2.
Nach vier Tagen.
— Sie sind der Violinspieler?
— Ja.
Er lächelt. Sein rechtes Knie zittert, er habe noch um Entschuldigung zu bitten, sagt er.
— Nein, der Herr nimmt dir deine Blumen nicht, sei still, Martha ... Was war es, was Sie spielten?
— Chopin. Ein Nocturne.
Sie überging ganz, was er vom Entschuldigen gesagt hatte.
— Chopin ..., sie sah an ihm herunter. Ihr Blick hielt bei seinem Knie und blieb da:
— Ja, wie komme ich da jetzt aus diesem Wald heraus?
Er deutet mit der Hand:
— Dann kommt eine Bank, von da geht ein Weg hinunter, gerade bis hinter das Haus des Herrn Presoli.
— Wie, Sie wissen sogar wo ich wohne? die schwarze Glacéhand am Kinn.
— Sie standen unter dem Tor und redeten mit ihm, Herrn Presoli, er hielt die Mütze in der Hand. Und dann gingen Sie mit ihm in die Zimmer hinauf; an einem Freitag war es.
— An einem Freitag? Ja, ja, da bin ich hiehergekommen.
Sie heftet die Augen auf einen Punkt und sagt das so hin, dabei klopft sie mit dem Finger auf die weißen Zähne.
— Also guten Tag!
— Gestatten Sie, daß ich Ihnen den Weg bis zur Bank zeige?
— Ach nein, danke! Jetzt finde ich ihn ja.
Sie lächelt und nickt, dann ging sie.
Er verschwand schnell. Hinter einem Baum sah er ihnen nach. Das Jäckchen des kleinen Mädchens war schwarz, kaum so groß wie ein Bilderbuch und der kleine Hut war schwarz, nur das Röckchen war weiß und die Strümpfe und Schuhe waren wieder schwarz ...
So trippelt es einher neben seiner Mama, die behend und aufrecht zwischen den Bäumen hinuntersteigt ...
Er ging hinauf bis zum „Kamm“.