FÜNFTER AUFTRITT

CHRISTIAN:

Jetzt hätte ich es sagen können: Sie leben in Zürich. Vorbereitet und durch das Geständnis seiner Mittellosigkeit in Verlegenheit, hätte er es geschluckt, und sie waren offiziell präsentiert. Nun heißt es, die neue Gelegenheit abpassen; aber ich fühle, sie ist völlig in meiner Gewalt.

Warum dann warten? Hierher müssen sie. Sofort! Und ist der Augenblick gekommen — persönlich sie vorstellen. Mediam in figuram jedermann. Wollen doch sehen!

Wie die Alten sich freuen werden!

Er schreibt und liest:

Kommt mit dem nächsten Zug. Erwartet euch hier freudigste Überraschung.

Er läutet:

Von dem Wagen, mit dem ich sie am Bahnhof hole, bis zum eigenen Bad an ihren Zimmern muß ihnen alles ein großes Staunen sein.

DIENER tritt auf.

CHRISTIAN:

Das Telegramm sofort abtragen.

DIENER exit.

CHRISTIAN:

Mutter soll auch ihre Schlummerrolle ins Bett haben. Wenn sie vorm Einschlafen überdenkt, was sie und ich von meiner Zukunft geträumt, und wie es noch viel besser gekommen ist, muß sie ein erfülltes Leben spüren. Sie werden sich schnell anpassen. Die schlimmsten Unarten sind bald abgewöhnt, und Schneider und Putzmacherin tun das letzte.