INHALTSVERZEICHNIS
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Druck der Spamerschen Buchdruckerei in Leipzig [[308]]
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EUGEN DIEDERICHS VERLAG IN JENA
DIE MÄRCHEN
DER WELTLITERATUR
In Pappband je M 4.—, in Halbleder je M 6.50
Märchen aus dem Osten
Märchen aus Turkestan und Tibet. Herausgegeben von G. Jungbauer. 6. Tausend
Die turkestanischen Märchen sind uraltes Volksgut, entstammend dem iranisch-mongolischen Volkstum und ergänzt durch das von indischer Kultur abhängige Tibet. Aus islamitischer Kultur erwachsen, tragen sie dennoch die Züge des bunten, phantastischen Urmärchens und stehen in enger Berührung mit der Welt der Dämonen und feenartigen Wesen.
Buddhistische Märchen aus dem alten Indien. Herausgegeben von Else Lüders. Mit 8 Tafeln. 20. Tausend
Diese Märchen lehren uns das Leben und Treiben in den Städten und Dörfern des Gangeslandes kennen. Die altindische Märchenwelt mit ihren Göttern und Dämonen, ihren Riesen und Menschenfressern tut sich hier auf.
Indische Märchen. Hrsg. von J. Hertel. Mit 7 Tafeln. 15. Tsd.
Der neue Orient: Dieses Buch bietet Übersetzungen der nicht buddhistischen Inder (d. h. der Hindus, Jainas u. a.). Neben vedischen Göttersagen finden wir hier erbauliche Erzählungen, neben Märchen auch Schwänke und Novellen.
Chinesische Volksmärchen. Übersetzt von R. Wilhelm. Mit 23 Abb. chinesischer Holzschnitte. 29. Tausend.
Hans Bethge: Hier sind Stücke darunter, so blumenhaft schön und lieblich, daß man sie als Perlen der Märchenpoesie überhaupt bezeichnen muß. Da sind Ammen- und Kindermärchen, Sagen und Märchen von Göttern, Zauberern und Heiligen, Gespenstergeschichten von Teufeln und Geistern.
In Vorbereitung sind:
Altägyptische Märchen. Hrsg. von G. Roeder. / Arabische Märchen (1001 Nacht in ältester Gestalt). Hrsg. von K. Dyroff. / Neuarabische Märchen. Hrsg. von E. Littmann. / Japanische Märchen. Hrsg. von K. Florenz. / Koreanische Märchen. Hrsg. von F. Rumpf.
Man verlange einen ausführlichen Sonderprospekt über die jetzt 29 Bände umfassende Sammlung. [[309]]
[[Inhalt]]
Die
Märchen der Weltliteratur
Herausgegeben von Friedrich von der Leyen u. Paul Zaunert
Die Märchen der Weltliteratur suchen die Seele jedes Kulturvolkes und auch der wichtigsten primitiven Völker in je einem Bande zu erfassen. Gerade durch die leichte Zugänglichkeit der Bände wird eine Vergleichsmöglichkeit ursprünglicher Volkspoesie gegeben, die uns an die Zeiten erster Entdeckung durch Herder erinnert. Nicht an dem Grade der Zivilisation, sondern an der Stellung eines Volkes zu seinen Märchen erkennt man die Echtheit einer Kultur.
Deutscher Märchenschatz
Plattdeutsche Volksmärchen. 2 Bde. Hrsg. von Wilhelm Wisser. 19. Tausend. Je geb. 6.—, Halbleder 8.50, Ganzleder 13.—
In sprachlicher Hinsicht übertreffen diese Märchen an Natürlichkeit die Grimmschen. Es gibt kein Buch, das den Dorfdialekt so unverfälscht echt trifft, so geradezu greifbar echt. Wisser hat sie aber auch aus dem Vermögen eines Dichters gestaltet, der nicht nur auf literarischen Stelzen geht, sondern ganz im Volkstum wurzelt. Hier ist höchst lebendige Volkssprache.
