Tenison, Erzbischof von Canterbury.

Es war nicht leicht, die hohe Stelle, welche durch Tillotson’s Tod zur Erledigung gekommen war, in zufriedenstellender Weise zu besetzen. Marie stimmte für Stillingfleet und betrieb seine Ansprüche so nachdrücklich, wie sie überhaupt je etwas zu betreiben wagte. In Bezug auf Talente und Kenntnisse waren ihm wenige Mitglieder der Geistlichkeit überlegen. Aber obgleich er von Jane und South wahrscheinlich als ein Niederkirchlicher betrachtet worden wäre, so war er doch Wilhelm noch zu hochkirchlich, und daher wurde Tenison ernannt. Der neue Primas war zwar kein besonders ausgezeichneter Kanzelredner oder Gelehrter, aber er war rechtschaffen, besonnen, fleißig und wohlwollend; er war ein guter Rector eines großen Kirchspiels und ein guter Bischof einer großen Diöcese gewesen; die Verleumdung hatte seinen Namen noch nicht begeifert, und man durfte wohl hoffen, daß ein Mann von gesundem Verstande, Mäßigung und Rechtschaffenheit die schwierige Aufgabe, eine mißvergnügte und zerrissene Kirche zu beruhigen, mit besserem Erfolge lösen werde, als ein Mann von glänzendem Genie und hochfliegendem Sinne.

Inzwischen hatten die Gemeinen ihre Geschäfte begonnen. Sie bewilligten freudig ungefähr zwei Millionen vierhunderttausend Pfund für die Armee und eben so viel für die Flotte. Die Grundsteuer wurde für das nächste Jahr abermals auf vier Shilling vom Pfunde festgesetzt; die Tonnengeldacte wurde auf fünf Jahre erneuert und ein Fond gegründet, auf den die Regierung zwei und eine halbe Million aufnehmen durfte.