Nottingham’s Rücktritt.

Seine Erhebung machte Nottingham’s Rücktritt nothwendig. Denn obgleich es damals nichts Ungewöhnliches war, Männer, welche persönliche und politische Feinde waren, gleichzeitig hohe Aemter verwalten zu sehen, so war doch das Verhältniß zwischen dem ersten Lord der Admiralität und dem Staatssekretär, dessen Leitung das was man jetzt das Kriegsdepartement nennen würde, übertragen war, so eigenthümlicher Art, daß der öffentliche Dienst ohne herzliches Zusammenwirken Beider nicht wohl versehen werden konnte, und ein solches Zusammenwirken war bei Russell und Nottingham nicht zu erwarten. „Ich danke Ihnen,” sagte Wilhelm zu Nottingham, „für Ihre Dienste. Ich habe über nichts in Ihrem Verhalten zu klagen und trenne mich nur aus Nothwendigkeit von Ihnen.” Nottingham zog sich mit Würde zurück. Obwohl ein durchaus rechtschaffener Mann, verließ er das Amt doch viel reicher als er vor fünf Jahren in dasselbe eingetreten war. Was damals als die rechtmäßigen Emolumente seiner Stelle betrachtet wurde, war sehr bedeutend; überdies hatte er Kensington House an die Krone verkauft und hatte auch wahrscheinlich nach damaliger Sitte einige lucrative Schenkungen erhalten. Er legte alle seine Ersparnisse in Grundeigenthum an. Er habe erfahren, sagte er, daß seine Feinde ihn der Erwerbung von Reichthum durch unerlaubte Mittel zu beschuldigen gedächten. Er sei jeden Augenblick bereit, sich einer Untersuchung zu unterwerfen. Er wolle nicht, wie einige Minister gethan hätten, sein Vermögen so anlegen, daß es außer dem Bereiche der Gerechtigkeit seines Vaterlandes stehe, er wolle keinen geheimen Schatz haben und nichts in auswärtigen Papieren anlegen. Sein Eigenthum solle ausschließlich solches sein, das leicht ausfindig gemacht und confiscirt werden könne.[75]