Dritter Auftritt.
Die Vorigen. Frau Prostakowa, Prostakow und Mitrofan.
Frau Prostakowa. Bin ich Herrin im Hause? (Auf Milon weisend.) Ein Fremder droht, und meine Befehle werden nicht erfüllt!
| Prostakow. Bin ich schuld? | } | (Gleichzeitig.) |
| Mitrofan. Die Dienstboten sind schuld. | ||
| Frau Prostakowa. Ich will nicht von der Stelle gehen – |
Prawdin. Das Verbrechen, dessen ich Zeuge bin, gibt Ihnen als Onkel und dir als Bräutigam das Recht –
| Frau Prostakowa. Bräutigam! | } | (Zusammen.) |
| Prostakow. Wehe! | ||
| Mitrofan. Alles zum Teufel! |
Prawdin. – von der Regierung zu verlangen, daß die Beleidigung, welche Fräulein Sophie zugefügt worden, mit aller Strenge der Gesetze bestraft werde. Sofort verklag’ ich diese Frau vor Gericht –
Frau Prostakowa (sich auf die Kniee werfend). Verzeihung, Gnade!
Prawdin. Auch Mann und Sohn sind teilhaftig des Verbrechens.
| Prostakow. Ich bin unschuldig! | } | (Zusammen auf die Kniee stürzend.) |
| Mitrofan. Verzeihe, verzeihe! |
Frau Prostakowa. Ach, ich Hundetochter! Was hab’ ich gethan!