Verbindung von Lichtbilderapparat und Kinematograph

Fig. 45. Verbindung von Lichtbilderapparat und Kinematographmechanismus.

Wir kennen jetzt den Kinematographmechanismus und kommen zu der Frage: Wie wird der Mechanismus mit dem Lichtbilderapparat in Verbindung gebracht? — Besitzen wir eine gewöhnliche Projektionslaterne, so mag in der Weise verfahren werden, wie es Fig. [45] veranschaulicht. Der Mechanismus wird vorn auf ein Bodenbrett geschraubt, welches so lang ist, daß die Laterne darauf Platz findet, und letztere wird nun hinter den Kinematographmechanismus gesetzt, nachdem man das Objektiv eventuell nebst Objektivträger entfernt hat. Wenn die Verbindung von Lichtbilderapparat und Kinematograph von vornherein vorgesehen wird, so zieht man vielfach eine Anordnung vor, welche einen raschen Übergang von einer Projektionsart zur andern gestattet. Fig. [46] zeigt, wie dies in einfacher Weise geschieht. Das Laternengehäuse ist auf der breiten Bodenfläche seitlich verschiebbar angeordnet; in der abgebildeten Stellung befindet sich das Gehäuse hinter dem Kinematographmechanismus, und der Apparat ist bereit zur Projektion von Filmen. Schiebt man nun die Laterne herüber, so kommt sie hinter das Glasbilderprojektionsobjektiv zu stehen, welches neben dem Mechanismus angebracht ist, und man kann nun »stehende Lichtbilder« auf den Schirm werfen. Diese Einrichtung, welche auch bei den Theaterapparaten meist angewandt wird, ist bequem, wenn man bei einem Vortrage Glasbilder und Filme durcheinander oder rasch nacheinander zu zeigen hat.