Vier Tage auf der Bai von San Francisco.

Die Regenzeit war jedenfalls vorüber, der Himmel lachte wieder so klar und blau, die Sonne schien so warm, die Luft wehte so lind und labend wie je. Einen schöneren Tag konnte man sich zu einer Wasserfahrt kaum denken, und da zugleich ein Geschäft damit verbunden werden sollte, säumten wir nicht die günstige Zeit zu benutzen. Die deutsche Brauerei auf der Mission Dolores, unter der Firma „Witzleben, Brothers und Walter,“ wollte nämlich eine Quantität Fässer aufkaufen, die in einer Bucht, Namens Corte Madeira, in der Bai von San Francisco lagern sollten, und um diese vorher in Augenschein zu nehmen, schifften wir, Herr A. von Witzleben und ich, am Sonnabend Morgens den neunten März, uns ein.

Der Wind wehte zu schwach um ein Segel mit Vortheil führen zu können, wir griffen deßhalb zu den Rudern, und da wir die Strömung der Ebbe für uns hatten, schossen wir rasch vorwärts, durchschnitten den äußeren Theil des Hafens von San Francisco, zwischen den letzten dort vor Anker liegenden Schiffen und der Insel Yerba Buena hindurch, und hielten auf die Insel Los Angelos zu, noch unschlüssig, ob wir sie zur Linken oder zur Rechten lassen sollten, da wir wohl ungefähr wußten nach welcher Richtung hin Corte Madeira lag, den Platz selber aber weiter auch nicht im entferntesten kannten.

Wir hatten ein nicht eben großes Ruderboot, eine sogenannte Captains Yawl, und machten ziemlich guten Fortgang, riefen dicht vor Los Angelos ein anderes Boot, des gesuchten Ortes wegen, an und hielten nun, den Eingang der San Francisco Bai, das sogenannte „goldene Thor“ zu Backbord lassend, auf die erste Spitze von Los Angelos zu. Die Ebbe, die uns bis jetzt günstig gewesen, kam uns von hier aus nämlich gerade entgegen, indem wir nun in den nördlichen, nach dem Sacramento und Joaquin hinaufführenden Theil der Bai einliefen.

An Los Angelos beschlossen wir zu landen und zu frühstücken; am sandigen Strome schlug jedoch die Dünung zu schwer gegen unser Boot an, und wir liefen deßhalb in eine kleine mehr geschützte Felsenbucht ein. Eigenthümlich war hier eine Höhle, die sich das Widerschlagen der Wellen bei steigender Fluth ausgehauen hatte. Sie bildete gerade mit dem über sie herabhängenden Felsen die eine Spitze der Insel, und lag nur jetzt, bei fallender Ebbe, trocken. Mit einiger Schwierigkeit kletterten wir über die bröcklichen schlüpfrigen Steine hindurch und fingen dort eine Partie Seekrabben oder Seespinnen, die sich hier auf den warmen Steinen sonnten und bei dem Geräusch von Fußtritten immer rasch und seitwärts in ihre Felsspalten zurückglitten.

Auf der Insel wuchs üppiges Gras, und eine frische Quelle sprudelte den Rasen hinunter und rieselte über den Sand des Ufers hin in die Bai. Die Insel Los Angelos ist die größte der Bai von San Francisco, mit etwa fünf Meilen im Umfang, und war in letzter Zeit an einen gewissen Tomson für eine verhältnißmäßig sehr geringe Summe verkauft, sonst aber fast noch gar nicht weiter benutzt, als daß an den entgegengesetzten Enden zwei Hütten darauf standen. Vieh habe ich nicht auf der Insel gesehen, ebenso wenig Fenzen oder andere Zeichen der Cultur, sie wird aber in späterer Zeit schon ihrer vortrefflichen Lage wegen gewiß ein nicht unbedeutender Platz in der schönen Bai werden.

Nach einigen Stunden, die wir zwischen den Felsen und auf den blumigen Wiesen zugebracht, ruderten wir in der jetzt stiller gehenden Ebbe am Ufer hinauf bis zu dem nächsten Vorsprung, und hielten von dort aus quer durch die Strömung und Nord zu West nach dem gegenüberliegenden Festland hin.

Wir wollten im Anfang nicht dort landen, ein halb Dutzend Seehunde aber, die am Ufer spielten, und deren glänzende Felle in der Sonne hell herüberblitzten, änderten unsern Entschluß. Wir liefen in eine kleine weiter oben liegende Bucht ein, und ich schlich mich von da zurück einen der faulen Bursche zum Schuß zu bekommen. Die Thiere waren aber entweder schlauer als ich gedacht, oder ihre Spielzeit mußte gerade vorüber sein; denn wie ich den Felsen erreicht hatte, den ich mir gemerkt, und der sich in ungefähr hundert Schritt von ihrem früheren Spielplatz befand, war dieser leer und ich sah die glattköpfigen Amphibien eine kurze Strecke vom Ufer herumschwimmen, manchmal mit den schwarzen erstaunten Gesichtern urplötzlich auftauchen und dann blitzesschnell wieder in der Tiefe verschwinden. Allerdings schoß ich von hier aus einen von ihnen, in der Hoffnung daß er vielleicht, wenn schwer verwundet, zum nahen Ufer kommen sollte, er sank aber unter und die übrigen entfernten sich rasch aus dem Bereich der Kugel.

