Fußnoten
[1] London Gazette vom 22. Oct. 1691.
[2] Burnet II. 78, 79; Burchett’s Memoirs of Transactions at Sea; Journal of the English and Dutch Fleet in a Letter from an Officer on board the Lennox, at Torbay, licensed August 21. 1691. Der Verfasser sagt: „Wir verdanken unsre Gesundheit, nächst Gott, der außerordentlichen Fürsorge, welche unsrer Verproviantirung, in Bezug auf Speise wie auf Trank, zu Theil wird.”
[3] Lords’ und Commons’ Journals, Oct. 22. 1691.
[4] Dies geht aus einem Briefe von Lowther hervor, den er an seinen Sohn schrieb, nachdem er Lord Lonsdale geworden war. Eine Copie dieses Briefes befindet sich unter den Mackintosh-Manuscripten.
[5] Siehe Commons’ Journals, Dec. 3. 1691, und Grey’s Debates. Es ist zu bedauern, daß der Bericht der Rechnungscommissare der Nachwelt nicht aufbewahrt worden ist. Lowther erwähnt in dem Briefe an seinen Sohn die Debatten dieses Tages mit großer Bitterkeit. „Welcher Mensch,” fragte er, „der sein Brot hat, kann, nachdem er mit allem Fleiß und aller Sorgfalt gedient, deren der Mensch fähig ist, nachdem er sich die Zufriedenheit des Königs erworben, von dem alle Staatsbeamten ihre Autorität empfangen, nachdem er gegen Jedermann rechtschaffen gehandelt, es ruhig ertragen, von Leuten gehaßt zu werden, die jeden über ihnen Stehenden hassen?”
[6] Commons’ Journals, Dec. 12. 1690/91.
[7] Commons’ Journals, Feb. 15. 1690/91; Baden an die Generalstaaten, 26. Jan. (5. Febr.).
[8] Stat. 3. W. & M. c. 2.; Lords’ Journals, Nov. 16. 1691; Commons’ Journals, Dec. 1., 9., 5.
[9] Die irländischen Katholiken beschwerten sich, und mit nur zu gutem Grunde, daß der Vertrag von Limerick späterhin verletzt worden sei, aber gerade diese Beschwerden sind ein Zugeständniß, daß das Statut 3 W. u. M., C. 2. keine Verletzung des Vertrags war. So sagt der Verfasser von A Light to the Blind in Bezug auf den ersten Artikel: „Dieser Artikel wurde sieben Jahre später von einem durch den Prinzen von Oranien einberufenen irischen Parlament gebrochen, das ein Gesetz erließ, welches die katholischen Bischöfe, Würdenträger und Ordensgeistlichen verbannte.” Er würde gewiß nicht so geschrieben haben, wenn der Artikel wirklich schon zwei Monate nach seiner Unterzeichnung von dem englischen Parlamente verletzt worden wäre. Auch der Abbé Mac Geoghegan beschwert sich, daß der Tractat einige Jahre nach seinem Abschluß verletzt worden sei. Aber er behauptet nicht, daß er durch das Statut 3 W. u. M., C. 2. verletzt wurde.
[10] Stat. 21. Jac. I. C. 3.
[11] Siehe besonders Two Letters by a Barrister concerning the East India Company, 1676, und eine in dem nämlichen Jahre erschienene Antwort darauf. Siehe ferner The Judgement of Lord Jeffreys concerning the Great Case of Monopolies. Dieses „Urtheil” erschien 1689 nach Jeffreys’ Sturze. Man hielt es für nöthig sich in der Vorrede zu rechtfertigen, daß man etwas durch den Druck veröffentlichte, was einen so verhaßten Namen an der Spitze trug. „Ich will es nicht unternehmen,” sagt der Herausgeber, „diese Beweisführung zu empfehlen, des Verfassers wegen. Aber ich darf wenigstens sagen was man mir gesagt hat: daß sie werth ist, von jedem Gebildeten gelesen zu werden.” Jeffreys’ Sprache ist höchst beleidigend, bald gemein, bald niedrig schmeichelnd; aber sein Raisonnement bezüglich des reinen Rechtspunktes ist sicherlich gewandt, wenn auch noch nicht erschöpfend.
