Gefecht bei Walcourt.

Es kam zwischen der Armee Waldecks und der Armee Humieres’ zu keiner allgemeinen Schlacht; aber in einer Reihe von Gefechten war der Vortheil auf Seiten der Verbündeten. Das bedeutendste von diesen Gefechten fand am 5. August bei Walcourt statt. Die Franzosen griffen einen von der englischen Brigade vertheidigten Vorposten an, wurden aber nachdrücklich zurückgeschlagen, und mußten sich mit Verlust einiger Feldstücke und mehr als sechshundert Todten zurückziehen. Marlborough benahm sich bei dieser wie bei jeder ähnlichen Gelegenheit als ein tapferer und geschickter Offizier. Die von Talmash commandirten Coldstreamgarden und das Regiment, welches jetzt das 16. der Linie heißt, unter dem Commando des Obersten Robert Hodges, zeichneten sich besonders aus. Auch das Regiment Royal, das wenige Monate früher in Ipswich die Fahne der Empörung aufgepflanzt, bewies an diesem Tage, daß Wilhelm eben so weise als großmüthig gehandelt hatte, indem er dieses schwere Vergehen vollständig verzieh. Das Zeugniß, welches Waldeck in seinen Depeschen dem tapferen Benehmen der Insulaner ausstellte, wurde von ihren Landsleuten mit Entzücken gelesen. Das Gefecht war zwar nichts weiter als ein Scharmützel, aber ein heißes und blutiges Scharmützel. Seit Menschengedenken hatte kein so ernster Zusammenstoß zwischen Engländern und Franzosen stattgefunden, und unsere Vorfahren waren natürlich nicht wenig stolz, als sie sahen, daß viele Jahre der Unthätigkeit und Vasallenschaft den Muth der Nation nicht geschwächt zu haben schienen.[74]