Am Strand fanden wir ein zerschelltes Canoe, aus Cederholz leicht und scharf geschnitzt, das jedenfalls aus einer der Südseeinseln hierhergeschafft sein mußte; auch mehrere Stücke Planken, von welchen letzteren wir einige in unser Boot nahmen. Mein Gefährte fing ein Paar ganz eigenthümliche Seespinnen, die in den, die Felsen überwuchernden Seegewächsen saßen.

Der Abend rückte indeß allmählich heran, und es war Zeit daß wir aufbrachen, wenn wir heute noch einen ordentlichen Schlafplatz erreichen wollten. Eine lange Strecke ruderten wir jetzt, immer noch gegen die Strömung, aber dicht am Lande hin, aufwärts, und hielten nur manchmal, um theils eigenthümliche Pflanzen näher zu betrachten und Blumen zu pflücken, oder an den niederrieselnden Quellen zu trinken, da wir in der That ganz vergessen hatten einen Wasservorrath für unsere Seefahrt mitzunehmen.

Gerade mit einbrechender Nacht erreichten wir die Mündung einer Bai, und beschlossen in diese einzulaufen. In weiter Entfernung erkannten wir auch ein Licht und hielten darauf zu, es war aber schon zu dunkel, weiter etwas zu erkennen, und da das Licht ebenfalls bald darauf wieder verschwand, beobachteten wir nur die ungefähre Richtung nach dem Umriß der Berge und glitten, von keiner Gegenströmung mehr zurückgehalten, ziemlich rasch vorwärts. Manchmal kam es uns wohl noch so vor, als ob wir das Licht wieder blitzen sähen, es verschwand aber eben so rasch wieder, und unsere einzige Hoffnung blieb jetzt nur noch auf zwei dunkle Punkte geheftet, die wir deutlich auf dem hellern Wasserspiegel erkennen konnten und für dort angehangene oder vor Anker liegende Boote hielten. Jedenfalls mußten diese die Nähe menschlicher Wohnungen bekunden. Das einzige was uns etwas beunruhigte, war das immer seichter werdende Wasser; schon fühlten wir, daß unser Kiel auf dem weichen dünnen Schlamm hinglitt, und die Boote waren noch eine ziemliche Strecke entfernt. Das Rudern schien uns zuletzt gar nicht mehr von der Stelle zu bringen, wir nahmen deßhalb die Ruder aus den Dollen, und stießen das Boot langsam dem Orte zu, wo wir die Fahrzeuge vermutheten und wo dann auch wahrscheinlich tieferes Wasser war.

Nach wohl halbstündiger Anstrengung in der wirklich stockfinstern Nacht erreichten wir endlich, das eigene Boot aber dabei fortwährend in dem jetzt immer zäher werdenden Schlamm weiter stoßend, die vermeintlichen Kähne und fanden — zwei Muschelbänke, die aus dem hier kaum acht Zoll tiefen Wasser vorragten. Mit einem Landungsplatz war es nichts, so viel sahen wir bald, und wollten wir nicht hier in dem Schlamm übernachten, so mußten wir machen daß wir wieder zurückkamen. Nach ziemlicher Anstrengung gelang uns das auch endlich, und wir erreichten, jeden Gedanken an ein Nachtlager unter Dach und Fach aufgebend, das rechte Ufer der Bai, wo wir unser Boot so weit wir konnten auf den Sand zogen, nach frischem Wasser umschauten, aber leider keines in der Nähe fanden, und uns dann, müde und durstig im Boote selbst in unsere Decken wickelten.

Die Nacht war schön und wir schliefen vortrefflich, nur peinigte uns, wenn wir aufwachten, der Durst. Den konnten wir aber gleich mit anbrechendem Tage löschen, denn wie es heller wurde fanden wir nicht weit davon eine kleine Quelle, nahmen ein sehr frugales Frühstück, aus etwas Brod und Schinken und einem Cognac bestehend, ein, und machten uns jetzt fertig die Gegend, in der wir uns eigentlich befanden, zu recognosciren. Wilde Enten kamen indessen so nahe an unser Boot heran, daß wir zwei davon schießen konnten, wir holten sie aus dem Wasser, befestigten dann das Tau gut am Ufer, und stiegen nun die ziemlich steile Landspitze hinan, die hier, den oberen Theil der kleineren Bai bildend, in die größere — oder wie man recht gut sagen könnte — in See hinauslief.