[12] Addison’s Clarinda las in der Woche, über die sie ein Tagebuch hielt, weiter nichts als Aurengzeb: Spectator 323. Sie träumte Mr. Froth liege ihr zu Füßen und nenne sie Indamora. Ihre Freundin, Miß Kitty, citirte ohne Buch die acht besten Strophen des Stücks, wahrscheinlich die, welche so anfangen: „Trust on and think to-morrow will repay.” Acht schönere Strophen hat Lucretius nicht aufzuweisen.
[13] Eine interessante Abbildung des Hauses der Ostindischen Compagnie im 17. Jahrhunderte befindet sich im Gentleman’s Magazine für December 1784.
[14] Siehe Davenant’s Brief an Mulgrave.
[15] Answer to Two Letters concerning the East India Company, 1676.
[16] Anderson’s Dictionary; G. White’s Account of the Trade to the East Indies, 1691; Treatise on the East India Trade, by Philopatris, 1691.
[17] Reasons for constituting a New East India Company in London, 1681; Some Remarks upon the Present State of the East India Company’s Affairs, 1690.
[18] Evelyn, 16. März 1682/83.
[19] Siehe die State Trials.
[20] Pepys’s Diary, April 2., May 10, 1669.
[21] Tench’s Modest and Just Apology for the East Indian Company, 1690.
[22] Some Remarks on the Present State of the East Indian Company’s Affairs, 1690; Hamilton’s New Account of the East Indies.
[23] White’s Account of the East India Trade, 1691; Pierce Buttler’s Tale, 1691.
[24] White’s Account of the Trade to the East Indies, 1691; Hamilton’s New Account of the East Indies; Sir Johann Wyborne an Pepys aus Bombay vom 7. Jan. 1687/88.
[25] London Gazette vom 16. (26.) Febr. 1684/85.
[26] Hamilton’s New Account of the East Indies.
[27] Natürlich wurde Papillon der Vorwurf der Inconsequenz gemacht. Unter den damals erschienenen Pamphlets führt eines den Titel: „A Treatise concerning the East India Trade, wrote at the Instance of Thomas Papillon, Esquire, and in his House, and printed in the year 1680, and now reprinted for the better Satisfaction of himself and others.”
[28] Commons’ Journals, June 8. 1689.
[29] Zu den Flugschriften, in denen Child am heftigsten angegriffen wird, gehören unter anderen: Some Remarks on the Present State of the East India Company’s Affairs, 1690; Pierce Buttler’s Tale, 1691; und White’s Account of the Trade to the East Indies, 1691.
[30] Discourse concerning the East India Trade, showing it to be unprofitable to the Kingdom, by Mr. Cary; Pierce Buttler’s Tale representing the State of the Wool Case, or the East India Case truly stated, 1691. Mehrere Petitionen in dem nämlichen Sinne findet man in den Protokollen des Hauses der Gemeinen.
[31] Reasons against establishing an East India Company with a Joint Stock, exclusive to all others, 1691.
[32] Der Gesellschaftsvertrag wurde gedruckt und erlebte mehrere Auflagen. Bezüglich der Halle der Rauchwaarenhändler siehe Seymour’s History of London, 1734.
[33] London Gazette vom 11. Mai 1691; White’s Account of the East India Trade.
[34] Commons’ Journals, Oct. 28. 1691.
[35] Commons’ Journals, Oct. 29, 1691.
[36] Rowe führt in seinem „Biter,” welcher durchfiel und dies auch verdiente, einen alten Gentleman ein, der seine Tochter folgendermaßen anredet: „Du bist als ein tugendhaftes und verständiges Mädchen erzogen; würdest Du die Partei eines Elenden nehmen, der seine Actien der alten Ostindischen Compagnie verkaufte?”
[37] Hop an die Generalstaaten, 30. Oct. (9. Nov.) 1691.
[38] Hop erwähnt die lange Dauer und Heftigkeit der Debatten unterm 13. (23.) Nov. 1691; Siehe auch Commons’ Journals, Dec. 17., 18.
[39] Commons’ Journals, Feb. 4. 6. 1691.
[40] Commons’ Journals, Feb. 11. 1691.
[41] Die Geschichte der Bill kann man aus der Bill selbst, die sich in den Archiven des Oberhauses befindet, aus den Protokollen der beiden Häuser vom November und December 1690 und vom Januar 1691, besonders aus denen der Gemeinen vom 11. December und 13. und 25. Januar und aus denen der Lords vom 20. und 28. Januar ersehen. Man vergleiche auch Grey’s Debates.
[42] Der Brief, datirt vom 1. December 1691 findet sich im Life of James, II. 477.
