Verhalten Spanien’s.

Spanien hatte, wie Wilhelm in seinem Unmuth an Heinsius schrieb, für die gemeinsame Sache nichts beigetragen als Rodomontaden. Es hatte keine energische Anstrengung gemacht, auch nur sein eignes Gebiet gegen Einfälle zu vertheidigen. Ohne die englischen und holländischen Armeen würde es Flandern und Brabant verloren haben. Ohne die englischen und holländischen Flotten würde es Katalonien verloren haben. Das Mailändische hatte es nicht durch Waffengewalt, sondern dadurch gerettet, daß es trotz der Vorstellungen von Seiten der englischen und holländischen Regierungen einen schimpflichen Neutralitätsvertrag abschloß. Es besaß kein einziges Kriegsschiff das einen Windstoß hätte aushalten können. Es besaß kein einziges Regiment, das nicht schlecht bezahlt und schlecht disciplinirt, schlecht gekleidet und halb verhungert gewesen wäre. Dennoch hatte es in den letzten zwei Jahren sowohl Wilhelm als die Generalstaaten mit einer Impertinenz behandelt, welche bewies, daß es seine Stellung unter den Staaten gänzlich verkannte. Es wurde jetzt über die Maßen anspruchsvoll, verlangte von Ludwig Concessionen, die es nach dem Verlaufe des Kriegs nicht zu erwarten berechtigt war, und schien es hart zu finden, daß Verbündete, die es fortwährend unwürdig behandelte, keine Lust hatten, ihr Blut und Geld noch weitere acht Jahre für ein solches Land zu opfern.