Die Aussicht von hieraus war reizend; über dem Hügel hinüber fanden wir wieder eine andere Bai, die noch tiefer in das Land einschnitt als die, in welcher wir die Nacht campirt, und ziemlich weit oben, am Fuß der Hügel, die noch von der See durch eine breite Strecke morastigen Landes getrennt wurden, lag eine dicht gedrängte Häusergruppe mit rothen Dächern, neben der, in geringer Entfernung, ein einzelnes, ziemlich stattlich aussehendes Gebäude stand, das jedoch ganz in der Art der spanischen Ranchos errichtet war. Einzelne der den Hintergrund bildenden Hügel waren mit Bäumen bewachsen.

Viel pittoresker lag dagegen die andere, eben verlassene Bai da. Ein hoher spitzer Berg bildete den Hauptpunkt des Hintergrundes, düstere Rothholz- und Kieferwaldungen zogen sich an ihm hinauf, und bedeckten mit ihren spitzen, schlanken Wipfeln die benachbarten niedrigen Hügel. Wie ein Spiegel lag davor die ruhige Bai, auf der Hunderte von Wildenten hin und wieder strichen, und wellenförmiges Hügelland umschmückte, mit lebendigem Grün bekleidet, die stille Bai.

Ein kurzer Kriegsrath ward jetzt auf dem Gipfel des Berges gehalten. — Die vor uns liegende Häusergruppe wurde einstimmig für die, von der Mission Dolores etwa 20 Meilen entfernte Mission San Raphael erklärt, und die Frage blieb nur noch: ob Corte Madeira wirklich in der eben verlassenen oder der noch über San Raphael hinaus befindlichen Bucht liege. Am wahrscheinlichsten schien uns das erste, doch konnten wir auf dieser Seite nicht ein einziges Haus erkennen, und da wir die Mission San Raphael doch zu besuchen wünschten, beschlossen wir zu unserem Kahn zurückzukehren und zuerst nach der Mission hinüber zu rudern.

Schon seit einiger Zeit hatten wir indessen einen der kleinen Prairiewölfe, die es hier überall in bedeutender Menge gibt, bellen und heulen hören, ihn jedoch weiter entfernt geglaubt; als ich aber jetzt den Hügel wieder herunterkam, nach unserem Boot zu gehen, sah ich einen der kleinen Burschen, wie er in etwa 150 Schritt von dem angebundenen Boote, diesem zugewendet stand, und aus Leibeskräften über den für ihn jedenfalls fremdartigen Gegenstand zu räsonniren schien. Er lief dabei, sich aber stets in gleicher Entfernung vom Ufer haltend, bald auf den nächsten kleinen Hügel hinauf, bald wieder hinunter und bezeugte jedenfalls eine ungewöhnliche Neugierde. Von Witzleben war indeß an der andern Seite des Hügels herumgekommen, und wir hatten ihn so gewissermaßen eingeklemmt auf der engen Landzunge. Wenn er nicht das Wasser annahm, mußte er einen von uns zum Schuß kommen; ich schnitt ihm, rasch nach Rechts hinunter, den Weg ab, und hierher wandte er sich auch, um zunächst wieder in die Büsche zu kommen. Das Terrain war ihm jedoch zu ungünstig, die Bai schnitt hier gerade nach mir zu ein, und als er, das Sumpfland zu umgehen, den Hügel schräg hinaufsprang, kam er mir auf etwa siebenzig Schritt zum Schuß. Beim Knall schon brach er zusammen, raffte sich dann rasch wieder auf und rannte, den rechten Vorderlauf schleifend, davon, stürzte auch noch mehreremale, und war augenscheinlich schwer getroffen, kleine Dickichte standen aber nicht weit davon entfernt, eines von diesen erreichte er und blieb dort, da wir uns nicht die Mühe nahmen, weiter nachzusehen, liegen.

Wir schifften uns jetzt wieder ein, umgingen das kleine Vorgebirge und ruderten nun die ziemlich lange Strecke bis zur Mündung des San Raphael Rivers (unter River ist hier nämlich nur der von Ebbe und Fluth abhängige, sonst aber allerdings flußartige Einlauf des Sumpflandes verstanden). Es war Sonntag, und von fern schon tönten uns die Glocken der Mission entgegen, die wir aber erst gegen ungefähr 12 Uhr erreichten. Eine Masse von großen Schnepfen und Enten waren im und am Fluß, wir konnten aber keine bekommen.