[43] Burnet II. 85, und Burnet-Mspt. Harl. 6584. Siehe auch eine von Holmes unterzeichnete, aber aus von Ferguson gelieferten Mittheilungen bestehende Denkschrift unter den von Macpherson gedruckten Auszügen aus den Nairne’schen Papieren. Es trägt das Datum October 1691. „Der Prinz von Oranien,” sagt Holmes, „wird von den Engländern tödtlich gehaßt. Sie sehen sehr deutlich, daß er keine Liebe zu ihnen hat; auch setzt er in sie kein Vertrauen, sondern lediglich in seine Holländer.... Es ist nicht zu bezweifeln, daß das Parlament nicht für Fremde sein wird, die es mit dem Kappzaum reiten.”
[44] Evelyn’s Diary, Jan. 24; Hop an die Generalstaaten 22. Jan. (1. Febr.) 1691/92; Baden an die Generalstaaten, 16. (26.) Febr.
[45] Jakob’s Worte lauten folgendermaßen; sie wurden im November 1692 geschrieben:
„Mes amis, l’année passée, avoient dessein de me rappeler par le Parlement. La manière étoit concertée; et Milord Churchill devoit proposer dans le Parlament de chasser tous les étrangers tant des conseils et de l’armée que du royaume. Si le Prince d’Orange avoit consenti à ce proposition, ils l’auroient eu entre leurs mains. S’il l’avoit refusée, il auroit fait déclarer le Parlement contre lui; et en même temps Milord Churchill devoit se déclarer avec l’armée pour le Parlement; et la flotte devoit faire de même; et l’on devoit me rappeler. L’on avoit déjà commencé d’agir dans ce projet; et on avoit gagné un gros parti, quand quelques fidèles sujets indiscrets, croyant me servir, et s’imaginant que ce que Milord Churchill faisoit n’étoit pas pour moi, mais pour la Princesse de Danemark, eurent l’imprudence de découvrir le tout à Benthing, et détournerent ainsi le coup.”
Eine Uebersetzung dieser höchst bedeutsamen Stelle, welche mit einem Male viele interessante und schwierige Probleme löst, wurde vor achtzig Jahren durch Macpherson veröffentlicht. Sonderbarerweise aber erregte sie keine Aufmerksamkeit und ist meines Wissens von keinem Biographen Marlborough’s erwähnt worden.
Jakob’s Erzählung bedarf keiner Bestätigung, doch wird sie durch das Burnet-Mspt. Harl. 6584 vollkommen bestätigt. „Marleburrough,” schrieb Burnet im September 1693, „befleißigte sich, das Verfahren des Königs zu verschreien, ihn in allen seinen Reden herabzusetzen und den Engländern einen Widerwillen gegen die Holländer einzuflößen, die, wie er behauptete, die Gunst und das Vertrauen des Königs in höherem Maße besäßen als sie,” — die Engländer vermuthlich —. „Dies war ein Punkt, über den die Engländer, welche nur zu geneigt sind, alle anderen Nationen zu verachten und sich selbst zu überschätzen, sehr leicht Feuer fingen. So wurde es der allgemeine Gegenstand der Unterhaltung, und bei Marleburrough, wo ein beständiges Randivous der englischen Offiziere war, wurde unaufhörlich davon gesprochen.” Ueber Marlborough’s Entlassung schrieb Burnet um die nämliche Zeit: „Der König sagte mir darüber, er habe sehr triftigen Grund zu glauben, daß er sich mit König Jakob ausgesöhnt habe und mit Frankreich in Correspondenz stehe. Gewiß ist, daß er alles Mögliche that, um in der Armee und im Volke eine Partei gegen die Holländer zu bilden.”
Es ist interessant, diese einfache Erzählung, welche geschrieben wurde als die Thatsachen noch neu waren, mit der entstellten Erzählung zu vergleichen, welche Burnet viele Jahre später, als Marlborough mit den Whigs eng verbunden war und dem Lande große und glänzende Dienste leistete, für die Oeffentlichkeit vorbereitete. Burnet II. 90.
