stich lassen müssen.” Dumont, ebenfalls ein Augenzeuge, sagt, daß es vor der Aufhebung der Belagerung äußerst heftig geregnet habe, daß der Shannon angeschwollen, die Erde durchweicht gewesen sei und daß die Pferde keinen festen Grund mehr gehabt hätten.

[81] London Gazette vom 11. Sept. 1690; Narcissus Luttrell’s Diary. Ich habe eine damals erschienene Abbildung von Coventgarden mit der Scene dieser Nacht gesehen.

[82] Van Citters an die Generalstaaten, 19. (29.) März 1689.

[83] Ueber Marlborough’s Expedition siehe Story’s Impartial History; Life of James II. 419, 420; London Gazette vom 6., 13., 16., 27., 30. Oct. 1690; Monthly Mercury, Nov. 1690; History of King William, 1702; Burnet II. 60; The Life of Joseph Pike, a Quaker of Cork.

[84] Balcarras; Annandale’s Bekenntniß in den Leven and Melville Papers; Burnet II. 35. Ueber Payne siehe die Second Modest Inquiry into the Cause of the present Disasters, 1690.

[85] Balcarras; Mackay’s Memoirs; History of the late Revolution in Scotland, 1690; Livingstone’s Rapport vom 1. Mai; London Gazette vom 12. Mai 1690.

[86] History of the late Revolution in Scotland, 1690.

[87] Mackay’s Memoiren und Briefe an Hamilton vom 20. und 24. Juni 1690; Oberst Hill an Melville von 10. und 26. Juli; London Gazette vom 17. und 21. Juli. In Bezug auf Inverlochy siehe unter den Culloden Papers einen damals von dem Vater des Präsidenten Forbes entworfenen Plan zur Aufrechthaltung der Ruhe in den Hochlanden.

[88] Balcarras.

[89] Siehe die Instructionen des Lord Obercommissars in den Leven and Melville Papers.

[90] Balcarras.

[91] Act. Parl. June 7. 1690.

[92] Balcarras.

[93] Faithful Contendings Displayed; Case of the present Afflicted Episcopal Clergy in Scotland, 1690.

[94] Act. Parl. April 25. 1690.

[95] Siehe die Humble Address of the Presbyterian Ministers and Professors of the Church of Scotland to His Grace His Majesty’s High Commissioner and to the Right Honourable the Estates of Parliament.

[96] Siehe den Account of the late Establishment of Presbyterian Government by the Parliament of Scotland, Anno 1690. Diese Darstellung ist im bischöflichen Sinne geschrieben. Act. Parl. May 26. 1690.

[97] Act. Parl. June 7. 1690.

[98] An Historical Relation of the late Presbyterian General Assembly in a Letter from a Person in Edinburgh to his Friend in London. London, licensed April 20. 1691.

[99] Account of the late Establishment of the Presbyterian Government by the Parliament of Scotland, 1690.

[100] Act. Parl. July 7, 1690.

[101] Act. Parl. July 19. 1690; Lockhart an Melville, 29. April 1690.

[102] Balcarras; Annandale’s Bekenntniß in den Leven and Melville Papers.

[103] Balcarras; Anmerkungen zu Roß’ Bekenntniß in den Leven and Melville Papers.

[104] Balcarras; Mariens Erzählung ihrer Unterredung mit Montgomery, gedruckt in den Leven and Melville Papers.

[105] Vergleiche Balcarras mit Burnet II. 62. Das Pamphlet: Great Britain’s Just Complaint ist eine gute Probe von Montgomery’s Schreibweise.

[106] Balcarras; Annandale’s Bekenntniß.

[107] Burnet II. 62; Lockhart an Melville, 30. Aug. 1690, und Crawford an Melville, 11. Dec. 1690 in den Leven and Melville Papers; Neville Payne’s Brief vom 3. Dec. 1692, gedruckt 1693.

[108] Historical Relation of the late Presbyterian General Assembly, 1691; The Presbyterian Inquisition as it was lately practised against the Professors of the College of Edinburgh, 1691.

[109] Eine der interessantesten unter den vielen interessanten Schriften, welche von den Covenanters der damaligen Generation veröffentlicht wurden, ist betitelt: Nathaniel, or the Dying Testimony of John Matthieson in Closeburn. Matthieson starb erst 1709, sein Testimony aber wurde einige Jahre früher geschrieben, als er dem Tode entgegensah. „Und jetzt,” sagt er, „will ich, als ein Sterbender, Euch, die Ihr nach mir leben sollt, mit wenigen Worten meine Gedanken über die jetzigen Zeiten sagen. Als ich sah, oder vielmehr hörte, daß der Prinz und die Prinzessin von Oranien auf den Thron erhoben worden, daß er aber allen Mördern der Heiligen verziehen, daß er alle die blutigen Bestien, Soldaten und Andere, alle jene Beamten ihres Staates und Heeres und alle die blutigen Rathgeber, bürgerliche und geistliche, wieder aufgenommen und daß er jenen Sohn Belial’s, seinen Schwiegervater, der nach allen göttlichen und menschlichen Gesetzen hätte sterben sollen, habe entkommen lassen, da wußte ich, daß er die Sache und das Werk Gottes nicht fördern werde.”