Die Mission San Raphael ist noch kleiner und unbedeutender als die von Dolores, wenigstens sind da lange nicht so viel Gebäude, und Kirche und Missionshaus sahen wo möglich noch elender und verfallener aus als die Doloreskirche. Das einzeln stehende Gebäude, das wir schon vom Berge aus bemerkt, stach desto mehr dagegen ab, denn es war jedenfalls das beste, wohnlichste und solideste Haus, was ich bis dahin noch in ganz Californien gesehen hatte. Es wird von einem Mr. Murphy, einem alten Ansiedler an der Bai, bewohnt, der hier ebenfalls eine Farm und bedeutende Strecken Landes besitzt; er hält auch, durch einen californischen Steward, eine Art Gasthaus, in dem Fremde wenigstens Nahrungsmittel und Obdach bekommen können, und wir benutzten dies, unsere etwas ausgehungerten Mägen wieder zu restauriren.

Der alte Murphy ist ein geborner Irländer, zwanzig Jahr schon in Californien und eine wahre Riesengestalt, so hoch und derb und kräftig gebaut. Er wollte eben sein Land ausverkaufen und sich nach der weiter obenliegenden San Pedro Spitze, wo er eine Stadt anzulegen gedenkt, zurückziehen.

Wir hörten hier daß die Bai, in der wir die Nacht campirt, allerdings die von Corte Madeira und bei Land nur etwa drei Meilen von da entfernt sei, verzehrten also zuerst unser Mittagessen, hingen dann die Büchsen über die Schulter, und stiegen langsam den Bergrücken hinauf, der die Thäler Corte Madeira und San Raphael von einander trennt. Der Hügel war ziemlich steil, doch entschädigte uns dafür die Aussicht vom Gipfel desselben, und wir konnten von hier aus deutlich die kleine Häusergruppe Corte Madeira’s sehen, die uns am vorigen Abend durch Hügel und Büsche verdeckt gewesen. Allerdings hatten wir die Büchsen mit, ich erwartete aber hier kaum Wild zu finden, und war nicht wenig erstaunt, als v. Witzleben plötzlich den Hügel hinabzeigte und „ein Hirsch“ rief. Und in der That war es ein junger „Bock,“ der hier mit der Rikke gestanden und jetzt, bei unserem Näherkommen in langen Sätzen den Hügel hinunter floh. Ich suchte ihm zuvor zu kommen, doch umsonst. Das Wild ist hier durch das viele Jagen der neu eingetroffenen Amerikaner zu scheu gemacht, und aus den besiedelten Stellen in die stilleren Thäler zurückgescheucht; die wenigen aber, die noch ihren alten Weidegründen treu geblieben, sind sich der Gefahr, in der sie fortwährend schweben, nur zu gut bewußt, und fortwährend bei dem geringsten Geräusch, bei der geringsten fremden Witterung, auf der Flucht.

Ohne weiter etwas Merkwürdigem zu begegnen, stiegen wir in das Thal hinunter, einen andern kleineren Bergrücken wieder hinauf und hatten nun auf der andern Seite des Thales „Corte Madeira“ (Holzschneide oder Sägemühle) dicht vor uns. Der Ort lag in seiner bescheidenen Zurückgezogenheit, von den dunklen Bäumen hoch überragt, und aus dem Grün der Gebüsche gar traulich vorschauend, freundlich genug da; eine ziemlich bedeutende Fläche cultivirten Landes (die sogenannte „Farm des Capitän Coover,“) gab dem Ort zu gleicher Zeit einen Anstrich von Civilisation und die Aussicht auf die grünen Flächen und Hügelhänge, auf denen zahlreiche Heerden weideten, und zwischen dem Laub der Büsche hindurch nach der Bai hinüber, über die von der andern Seite her ein einzelnes Segel glitt, schmückte ihn dabei mit einem ganz eigenen freundlichen Zauber.

Vor allen Dingen galt es jedoch jetzt dem nachzukommen, wegen dem wir hierher gefahren, und zwar nach hundert achtzehngallönigen Fässern zu fragen, die hier in dem Hause eines gewissen Mr. Cordua lagern und von uns besichtigt werden sollten.

Das Resultat was wir hier erhielten, war ein sehr mittelmäßiges — die Ersten, die wir deshalb befrugen, schienen uns nicht recht Rede stehen zu wollen. Ein Mr. Cordua hatte allerdings dort gewohnt, und zwar in einem Häuschen, etwas weiter nach der Bai zu, seit zwei Jahren aber schon Corte Madeira verlassen, und Fässer — lägen auch nicht mehr in dem alten Haus — ein halbes Dutzend vielleicht ausgenommen. Mr. Rendall oder Randell, der jetzige Pächter von Capitain Coopers Farm, sollte uns die nächste Auskunft geben. Zu diesem gingen wir also — er wohnte in demselben Hause, bestätigte uns aber nur als Thatsache, was wir bis dahin blos oberflächlich gehört. Mr. Cordua sollte Corte Madeira seit zwei Jahren verlassen und sich um seine zurückgebliebenen Fässer gar nicht weiter bekümmert haben. Seit der Zeit waren aber große Veränderungen in ganz Californien, und auch in diesem etwas abgelegenen Theile desselben vorgefallen, unter anderem besonders aber eine Masse fremder Einwanderer gelandet. Von diesen besuchten manche auch die Bai von Corte Madeira, und Einzelne hielten sich des Jagens wegen länger dort auf. Was konnte ihnen da bequemer kommen als das dicht an der Bai befindliche alte unbewohnte Gebäude des Mr. Cordua. Die darin lagernden Fässer kamen ihnen ebenso erwünscht; ein Theil davon wurde zu Stühlen, ein anderer zu nach und nach absterbenden Tischbeinen verwandt, und der übrige Rest als trockenes Holz zu Brennmaterial. So ein Faß war bald zusammengeschlagen, und die um das Haus herumliegenden eisernen Reife sollten die Wahrheit des Gesagten bestätigen.