Die Herzogin von Marlborough hatte die Frechheit in ihrer Vindication zu erklären, „sie habe nie erfahren können, welchen Grund der König für die Entziehung seiner Gunst angebe.” Sie spricht die Vermuthung aus, daß Young’s Fälschung die Ursache gewesen sein mag. Nun muß sie aber gewußt haben, daß Young’s Fälschung erst einige Monate nach der Ungnade ihres Gatten begangen wurde. Ueberhaupt war es traurig bestellt um ihr Gedächtniß, eine Gabe, von der man sprichwörtlich sagt, daß Leute ihrer Klasse derselben sehr nöthig bedürfen. Ihr eignes Buch überführt sie der Lüge. Sie giebt uns einen Brief von Marien an Anna, in welchem Marie sagt: „Ich brauche die Veranlassung nicht zu wiederholen, welche Mylord Marlborough dem Könige gegeben, um das zu thun was er gethan hat.” Aus diesen Worten geht klar hervor, daß Anna die Veranlassung kannte. Hätte sie dieselbe nicht gekannt, so würde sie es gewiß in ihrer Antwort gesagt haben. Ihre Antwort ist vorhanden und sie enthält kein Wort über diesen Gegenstand. Sie kannte also die Veranlassung, und ist es wohl möglich zu glauben, daß sie dieselbe vor ihrer geliebten Mrs. Freeman geheimhielt?
[46] Meine Mittheilungen über diese Vorgänge habe ich der Erzählung der Herzogin von Marlborough entnehmen müssen, einer Erzählung die man mit fortwährendem Mißtrauen lesen muß, ausgenommen da wo sie, wie es oft der Fall ist, ein Beispiel von ihrer eignen Bosheit und Unverschämtheit erzählt.
[47] The Duchess of Marlborough’s Vindication; Dartmouth’s Note zu Burnet II. 92; Verses of the Night Bellman of Piccadilly and my Lord Nottingham’s Order thereupon, 1691. Es giebt auch ein beißendes Pasquill auf Lady Marlborough von demselben Jahre, betitelt: The Universal Health, a true Union to the Queen and Princess.
[48] Man darf nicht glauben, daß Anna den Shakespeare las. Ohne Zweifel hatte sie oft die Enchanted Island gesehen. Dieses jämmerliche rifacimento des „Sturmes” war damals wegen der Maschinerie und der Dekorationen in der Stadt sehr beliebt.
[49] Burnet MS Harl. 6584.
[50] Die Geschichte eines mißglückten Versuchs, über diesen Gegenstand Gesetze zu geben, kann in den Protokollen der Gemeinen von 1692/93 nachgelesen werden.
[51] North’s Examen.
[52] North’s Examen; Ward’s London Spy; Crosby’s English Baptists, Vol. III. chap. 2.
[53] Die Geschichte dieser Periode von Fuller’s Leben habe ich seiner eigenen Erzählung entnommen.
[54] Commons’ Journals, Dec. 2. 9. 1691; Grey’s Debates.
[55] Commons’ Journals, Jan. 4. 1691/92; Grey’s Debates.
[56] Commons’ Journals, Feb. 22. 23. 24. 1691/92.
[57] Fuller’s Original Letter of the late King James and others to his nearest Friends in England.
[58] Burnet (II. 86.) Burnet hatte offenbar vergessen was die Bill enthielt. Ralph wußte davon nichts weiter als was er von Burnet erfahren hatte. Ich habe in den zahlreichen jakobitischen Libellen der damaligen Zeit fast nirgends eine Anspielung auf den Gegenstand gefunden. In einem Pamphlet aber, welches gegen das Ende der Regierung Wilhelm’s unter dem Titel: „The Art of Governing by Parties” erschien, kommt eine bemerkenswerthe Stelle vor. Der Autor sagt: „Es fehlt uns noch eine Acte zur Begründung eines Fonds für die Gehalte der Richter; es war nach der Revolution eine darauf bezügliche Bill in beiden Parlamentshäusern durchgegangen; aber ob Se. Majestät derselben wegen eines Mangels oder aus welchem andren Grunde seine Genehmigung versagte, dessen kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich weiß nur, daß mich der Grund damals befriedigte, und ich zweifle nicht, daß er jede derartige gute Bill zu jeder Zeit genehmigen würde.” Diese Worte überzeugten mich, daß die Bill einen ernsten Einwand zuließ, der aus dem Titel nicht hervorging und den kein Geschichtsschreiber angedeutet hat. Ich fand in den Archiven des Hauses der Lords das Originalpergament mit den Worten auf der Rückseite: „Le Roy et la Reyne s’aviseront.” Und es war mir auf den ersten Blick klar, worin der Einwand bestand.
