Stimmung der Whigs über Fenwick.

Eines von den Mitteln, welche die Whigjunta anwendete, um in allen Reihen der Whigs eine noch nie dagewesene Disciplin einzuführen und aufrechtzuerhalten, war die häufige Abhaltung von Zusammenkünften der Mitglieder des Hauses der Gemeinen. Einige dieser Zusammenkünfte waren zahlreich, andere waren gewählt. Die zahlreicheren wurden in der „Rose” gehalten, einer in den politischen Libellen jener Zeit häufig genannten Taverne;[58] die kleineren bei Russell in Covent Garden, oder bei Somers in Lincoln’s Inn Fields.

An dem Tage, an welchem Godolphin sein hohes Amt niederlegte, wurden zwei gewählte Meetings veranstaltet. Am Morgen war Russell’s Haus der Zusammenkunftsort. Am Nachmittag fand sich eine zahlreiche Gesellschaft bei dem Lordsiegelbewahrer ein. Fenwick’s Bekenntniß, das bis dahin wahrscheinlich den meisten Anwesenden nur vom Hörensagen bekannt war, wurde vorgelesen. Die Entrüstung der Zuhörer wurde in hohem Grade erregt, namentlich durch eine Stelle, welche sagen zu wollen schien, daß nicht allein Russell, nicht allein Shrewsbury, sondern die große Masse der Whigpartei im Herzen jakobitisch sei, und zwar schon seit langer Zeit. „Der Mensch behauptet,” sagte man, „daß selbst das Mordcomplot ein whiggistischer Anschlag gewesen sei.” Die allgemeine Ansicht war, daß man über eine solche Beschuldigung nicht leicht hinweggehen dürfe. Es müsse eine feierliche Debatte und Entscheidung im Parlamente stattfinden. Das beste Verfahren werde sein, wenn der König selbst zu dem Gefangenen ginge und ihn verhörte und wenn Russell dann um die königliche Erlaubniß nachsuchte, den Gegenstand vor das Haus der Gemeinen zu bringen. Da Fenwick für die Geschichten, die er erzählte, keine andre Autorität zu haben behaupte als bloßes Hörensagen, so könne es nicht schwer halten, eine Resolution, die ihn als Verleumder brandmarkte, und eine Adresse an den Thron durchzubringen, welche um seine sofortige Prozessirung wegen Hochverraths ersuchte.[59]