Zu zweifeln brauchten wir an dem uns eben Mitgetheilten nicht — darin, daß keine Fässer mehr da sein sollten, stimmten alle überein; die Verwendung derselben mochten wir aber nicht allein den „fremden Jägern“ zuschreiben, denn gerade in des guten Mannes Hause, der uns all diesen Aufschluß gab, sahen wir nahe an ein Dutzend der nämlichen Fässer, zu sehr verschiedenen Zwecken verwendet, stehen, und konnten jetzt wohl denken, daß die ganze Nachbarschaft aus einem solchen, für jeden Hausstand bequemen Waarenvorrath den größtmöglichsten Nutzen gezogen hatte. Mr. Rendall meinte dabei die Fässer seien ihm übrigens gar nicht übergeben gewesen, und er habe also auch nicht für fremdes Gut stehen können: übrigens brauchten wir gar nicht nach dem Hause hinunterzugehen, denn es sei alles so wie er uns gesagt habe.

Herr Rendall war Alcalde von Corte Madeira und San Raphael; wir wollten uns aber doch lieber selber überzeugen, und wanderten deshalb, da die Sonne noch hoch genug stand, an dem kleinen Fluß, der sich in die Bai ergießt, hinunter, kamen an der neu eingerichteten Dampfsägemühle vorbei, die dem ganzen schönen Thal seinen sicherlich unpoetischen Namen gegeben, und erreichten bald darauf das bezeichnete Haus, wo wir die Aussagen des Alcalden allerdings bestätigt fanden.

Der Ort sah wild genug aus: eiserne Faßreifen lagen in ziemlichen Quantitäten auf den Dächern und dem Boden herum, und im Inneren des Hauses war alles oberst zu unterst gekehrt. Zwei lebensmüde Tische, die noch unschlüssig schienen nach welcher Seite hin sie zuerst umbrechen wollten, die Ueberreste eines wirklichen Stuhles, einzelne Fässer, die theils zum Sitzen, theils zu Speiseschränken benutzt worden, die Hälfte eines alten blauen Rocks mit einem einzigen messingenen Knopf, eine total durchgesessene Hose, einige paar Sockenschäfte, und ein isolirter Stiefel, der auf einem Bein in der Ecke stand, füllten den inneren Raum des einen Gemachs, während ein frischgemaltes tüchtiges Seeboot, mit den Rudern darüber auf den Querbalken gestützt und wohlverwahrt, den anderen einnahm. Bewohnt war das Haus auf keinen Fall, die Asche im Kamin bewies aber, daß dann und wann dort gerade von der Nacht überraschte Jäger oder Bootsleute, welche die Bai hereingekommen waren, übernachtet hatten.

Gute oder wenigstens noch brauchbare Fässer — denn von Wind und Wetter mitgenommen sahen sie alle aus — standen in und vor dem Gebäude, nur noch 19 Stück statt der versprochenen hundert, und derenthalben war es allerdings nicht der Mühe werth, den weiten Weg mit dem Boote von Mission Dolores herzukommen, unser Weg war also umsonst gewesen, und wir konnten uns, so schnell es uns gefiel, wieder auf den Rückweg machen.

Für diesen Abend war das freilich etwas zu spät, langsam schlenderten wir deßhalb wieder über die Berge nach San Raphael, sahen noch unterwegs einen Hirsch und mehrere Hasen — ohne jedoch im Stande zu sein in dem dichten Gebüsch etwas zu erlegen, und legten uns, nach bei Murphy eingenommenem Abendessen ruhig in unser Boot, um schon in der Nacht mit steigender Fluth von dem Schlamm, auf dem uns die Ebbe zurückgelassen, loszukommen. Um 10 Uhr Abends bekamen wir aber nur halbe Fluth, kamen nicht los, und mußten nun die nächste, gegen 11 Uhr am anderen Morgen abwarten.

Der Morgen und die Fluth kamen, mit ihm aber auch ein ungewöhnlich starker Südwester, der mit der steigenden Sonne ebenfalls zu wachsen schien. Zwischen den Hügeln spürten wir ihn aber nicht so stark, brieten vor allen Dingen zum Frühstück unsere Enten und ruderten dann langsam den ziemlich breiten Einfluß hinunter. Enten und Schnepfen gab es in Masse, sie waren aber entsetzlich scheu und nur im über uns Wegfliegen waren wir im Stande zwei der großen Sumpfschnepfen (wie ein junges Huhn groß) zu schießen.

