Militärische Operationen in den Niederlanden.
Im Ganzen genommen waren die britischen Inseln seit zehn Jahren nie so frei von inneren Unruhen gewesen als in dem Augenblicke wo Wilhelm, Ende April 1697, nach dem Continent aufbrach. Der Krieg in den Niederlanden wurde ein wenig, aber auch nur ein wenig lebhafter betrieben als im vorhergehenden Jahre. Die französischen Generäle eröffneten den Feldzug mit der Einnahme der kleinen Stadt Aeth. Hierauf faßten sie eine bei Weitem wichtigere Eroberung ins Auge. Sie machten einen plötzlichen Angriff auf Brüssel, und ohne Wilhelm’s Umsicht würde ihr Vorhaben wahrscheinlich gelungen sein. Er campirte auf einer Stelle in unmittelbarer Nähe des Löwen von Waterloo, als er spät Abends die Nachricht erhielt, daß die Hauptstadt der Niederlande in Gefahr sei. Er setzte unverzüglich seine Truppen in Bewegung, marschirte die ganze Nacht und nachdem er die Ebene, welche hundertachtzehn Jahre später eine schreckliche Berühmtheit erlangen sollte, sowie die langen Defilés des Waldes von Soignies passirt hatte, erschien er am Morgen auf dem Punkte, von wo aus Brüssel zwei Jahre früher bombardirt worden war und aufs Neue bombardirt worden sein würde, wenn er nur drei Stunden später angekommen wäre. Hier umgab er sich mit Verschanzungen, welche der Feind nicht anzugreifen wagte. Dies war das wichtigste militärische Ereigniß, das während dieses Sommers in den Niederlanden stattfand. Man war in beiden Lagern nicht geneigt, am Vorabend eines allgemeinen Friedensschlusses viel aufs Spiel zu setzen.