In dem Theile von Narcissus Luttrell’s Tagebuche, der sich auf diese Angelegenheit bezieht, ist eine Lücke. „Der König,” schrieb er, „genehmigte zehn öffentliche Bills und vierunddreißig Privatbills und verwarf die von den — ”
Ueber die gegenwärtige Praxis des Hauses der Gemeinen in solchen Fällen siehe Hatsell’s werthvolles Werk II. 356. Ich führe die Ausgabe von 1818 an. Hatsell sagt, daß viele Bills, welche die Interessen der Krone berühren, ohne irgend eine Notifikation der königlichen Genehmigung eingebracht werden können und daß es genügt, wenn die Genehmigung bei der zweiten Lesung und selbst noch später angezeigt wird, daß aber bei einer Maßregel, welche das erbliche Einkommen berührt, die Genehmigung im ersten Stadium angezeigt werden muß.
[59] Die Geschichte dieser ministeriellen Einrichtungen habe ich hauptsächlich der London Gazette vom 3. und 7. März 1691/92 und Narcissus Luttrell’s Tagebuche von diesem Monate entnommen. Einige flüchtige Striche sind auch gleichzeitigen Flugschriften entlehnt.
[60] Wilhelm an Melville, 22. Mai 1690.
[61] Siehe die Vorrede zu den Leven and Melville Papers. Ich habe für Burnet’s Feindschaft gegen Melville diejenige Erklärung gegeben, die ich für die richtige halte. Melville’s Nachkomme, der sich durch den Fleiß und die Treue, womit er seine Pflichten als Herausgeber erfüllt, um alle Geschichtsforscher sehr verdient gemacht hat, ist der Meinung, daß Burnet’s Urtheil durch seinen Eifer für die Prälatur und durch seinen Haß gegen den Presbyterianismus getrübt wurde. Diese Anschuldigung wird die englischen Hochkirchlichen überraschen und ergötzen.
[62] Life of James, II. 468, 469.
[63] Burnet II. 88; Master von Stair an Breadalbane, 2. Dec. 1691.
[64] Burnet I. 418.
[65] Crawford an Melville, 23. Juli 1689; Der Master von Stair an Melville, 16. Aug. 1689; Cardroß an Melville, 9. Sept. 1689; Balcarras’ Memoiren; Annandale’s Bekenntniß, 14. Aug. 1690.
[66] Breadalbane an Melville, 17. Sept. 1690.
[67] „Die Wahrheit ist, sie waren ein Zweig der Macdonalds, (welche stets ein wackeres und muthiges Volk waren), wohnhaft unter den Campbells, welche (ich meine die Leute von Glencoe) alle Papisten sind, wenn sie überhaupt eine Religion haben; sie galten stets für ein dem Rauben und Plündern ergebenes Volk, für ungebetene Gäste (sorners) wie wir es nennen, und waren nicht viel besser als Eure Straßenräuber in England. Verschiedene Regierungen wollten sie züchtigen; aber ihr Land war für kleine Truppencorps unzugänglich.” Siehe An impartial Account of some of the Transactions in Scotland concerning the Earl of Breadalbane, Viscount and Master of Stair, Glenco Men, etc., London 1695.
[68] Bericht der Commission, unterzeichnet in Holyrood am 20. Juni 1695.
[69] Gallienus Redivivus, Burnet II. 88; Bericht der Commission von 1695.
[70] Bericht der Glencoe-Commission, 1695.
[71] Hill an Melville, 15. Mai 1691.
[72] Die tacksmen bildeten unter den schottischen Clans eine Art niederen Adel und dienten im Frieden als Einnehmer, im Kriege als Unteranführer. — Anm. d. Uebers.
[73] Hill an Melville, 3. Juni 1691.
[74] Burnet II. 8, 9; Bericht der Glencoe-Commission. Die in diesem Theile des Berichts angeführten Quellen waren die Aussagen Hill’s, Campbell’s von Ardkinglaß und der beiden Söhne Mac Ian’s.
[75] Johnson’s Tour to the Hebrides.
[76] Proklamation des schottischen Geheimen Raths vom 4. Febr. 1589. Ich erzähle das auf die Autorität Sir Walter Scott’s hin. Siehe die Vorrede zu der Legende von Montrose.
[77] Johnson’s Tour to the Hebrides.
[78] Lockhart’s Memoirs.