Die See brauste indessen; über das flache Land hin konnten wir schon von weitem den weißen Schaum der aufthürmenden Wogen erkennen, und gegen das Ufer spritzte die Brandung in jähen Schlagwellen empor. Die Ebbe hatten wir dabei allerdings zu unserem Gunsten, der stürmische Südwest war uns aber total entgegen und hob den Vortheil also mehr als auf. Gegen Wind und Wellen mußten wir an, und gegen Wind und Wellen legten wir uns aus Leibeskräften in die Ruder, so daß sich das elastische Holz bei jedem Schlage bog und den widerspenstigen Kahn immer gegen neu heranstürzende Wassermassen antrieb. Nicht möglich war es dabei dicht unter Land zu halten, da der weite flache Sumpf, der sich nach dem Lande hin wohl über zwei Meilen ausbreitete, das Boot zwang gerade in See zu halten, den zähen Schlamm seiner Ufer zu vermeiden. Nur langsamen Fortgang machten wir auf diese Art; dabei wurde, je weiter wir hinauskamen, das Wasser desto stürmischer, das Wogenheer drohender und gefährlicher, und der ein paarmal über Bord schlagende Kamm einzelner Wellen machte uns auch darauf aufmerksam daß wir füllen und dann, nur zu zweien, keine Hand würden entbehren können das eingenommene Wasser wieder auszuschöpfen. So langsam rückten wir zu gleicher Zeit vor, daß noch Stunden vergehen mußten, ehe wir im Stande gewesen wären das andere Ufer zu erreichen. Füllten wir, so war in dem weichen Schlamm nicht einmal Rettung möglich — und hätten unsere ununterbrochen in Anspruch genommenen Kräfte auch so lang ausgehalten?

Ein paar rasch gewechselte Worte, denn zu langen Berathschlagungen blieb keine Zeit, waren genügend unser weiteres Verhalten zu bestimmen — der Bug des Fahrzeugs flog, von einer Woge gerade gehoben, rasch herum, und vor Wind und Wellen suchten wir jetzt, mit wirklich äußerster Anstrengung, den vor kaum einer halben Stunde verlassenen und gegen die Wogen wenigstens geschützten Hafen zu erreichen. Aber selbst zurück zeigte sich die Fahrt schwieriger als wir gedacht; ohne Steuerruder lag das Gewicht der Wellen zu sehr auf der Außenseite, als daß wir ihm immer hätten so schnell als nothwendig begegnen können, und während wir zwar rasch vorwärts glitten, trieb das Boot auch zu gleicher Zeit dem schlammigen Ufer näher. Berührte nur der Kiel den Grund, daß die Wogen beim Anprallen den geringsten Widerstand fanden, so schlugen sie über uns hin, und unsere Lage wäre dann allerdings eine fatale gewesen; der zähe Schlamm hätte uns selbst am Schwimmen verhindert. So weit sollte es aber nicht kommen, dicht am Schlammufer hin glitt unser wackeres Fahrzeug, die äußerste Spitze des gefährlichen Ufers war erreicht, und im nächsten Augenblick befanden wir uns in ruhigem sicherem Wasser.

Rechts einbiegend, wo der kleine Fluß eine Biegung gegen die Hügel macht, glitten wir in eine kleine geschützte Bucht, befestigten dort unseren Kahn und erreichten dann, da von hier aus eine schmale Kiesbank bis fast zum Fluß führte, auf dieser die nächsten Hügel, an denen hin wir zur, am letzten Abend erst verlassenen Mission wieder zurückgelangen konnten.

An diesem Tag war an einen zweiten Aufbruch nicht zu denken, denn jedenfalls mußten wir, da der Sturm auch nicht eine Viertelstunde nachließ, die Fluth des nächsten Morgens abwarten. Um unsere Zeit deshalb nur in etwas zu benutzen, besuchten wir das Missionsgebäude.

Lieber Gott, ich hatte geglaubt die Mission Dolores stehe schon, was Kirche und Privatwohnungen anbetraf, unter den niedrigsten Erwartungen, fand aber jetzt daß sie im Vergleich mit der von San Raphael, ein wahres Prachtgebäude sei.