Deutsche Märchen aus dem Donaulande. Hrsg. von Paul Zaunert. Mit 16 Taf. 10. Tsd. Geb. 6.—, Halbled. 8.50, Ganzleder 13.—
Dieser Band bedeutet die überraschendste Bereicherung des deutschen Märchenschatzes seit Jacob Grimm. Steiermark und Kärnten, die am stärksten vertreten sind, erhalten hier die erste Märchensammlung überhaupt. Der Band gibt ein getreues Spiegelbild der Seele des österreichischen Alpenlandes.
Deutsche Märchen seit Grimm. 2 Bde. Hrsg. v. Paul Zaunert. 27. Tausend. Je geb. 6.—, Halbleder 8.50, Ganzleder 13.—
Die Sammeltätigkeit der Brüder Grimm beschränkte sich zur Hauptsache auf Hessen und Westfalen. Diese Zaunertsche Sammlung nun bedeutet die einheitliche künstlerische Formung und die Auslese des Wesentlichen aus den Funden seit den Brüdern Grimm, die sich über das gesamte Deutschland mit seinem fast unübersehbaren Märchenreichtum erstrecken.
Grimm, Kinder- und Hausmärchen. 2 Bde. Hrsg. v. Friedr. v. d. Leyen. 23. Tsd. Je geb. 5.—, Halbleder 7.50, Ganzleder 12.—
Die Anordnung dieser Ausgabe ist historisch. Den Reigen eröffnen die Märchen, die sich auf uraltem Glauben und der germanischen Heidenzeit begründen. Über die Wunder und Gläubigkeit des Rittertums führen sie in das geschäftige derbfrohe Leben des deutschen Bürgers und Bauern. Zuletzt schließen den Kreis wieder Feen- und Wundergeschichten, deren Gedanken teilweise vom Ausland beeinflußt sind.
Musäus, Volksmärchen der Deutschen. 2 Bde. Hrsg. v. Paul Zaunert. 22. Tsd. Mit Holzschnitten von Ludwig Richter. Jeder Bd. 5.—, Halbleder 7.50, Ganzleder 12.—
Musäus sammelte als erster in Deutschland Märchen; seine Nacherzählungen, die noch ganz den Reiz des Wielandschen Rokoko haben, stehen etwa in der Mitte von Volks- und Kunstmärchen.
Mit diesen 9 Bänden ist die Sammlung deutschen Märchenguts endgültig abgeschlossen. [[310]]
Die Märchen der übrigen europäischen Völker
Französische Volksmärchen. Hrsg. v. E. Tegethoff. 2 Bde. 10. Tsd.
Das innere Wesen des französischen Volkscharakters prägt sich in diesen Märchen am ursprünglichsten aus: kindlich und drollig, grotesk und frech, aber auch rachsüchtig und grausam, frei und heiter, fromm und innig und wiederum derb und zynisch. Die Bände umfassen das Volksgut vom Mittelalter bis zum Ausgang des Rokoko und wiederum von der Romantik bis zur Gegenwart.
Irische Märchen. Hrsg. von Käte Müller-Lisowski. 6. Tausend.
An erster Stelle stehen die Schalk- und Lügenmärchen. Sie finden ihre Ergänzung in Heldensagen, die dem Ossiankreise nahestehen, in Feenmärchen und manchem uralten Märchenstoff, der hier eine neue, geheimnisvoll tiefe Form angenommen hat.
Russische Volksmärchen. Übers. v. A. v. Löwis of Menar. 22. Tsd.
Alle Gegenden Rußlands melden sich zum Wort, und alle Zeiten seiner Kultur vom 11. Jahrhundert bis zur Gegenwart spiegeln sich darin.
Finnische und estnische Volksmärchen. Herausgegeben von A. von Löwis of Menar. 8. Tausend.
Diese Märchen bringen Proben aus den beiden epischen Gedichtzyklen, der finnischen Kalevala und der estnischen Kalevipoeg, alte Tiersagen, Zauber- und Wundermärchen mit uralten Motiven der nordisch-skandinavischen Mythologie.