[110] Siehe das Dying Testimony of Mr. Robert Smith, Student of Divinity, who lived in Douglas Town, in the Shire of Clydesdale, who died about two o’clock in the Sabbath morning, Dec. 13. 1724, aged 58 years, und das Dying Testimony of William Wilson, sometime Schoolmaster of Park in the Parish of Douglas, aged 68, who died May 7. 1757.

[111] Siehe das in der vorigen Anmerkung erwähnte Dying Testimony of William Wilson. Es muß bemerkt werden, daß die Theologen des Vereinigten Presbyteriums bezüglich des Hexenwesens ebenso verkehrte Ansichten hatten wie dieser geistesschwache Pfarrer. Siehe ihre Act, Declaration and Testimony, published in 1773 by Adam Gib.

[112] Im Jahre 1791 schrieb Thomas Henderson von Paisley zur Vertheidigung einiger Separatisten, die sich die reformirten Presbyterianer nannten, gegen einen Schriftsteller, der sie beschuldigt hatte, daß sie „den gegenwärtigen vortrefflichen Souverain nicht als den rechtmäßigen König von Großbritannien anerkennen wollten.” „Die reformirten Presbyterianer und ihre Freunde sind gerade nicht gewohnt, den Fürsten schmeichelhafte Titel zu geben” ... „Sie empfinden jedoch keinen Haß gegen die Person des jetzigen Gewalthabers noch gegen irgend eine der guten Eigenschaften, die er besitzt. Sie wünschen aufrichtig, daß er sich durch andere Dinge als durch den bloßen äußeren Königstitel auszeichne, daß er mit dem Ebenbilde Christi geschmückt sei etc. etc. etc.” „Aber als rechtmäßigen König über diese unter dem Covenant stehenden Lande können sie weder ihn noch irgend Einen von bischöflicher Glaubensrichtung unter keinen Umständen anerkennen.”

[113] Ein Fanatiker, Namens Georg Calderwood, beschuldigt in seiner Vorrede zu einer im Jahre 1806 erschienenen Collection of Dying Testimonies selbst die reformirten Presbyterianer verwerflicher Nachgiebigkeit. „Was die reformirten Presbyterianer betrifft,” sagt er, „so haben sie, obgleich sie das Märtyrerzeugniß vollständig anzuerkennen behaupten, jetzt so viele neue Unterscheidungen angenommen und die alten aufgegeben, daß sie dadurch klar bewiesen haben, daß sie jetzt weder das Märtyrerzeugniß, noch selbst das, welches diese Presbyterianer anfangs adoptirt hatten, aufrechterhalten. Als die reformirten Presbyterianer noch in der Kindheit waren und einigen Anschein von Aufrichtigkeit und Gläubigkeit zeigten, wurden sie von allen anderen Parteien deshalb getadelt, daß sie Unterscheidungen aufstellten, die kein Mensch rechtfertigen könne, das heißt Diejenigen nicht in ihre Gemeinschaft aufnehmen wollten, welche die Landsteuer bezahlten oder sich schriftlich dazu verpflichteten; jetzt aber können sie in ihre Gemeinschaften sowohl Vorgesetzte als auch Mitglieder aufnehmen, welche freiwillig alle Steuern bezahlen und Steuercontracte unterschreiben ...” „Wir verweisen nur auf die Bücher der Regierung, wie viele ihrer Mitglieder seit dem Beginn des französischen Kriegs Vertrauensstellen angenommen haben, um jeden Augenblick dem Rufe der Regierung zu folgen, wie z.B. als Waffenträger, als Viehtreiber, zum Wegesperren etc., und was ist ihre ganze Handelsfreiheit zu Wasser und zu Lande Andres als ein Dienen unter einer Regierung?”

[114] Der König an Melville, 22. Mai 1690 in den Leven and Melville Papers.

[115] Account of the Establishment of Presbyterian Government.

[116] Carmichael’s gute Eigenschaften werden von den Episkopalen vollkommen anerkannt. Siehe die Historical Relation of the late Presbyterian General Assembly and the Presbyterian Inquisition.

[117] Siehe in den Leven and Melville Papers die Briefe, welche Melville damals aus London an Crawford, Rule, Williamson und andere heftige Presbyterianer schrieb. Er sagt: „Die vertriebenen und zu uns herübergekommenen Geistlichen beschweren sich laut, und Viele hier ermuthigen sie dazu und freuen sich darüber. Es bedarf jetzt der größtmöglichen Besonnenheit und Mäßigung, wenn wir uns nicht der Gefahr eines allgemeinen Umsturzes aussetzen wollen; nehmen Sie dies in vollem Ernste und nicht als bloße Hirngespinnste und leere Befürchtungen.”

[118] Principal Acts of the General Assembly of the Church of Scotland held in and begun at Edinburgh the 16the day of October 1690, Edinburgh, 1691.