In Art der Anlage haben beide Aehnlichkeit mit einander; die Jesuiten sind mit ihren californischen Missionen wohl ziemlich nach einem gemeinsamen Plane verfahren, Zeit und Wetter den aus ungebrannten Lehmsteinen errichteten Gebäuden aber keineswegs günstig gewesen. Es regnete gerade was vom Himmel herunter wollte, als wir in die zwar geräumige, aber öde Kirche traten. Kirche? — und warum nicht? — Die Leute, die diesen allerdings etwas wüst aussehenden Platz aus freiem Antrieb aufsuchten, hier ihre Andacht zu verrichten, konnten das gewiß dort ebenso gut als wenn das Haus von prächtigem Marmor ausgeführt und von Säulen getragen worden. Die so oft gepredigte und so selten befolgte ächt christliche Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit wäre auch hier vollkommen gut repräsentirt gewesen, nur störte die Masse bunten Nürnberger Flitterwerks, das wahrscheinlich gute Christen um den Altar herum aufgehäuft hatten, den wenigstens auf mich hervorgebrachten guten Eindruck, und contrastirte eigenthümlich genug mit den kahlen Lehmwänden und dem durch das zerrissene Dach in Traufen niederströmenden Regen.

Die Priesterwohnung stand in vollkommenen Verhältniß mit der Kirche; der Geistliche, ein geborner Franzose, hatte einen kranken Fuß und saß, diesen pflegend, in der hohen kahlen, kalten und feuchten Stube. Ein allem Anschein nach sehr hartes Bett, noch dazu nur dürftig mit Decken versehen, ein paar Stühle, ein wackliger Tisch, ein kleiner Bücherschrank und mehrere augenscheinlich europäische Koffer bildeten sein ganzes Hausgeräth. Die Stube schmückten noch außerdem einige Heiligenbilder — Gott verzeih es dem Maler der die Gesichter von sicherlich ganz braven Leuten auf so scheußliche Art entstellt hatte — und ein Bündel Rosenkränze — wahrscheinlich zu Geschenken bestimmt. Die Bibliothek, in der ich mich nach alten, auf die Mission bezüglichen Werken vergebens umsah, enthielt nur einige spanische Gebetbücher und mehrere Predigten in Manuscript — keinesfalls etwas erhebliches.

Indianer sahen wir nur wenige in der Mission; das Missionswerk scheint überhaupt für Californien vorbei zu sein. Man wird allerdings die wenigen armen eingebornen Teufel, die nach der gewaltsamen Entwicklung dieses wunderbaren Landes noch übrig bleiben, zu der äußeren Bekennung der christlichen Religion bringen, dabei wird es aber auch bleiben, und sich um ihr wirkliches Christenthum Niemand besonders kümmern.

In San Raphael beabsichtigte man ebenfalls eine Stadt anzulegen — wie überhaupt an sämmtlichen nur halbweg günstig gelegenen Plätzen der Bai — und Bauplätze wurden zu 30 Dollars ausgeboten.

Die Nacht schliefen wir, um dem starken, von heftigem Wind begleiteten Regen zu entgehen, in Mr. Murphy’s Haus. Gegen Morgen legte sich der Sturm, und um 11 Uhr als sich das schlimmste Wetter gelegt und die See etwas beruhigt hatte, gingen wir aufs neue in See — dießmal aber, mehr vom Wind begünstigt als gestern, unter Segel. Allerdings mußten wir so dicht wir konnten, bei dem Wind halten und machten deshalb keinen sehr bedeutenden Fortgang, die Ebbe war uns aber ebenfalls günstig, und nur etwas zu weit in die Mitte der Bai hinausgetrieben, hielten wir scharf auf die obere Spitze von Los Angelos zu. Nach Mittag drehte sich der Wind wieder etwas, wir mußten das Segel einziehen und zu den Rudern greifen und erreichten etwa zwei Stunden vor Sonnenuntergang nach schwerer Arbeit Los Angelos.

Am westlichen Ufer der Insel hin hielten wir uns diesmal, noch immer von der abströmenden Fluth begünstigt, und lagen dort etwa eine halbe Stunde still, uns theils auszuruhen, theils die nächste Fluth abzuwarten, um mit dieser gegen San Francisco hinaufzuhalten. Der Abend rückte aber rasch heran, und der Himmel selber sah viel zu drohend aus, als daß wir viel Zeit hätten unnütz versäumen dürfen. Wir setzten deshalb das Segel wieder und hielten an der Insel Alcatraces vorüber, auf die Westspitze der Insel Yerba Buena zu, von wo aus wir hoffen durften, entweder die über der Stadt und nach Dolores zu liegende Baispitze oder doch wenigstens die Stadt selber zu gewinnen. Von da an konnten wir dann, von dem hoben Ufer geschützt und von der steigenden Fluth begünstigt, noch in derselben Nacht in den Baiausfluß der Mission Dolores einlaufen. Wind und Wetter machten uns jedoch einen bedeutenden Strich durch diese Rechnung.

