Das Kinematographenobjektiv

Zunächst das Objektiv. Es wurde schon gesagt, daß man mit Rücksicht auf die kleinen Filmbilder und die erforderliche starke Vergrößerung ein Objektiv kürzerer Brennweite braucht als zur Glasbilderprojektion, und daß die Brennweite etwa ein Drittel von derjenigen des normalen Projektionsobjektivs betrage. Auch für diese Kinematographenobjektive wird in der Regel der bekannte Typus des Petzvalschen Porträtobjektivs angewandt (Fig. [5]); für höhere Leistungen benutzt man lichtstarke anastigmatische Objektive, welche allerdings ein gut Teil teurer sind. Es sollte aber nicht vergessen werden, daß vom Objektiv die Wirkung in hohem Grade abhängt, und man sollte bei einer kinematographischen Einrichtung, die oft in die Tausende kostet, nicht rund 100 M an diesem wichtigen Instrument sparen.

Fig. 46. Kinematograph mit verschiebbarer Laterne.