[79] „Was um des Himmels Willen war die Triebfeder des Masters in dieser Angelegenheit? ich kann mir keine denken.” — Impartial Account, 1695. „Auch kann kein unbefangener und einsichtsvoller Mann glauben, daß der Earl von Stair, der in dieser Gegend weder Besitzungen, noch Freunde, noch Feinde hatte, ja der diese Leute nicht einmal kannte und der nie im Rufe der Grausamkeit stand, nach dem Blute dieser Unglücklichen gelechzt haben sollte.” Complete History of Europe, 1707.
[80] Dalrymple erzählt diese Geschichte in seinen Memoiren, ohne sich auf eine Quelle zu beziehen. Wahrscheinlich war seine Quelle eine Familientradition. Daß im Jahre 1692 Gerüchte von entsetzlichen Verbrechen in Umlauf waren, welche die Macdonalds von Glencoe verübt hatten, geht mit Gewißheit aus dem Burnet-Manuscipte, Harl. 6584 hervor. „Sie hatten sich in der That vieler scheußlicher Mordthaten schuldig gemacht”, waren Burnet’s Worte, wie er sie 1693 niederschrieb. Nachher milderte er diesen Ausdruck.
[81] Daß der von dem Master von Stair ursprünglich entworfene Plan wirklich so war, wie ich ihn dargestellt habe, geht aus Stellen seiner Briefe, die in dem Bericht von 1695 angeführt sind, und aus seinen Briefen an Breadalbane vom 27. Oct., 2. und 3. Dec. 1691 hervor. Von diesen Briefen an Breadalbane sind die beiden letzten in Dalrymple’s Anhang abgedruckt. Der erste findet sich im Anhange zum 1. Bande von Mr. Burton’s werthvoller Geschichte von Schottland. „Es stellte sich heraus,” sagt Burnet (II. 157.) „daß ein schwarzer Anschlag gemacht war, nicht nur die Männer von Glencoe, sondern noch mehrere andere Clans zu vernichten, die im Ganzen auf mehr als sechstausend Personen geschätzt wurden.”
[82] London Gazette vom 14. und 18. Jan. 1691/92.
[83] „Ich hätte gewünscht, daß die Macdonalds sich nicht getheilt hätten, und es ist mir leid, daß Keppoch und Mackian von Glenco sicher sind.” Brief vom Master von Stair an Levingstone vom 9. Jan. 1691/92, angeführt in dem Bericht von 1695.
[84] Brief vom Master von Stair an Levingstone vom 11. Jan. 1691/92, angeführt in dem Bericht von 1695.
[85] Burnet schrieb 1693 Folgendes über Wilhelm: „Er läßt die Sachen zusammenkommen, bis sich ein großer Stoß Papiere angesammelt hat, und dann unterzeichnet er sie eben so schnell, als er vorher zu lässig in ihrer Erledigung gewesen ist.” Burnet-Manuscript. Harl. 6584. In Wilhelm’s Correspondenz mit Heinsius findet sich kein Anzeichen weder von Saumseligkeit noch von ungebührlicher Eile. Das Wahre an der Sache ist, daß der König die festländische Politik gründlich verstand und sich ihr mit ganzer Seele widmete, daß er sich aber um die englischen Angelegenheiten weniger und um die schottischen Angelegenheiten am allerwenigsten kümmerte.
[86] Impartial Account, 1695.
[87] Siehe seine in dem Bericht von 1695 und in den Memoirs of the Massacre of Glencoe angeführten Briefe.
[88] Bericht von 1695.
[89] Aussage Ronald Macdonald’s in dem Berichte von 1695; Letters from the Mountains, May 17. 1773. Ich führe Mrs. Grants’ Autorität nur in Bezug auf das an, was sie selbst hörte und sah. Ihre Schilderung des Gemetzels wurde augenscheinlich ohne Beihülfe von Büchern geschrieben und ist höchst ungenau. Schon hinsichtlich der Zeit irrt sie sich um zwei Jahre.
[90] Ich habe meinen Bericht über das Gemetzel von Glencoe hauptsächlich dem Bericht von 1695 und dem Gallienus Redivivus entnommen. Ein ungelehrter, und selbst ein gelehrter Leser wird schwerlich errathen, warum die Jakobiten für ein Pamphlet über das Gemetzel von Glencoe einen so sonderbaren Titel wählten. Man findet die Erklärung in einem Briefe des Kaisers Gallienus, den uns Trebellius Pollio in dem Leben des Ingenuus aufbewahrt hat. Ingenuus hatte in Moesien einen Aufstand angezettelt. Er wurde geschlagen und getödtet. Gallienus ließ hierauf die ganze Provinz verwüsten und schrieb an einen seiner Heerführer in einer Sprache, mit welcher die des Masters von Stair nur zu große Aehnlichkeit hatte: „Non mihi satisfacies si tantum armatos occideris, quos et fors belli interimere potuisset. Perimendus est omnis sexus virilis. Occidendus est quicunque maledixit. Occidendus est quicunque male voluit. Lacera. Occide. Concide.”