Noch vor Yerba Buena kam uns der Wind wieder entgegen und wir mußten rudern, und als wir kaum das erste und äußerste der vor San Francisco vor Anker liegenden Schiffe erreicht hatten, und gerade als sich die Fluth drehte, brauste er wieder über die See herüber, und der weiße Kamm der heranbrechenden Wogen kündete uns eine Fortsetzung des gestern Begonnenen. Dabei wurde es dunkel. Sollten wir nach dem über zwei Meilen entfernten Lande in solch stürmischer See hinüber halten? Jedenfalls wäre es sehr gewagt gewesen, und da die Noth es nicht dringend erforderte, beschlossen wir da, wo wir uns gerade befanden liegen zu bleiben. Hinten am Spiegel der Barke hing nämlich ein ziemlich großes Lichterboot, eine sogenannte Scow. In dieser lagen einige Bretter — das Boot befestigten wir an die Scow, schoben uns die Bretter dachförmig zurecht, deckten unser Segel darüber — was wenigstens vollkommenen Schutz gegen den Regen gab — und machten uns dann bereit die Nacht hier zu verbringen.

Immer lauter heulte aber der Sturm, immer höher hoben sich die Wogen, und unser Boot drohte an der schweren Scow zu zerschellen. Mit in dem Lichter gefundenen Stricken und einem sandgefüllten Sack, den wir neben den zusammengedrehten Seilen über Bord hingen, sicherten wir in etwas unser Boot. Wie sich das Wetter aber verschlimmerte, wurde auch dessen Zustand bedenklicher, und zuletzt erreichte es einen solchen Grad, daß wir die Erhaltung unseres Fahrzeugs fast aufgaben, und wenigstens alles, was herausgenommen werden konnte, wie Ruder, Dollen d. h. w. in die Scow retteten. Provisionen hatten wir, außer etwas trockenem Schiffszwieback und den beiden, aber doch nicht roh zu verwendenden Schnepfen, keine, auch keinen Appetit etwas zu verzehren, und müde und kalt drückten wir uns, nachdem das Boot so gut verwahrt war wie es die Umstände nur gestatteten, unter unser extemporirtes Schutzdach, unter dem wir wie in einem Sarge lagen.

Ich habe schon manche schlechte Nacht in meinem Leben mit durchgemacht, so gefroren aber noch in keiner. An Schlafen war dabei gar nicht zu denken; die Wogen schlugen gegen die Scow an, hoben sie und schleuderten sie hin und wieder; der Regen klatschte auf das Segel nieder, der Sturm heulte und zum Ueberfluß hing noch ein anderer, aus Brettern roh gezimmerter Kahn an demselben Schiff mit uns, barst schon in der ersten Stunde durch die wiederholten Schläge, und donnerte nun seine Stücke die ganze Nacht hindurch gegen die Vorplanken der Scow an, auf denen wir gerade mit dem Kopfe lagen.

Schlaflos warfen wir uns auf den feuchten Planken herum, und der kalte Wind pfiff unter dem Segel durch, daß uns das Mark in den Knochen erstarrte. Die Vergangenheit trug ebenfalls nicht dazu bei, mir wenigstens meine Lage zu erleichtern — an demselben Abend hatte ich im vorigen Jahr die Meinen verlassen, und jetzt? — Hol der Teufel das Nachdenken, wenn der Geist sich an solche Punkte klammert, und nicht los davon zu reißen ist.

Die Nacht kam mir so lang wie ein Monat vor, und als der Morgen endlich trübe durch unser naßgraues Segel dämmerte, konnte ich die erstarrten Glieder kaum so viel bewegen, unter unserem Dachwerk vorzukriechen.

Mein erster Blick war nach dem Boot, der zweite nach Himmel und Wellen — das Boot lag wirklich noch unbeschädigt neben uns, die See hatte sich beruhigt, der Sturm etwas nachgelassen, und wenn uns auch der Wind entgegen war, konnten wir doch jetzt leicht mit Rudern das Ufer gewinnen.

Unser Frühstück hielt uns nicht lange auf, ein Stück Schiffszwieback und ein Schluck Wasser. Rasch packten wir unsere Habseligkeiten wieder in das Boot und stießen, jetzt mit der besten Hoffnung, von unserem Nachtquartier ab.

Das Schiff an dem wir gelegen, war eine große französische Barke, L’Abeille und von den Leuten die wir an Bord sahen, wie sie uns von dort herunterriefen, vor einigen Tagen aufgefangen, ohne daß weder der Capitän noch sonst irgend jemand von der Mannschaft an Bord gewesen wäre.

Nach zwei Stunden etwa erreichten wir San Francisco. Wir sahen übrigens aus wie die Räuber und Mörder, und wären in jeder Stadt Europas, augenblicklich beim Kragen genommen und durch irgend einen wohlwollenden Polizeidiener der Aufmerksamkeit der Straßenjungen entzogen worden. Hier aber fällt das nicht auf, die Leute sind an abenteuerliche Gestalten jeder Art gewöhnt. Unbelästigt konnten wir uns restauriren und liefen noch an demselben Morgen, allerdings etwas müde, sonst jedoch wohl und gesund in den kleinen Fluß der Missionsbucht ein.