[119] Monthly Mercury; London Gazette vom 3. und 6. Nov. 1690.

[120] Van Citters an die Generalstaaten, 3. (13.) Oct. 1690.

[121] Lords’ Journals, Oct. 6. 1690; Commons’ Journals, Oct. 8.

[122] Ich weiß nicht, ob dieses Libell je gedruckt worden ist. Ich habe es nur in zwei gleichzeitigen Handschriften gesehen. Es ist betitelt: The Opening of the Session, 1690.

[123] Commons’ Journals, Oct. 9. 10. 13. 14. 1690.

[124] Commons’ Journals vom December 1690, namentlich vom 26.; Stat. 2 W. & M. sess. 2. c. 11.

[125] Stat. 2 W. & M. sess. 2. c. 1, 3, 4.

[126] Burnet II. 67. Siehe die Protokolle beider Häuser, besonders die der Gemeinen vom 19. Dec. und die der Lords vom 30. Dec. und 1. Januar. Die Bill selbst findet man in den Archiven des Hauses der Lords.

[127] Lords’ Journals, Oct. 30. 1690. Die Zahlen sind in den Protokollen der Lords niemals angegeben. Daß die Majorität nur zwei Stimmen betrug, wird von Ralph versichert, der vermuthlich eine Quelle hatte, die ich nicht habe ausfindig machen können.

[128] Van Citters an die Generalstaaten, 14. (24.) Nov, 1690. Rede des Earl von Torrington vor dem Hause der Gemeinen, 1710.

[129] Burnet II. 67, 68.; Van Citters an die Generalstaaten, 20. Nov. (1. Dec.), 9. (19.), 12. (22.), 16. (26.) Dec. 1690; An impartial Account of some remarkable Passages in the Life of Arthur, Earl of Torrington, together with some modest Remarks on the Trial and Acquitment, 1691; Reasons for the Trial of the Earl of Torrington by Impeachment, 1690; The Parable of the Bearbaiting, 1690; The Earl of Torrington’s Speech to the House of Commons, 1710. Daß Torrington von den Peers kalt aufgenommen wurde, ersah ich aus einem Artikel in den Noticias Ordinarias vom 6. Februar 1691, Madrid.

[130] In einem whiggistischen Spottgedicht von diesem Jahre kommen die Strophen vor:

„Wir glaubten David folgte Saul,
Als Wilhelm stieg nach Jakob’s Falle;
Doch König Thomas lenkt sie Alle.”

In einem andren heißt es:

„Als Karl den Thron schien einzunehmen,
Mußt England über den Tyrannen Tom sich grämen.”

Ein drittes sagt:

„Der Tom aus Yorkshire ward ein großer Mann
Wie und warum Euch Niemand sagen kann;
Falsch wie er gegen seinen Herrn und König war,
Wird er auch gegen euch sein immerdar.”

[131] Ein whiggistischer Dichter vergleicht die beiden Marquis, wie sie oft genannt wurden und giebt Georg den Vorzug vor Thomas:

„Muß es durchaus ein Marquis sein
So nehmt ’nen bessern an,
Der, wenn du fehlst, uns kann erfreun
und ist ein weis’rer Mann.”

[132] „Ein hagrer Geist den König in seinen Klauen hält.”

[133]

„Sein blaues Band schlingt ihm um Hals und Ohr
Und zieht ihn an den Galgen hoch empor;
Und für Mylady einen Karren bringt herbei
Deß Zugthier ihr Herr Sohn und Erbe sei.”

[134] Ueber die Pläne der Whigs gegen Caermarthen sehe man Burnet II. 68, 69, und einen sehr bedeutsamen Protest in den Protokollen der Lords vom 30. October 1690. Ueber das Verhältniß zwischen Caermarthen und Godolphin siehe Godolphin’s Brief an Wilhelm vom 20. März 1691 bei Dalrymple.

[135] Mein Bericht über diese Verschwörung ist hauptsächlich den mündlichen und schriftlichen Aussagen entlehnt, welche bei dem Prozesse der Verschwörer vorgebracht wurden. Siehe auch Burnet II. 69, 70, und Life of James, II. 441. Narcissus Luttrell bemerkt, daß zu den Berathungen der Verschwörer kein Katholik zugelassen worden sei.

[136] Die Aechtheit dieser Briefe wurde einmal aus sehr unhaltbaren Gründen bestritten. Der Brief von Turner an Sancroft aber, der sich unter den Tannerschen Papieren in der Bodlejanischen Bibliothek befindet und den man in The Life of Ken, by a Layman nachlesen kann, muß auch den Ungläubigsten überzeugen.

[137] Die Worte sind: „Die Modest Inquiry — Des Bischofs Antwort — Nicht ihr Erkalten — Nur um Freunde zufriedenzustellen.” Die Modest Inquiry war das Pamphlet, das vom Dewitten sprach.

[138] Lord’s and Commons’ Journals, Jan. 5. 1690/91; London Gazette, Jan. 8.

Stereotypie und Druck von Philipp Reclam jun. in Leipzig.