Schrecken der Jakobiten.

Der Schrecken unter den Jakobiten war groß. Einige von Denen, welche auf Ludwig’s Festigkeit hoch gewettet hatten, ergriffen die Flucht. Ein unglücklicher Zelot des göttlichen Rechts ertränkte sich. Doch bald faßte die Partei wieder Muth. Der Tractat war zwar unterzeichnet, aber ratificirt wurde er gewiß nie. In Kurzem kam die Ratification, der Friede wurde feierlich durch die Herolde proklamirt und auch die hartnäckigsten Eidverweigerer begannen zu verzweifeln. Einige Geistliche, welche Jakob acht Jahre lang treu geblieben waren, leisteten jetzt Wilhelm den Huldigungseid. Wahrscheinlich waren es Männer, welche, wie Sherlock, der Ansicht waren, daß eine feststehende, wenn auch in ihrem Ursprunge illegitime Regierung Anspruch auf den Gehorsam von Christen habe, die aber geglaubt hatten, daß die Regierung Wilhelm’s nicht wirklich feststehend genannt werden könne, so lange die größte europäische Macht sich nicht nur weigerte, sie anzuerkennen, sondern sogar ihren Rivalen kräftig unterstützte.[128] Die heftigeren und entschlosseneren Anhänger des verbannten Königshauses waren wüthend auf Ludwig. Er habe Die, welche ihn um Hülfe angefleht, hintergangen und verrathen. Man solle nicht von dem Elende seines Volks sprechen. Man solle nicht sagen, daß er jede Einnahmequelle erschöpft habe und daß in allen Provinzen seines Reichs das Landvolk in Lumpen gehüllt einhergehe und sich nicht einmal mehr mit dem gröbsten und schwärzesten Brode sättigen könne. Seine erste Pflicht sei die, welche er gegen die königliche Familie von England habe. Die Jakobiten sprachen und schrieben gegen ihn eben so absurd und fast eben so gemein, als sie lange gegen Wilhelm gesprochen und geschrieben hatten. Eines ihrer Libelle war so unanständig, daß die Lords Justices die Verhaftung des Verfassers anordneten.[129]