[91] Was ich die whiggistische Version der Geschichte nenne, wird eben so wie die jakobitische Version in der Pariser Gazette vom 7. April 1692 erzählt.
[92] Ich glaube die Umstände, welche dem Gemetzel von Glencoe einen so absonderlichen Character von Abscheulichkeit gaben, wurden zuerst von Karl Leslie im Anhange zu seiner Answer to King durch den Druck veröffentlicht. Leslie’s Antwort ist von 1692 datirt. Aber man darf nicht vergessen, daß die Jahrzahl 1692 damals bis zu dem Datum gebraucht wurde, den wir den 25. März 1693 nennen würden. Leslie’s Buch enthält einige Bemerkungen über eine Predigt von Tillotson, welche erst im November 1692 gedruckt wurde. Bald darauf erschien der Gallienus Redivivus.
[93] Gallienus Redivivus.
[94] Hickes an Burnet und Tillotson, 1695.
[95] Bericht von 1695.
[96] Gallienus Redivivus.
[97] Bericht von 1695.
[98] London Gazette vom 7. März 1691/92.
[99] Burnet (II. 93) sagt, der König sei damals von den Absichten der französischen Regierung nicht unterrichtet gewesen. Ralph widerspricht Burnet mit großer Bitterkeit. Daß aber Burnet Recht hatte, wird durch Wilhelm’s Correspondenz mit Heinsius unwiderleglich bewiesen. Noch am 24. April (4. Mai) schrieb Wilhelm Folgendes: „Je ne puis vous dissimuler que je commence à apprehender une descente en Angleterre, quoique je n’aye pu le croire d’abord: mais les avis sont si multipliés de tous côtés, et accompagnés de tant de particularités, qu’il n’est plus guère possible d’en douter.” Ich citire die französische Uebersetzung unter den Mackintosh-Manuscripten.
[100] Burnet, II. 95 und Onslow’s Note; Mémoires de Saint-Simon; Mémoires de Dangeau.
[101] Life of James II. 411, 412.
[102] Mémoires de Dangeau; Mémoires de Saint-Simon. Saint-Simon befand sich mit auf der Terrasse und beobachtete trotz seiner Jugend diese sonderbare Scene mit einem Blicke, dem nichts entging.
[103] Mémoires de Saint-Simon; Burnet II. 95. Guardian Nr. 48. Siehe den vortrefflichen Brief Ludwig’s an den Erzbischof von Rheims, den Voltaire in seinem Siècle de Louis XIV. anführt.
[104] Unter den von Macpherson abgedruckten Nairne Papers befinden sich zwei Denkschriften von Jakob, in denen er Ludwig dringend zu einer Invasion in England auffordert. Beide waren im Januar 1692 geschrieben.
[105] London Gazette vom 15. Febr. 1691/92.
[106] Mémoires de Berwick; Burnet, II. 92; Life of James II. 478, 491.
[107] History of the late Conspiracy, 1693.
[108] Life of James, II. 479, 524. Denkschriften, welche Holmes von Ferguson geliefert wurden, in den Nairne Papers.
[109] Life of James, II. 474.
[110] Siehe die Monthly Mercurius vom Frühjahr 1692.
[111] Narcissus Luttrell’s Diary, April, May 1692; London Gazette vom 9. und 12. Mai.
[112] Sheridan MS.; Life of James, II. 492.
[113] Life of James, II. 488.
[114] Jakob sagte Sheridan, daß die Erklärung von Melfort verfaßt sei. Sheridan MS.
[115] A Letter to a Friend concerning a French Invasion to restore the late King James to his Throne, and what may be expected from him should he be successfull in it, 1692; A second Letter to a Friend concerning a French Invasion, in which Declaration lately dispersed unter the title of His Majesty’s most gracious Declaration to all his loving Subjects, commanding their Assistance against the P. of O. and his Adherents, is entirely and exactly published according to the dispersed Copies, with some short Observations upon it, 1692; The Pretences of the French Invasion examined, 1692; Reflections on the late King James’s Declaration, 1692. Die beiden erst genannten „Briefe” waren soviel ich glaube von Lloyd, Bischof von Saint-Asaph. Sheridan sagt: „Die Erklärung des Königs gefiel Niemandem und wurde in England in burleske Verse travestirt.” Ich glaube nicht, daß sich in irgend einer jakobitischen Schrift eine Vertheidigung dieser unglücklichen Erklärung findet. Ein heftiger jakobitischer Schriftsteller sagt in einer 1693 gedruckten Replik an Dr. Welwood: „Was die im vorigen Jahre erschienene Erklärung betrifft... so versichere ich Ihnen, daß sie vielen, ja fast allen Freunden des Königs eben so sehr mißfiel als sie von seinen Feinden verachtet wurde.”
[116] Narcissus Luttrell’s Diary, April 1692.
[117] Sheridan MS.; Mémoires de Dangeau.
[118] London Gazette vom 12. und 16. Mai 1692; Gazette de Paris vom 21. (31.) Mai 1692.
[119] London Gazette vom 28. April 1692.
[120] Desgleichen vom 2. 5. 12. 16. Mai.
[121] London Gazette vom 16. Mai 1692; Burchett.
[122] Narcissus Luttrell’s Diary; London Gazette vom 19. Mai 1692.
[123] Russell’s Brief an Nottingham vom 20. Mai 1692 in der London Gazette vom 23. Mai; Particulars of Another Letter from the Fleet, published by authority; Burchett; Burnet II., 93; Life of James, II. 493, 494; Narcissus Luttrell’s Diary; Mémoires de Berwick. Siehe auch die gleichzeitige Ballade auf die Schlacht, eines der besten Specimen englischer Straßenpoesie, und The Advice to a Painter, 1692.
[124] Siehe Delaval’s Brief an Nottingham, datirt von Cherbourg, 22. Mai in der London Gazette vom 26. Mai.
[125] London Gazette vom 26. Mai 1692; Burchett’s Memoirs of Transactions at Sea; Baden an die Generalstaaten, 24. Mai (3. Juni); Life of James, II. 494; Russell’s Brief in den Protokollen der Gemeinen vom 28. Nov. 1692; An Account of the Great Victory, 1692; Monthly Mercury, Juni und Juli 1692; Gazette de Paris vom 28. Mai (7. Juni); Van Almonde’s Depesche an die Generalstaaten, datirt vom 24. Mai (3. Juni) 1692. Der französische amtliche Bericht steht im Monthly Mercury vom Juli. Eine Schilderung aus der Feder Foucault’s, Intendanten der Normandie, findet man in Capefigue’s Louis XIV.
[126] An Account of the late Great Victory, 1692; Monthly Mercury vom Juni; Baden an die Generalstaaten, 24. Mai (3. Juni); Narcissus Luttrell’s Diary.
[127] London Gazette vom 2. Juni 1692; Monthly Mercury; Baden an die Generalstaaten, 14. (24.) Juni. Narcissus Luttrell’s Diary.
[128] Narcissus Luttrell’s Diary; Monthly Mercury.
[129] London Gazette vom 9. Juni; Baden an die Generalstaaten, 7. (17.) Juni.
[130] Baden an die Generalstaaten, 3. (13.) Juni.
[131] Baden an die Generalstaaten, 24. Mai (3. Juni); Narcissus Luttrell’s Diary.
[132] An Account of the late Great Victory; 1692; Narcissus Luttrell’s Diary.
[133] Baden an die Generalstaaten, 7. (17. Juni) 1692.
[134] Narcissus Luttrell’s Diary.
[135] Spottname der Irländer. — D. Uebers.
[136] Ich will einen einzigen kurzen Satz zur Probe anführen: „O fie, that ever it should be said that a clergyman have committed such durty actions!”
[137] Gutch, Collectanea Curiosa.
[138] Meine Darstellung dieses Complots ist hauptsächlich Sprat’s Relation of the late Wicked Contrivance of Stephen Blackhead and Robert Young, 1692, entlehnt. Es giebt in Bezug auf die Sprache wenig bessere Erzählungen.
[139] Baden an die Generalstaaten, 14. (24.) Febr. 1693.
[140] Postman vom 13. und 21. April 1700; Postboy vom 18. April; Flying Post vom 20. April.
Stereotypie und Druck von Philipp Reclam jun. in Leipzig