Lettisch-litauische Märchen. Herausgegeben von Max Boehm und F. Specht. 6. Tausend.
Die Märchen dieser Stämme sind mit Sage und Volksglauben vielfach durchsetzt, zumal mit alten Motiven der nordischen Mythologie. Tier-, Natur- und Heldensagen finden sich eingestreut in bodenständigen Märchen. Der Teufel in einfältiger Gestalt und vielköpfige Riesen spielen eine große Rolle.
Balkanmärchen aus Albanien, Bulgarien, Serbien und Kroatien. Herausgegeben von A. Leskien. 17. Tausend.
Infolge des Durcheinanderlebens der verschiedenen Nationalitäten auf dem Balkan und der Durchkreuzung abendländischer und orientalischer Kultur ist wohl der farbigste Märchenschatz der Welt entstanden.
Neugriechische Märchen. Hrsg. v. P. Kretzschmar. 10. Tausend.
Trotz orientalischem wie europäischem Einfluß spiegeln die Märchen doch die Eigenart des griechischen Volkes wider, die sich besonders in dem Schaffen phantastischer Gestalten, in denen die heimischen Dämonen fortleben, zeigt.
Kaukasische Märchen. Herausgegeben von A. Dürr. 11. Tausend.
Wir begegnen hier schon den Polyphem- und Prometheussagen, Erzählungen vom weisen Salomo und vom großen Alexander finden wir in ganz neuen Variationen, dann echt kaukasische Riesen- und Heldensagen, Tierfabeln, lustige Schelmen- und Schildbürgerstreiche.
Nordische Volksmärchen. 2 Bände. Herausgegeben von Klara Stroebe. I. Dänemark und Schweden. II. Norwegen. 19. Tausend.
Der germanische Gedanke der Todesverachtung, männlicher Mut und Liebe zur Gefahr und Abenteuer sind die selbstverständliche Grundlage alles Geschehens dieser nordischen Volksmärchen. Uralte Heimatklänge der Edda sind in diesen Märchen.
Isländische Märchen. Hrsg. von Hans u. Ida Naumann. 6. Tsd.
Urwüchsige Natürlichkeit und natürliches Bauerntum herrschen in diesen Märchen vor. Den Hintergrund bilden die Landschaft Islands mit ihren Gletscherfelsen und Lavafeldern, dem Ödland und der fischreichen Fjordenküste.
Jeder Band gebunden M 6.—, Halbleder M 8.50, Ganzleder M 13.—
In Vorbereitung befinden sich:
Westslawische Märchen, Italienische Märchen, Englische Märchen. [[311]]
Die Märchen aus dem Osten
Chinesische Volksmärchen. Übers. u. eingel. v. Richard Wilhelm. Mit 23 chines. Holzschnitten. 28. Tausend. Geb. M 7.—, Halbleder M 9.50, Ganzleder M 14.—
Hans Bethge in der Wiener Abendpost: Es sind Stücke darunter, so blumenhaft schön und lieblich, daß man sie als Perlen der Märchenpoesie überhaupt bezeichnen muß. Richard Wilhelm, dem wir das verdienstvolle, an sorgsamer und liebevoller Arbeit reiche Buch zu danken haben, hat die bunten östlichen Märchen in ein ausgezeichnetes Deutsch gefaßt.
Buddhistische Märchen aus dem alten Indien. Hrsg. v. E. Lüders. Mit 8 Tafeln. 20. Tausend. Geb. M 7.—, Halbleder M 9.50, Ganzleder M 14.—
Dies Märchen lehren uns das Leben und Treiben in den Städten und Dörfern des Gangeslandes kennen; sie führen uns an die Höfe der Fürsten, in die Einsiedeleien der Asketen und die Klöster der buddhistischen Mönche. Die alte indische Märchenwelt mit ihren Göttern und Dämonen, ihren Riesen und Menschenfressern tut sich vor unseren Blicken auf.
Indische Märchen. Hrsg. von Johannes Hertel. Mit 7 Tafeln. 18. Tausend. Geb. M 7.—, Halbleder M 9.50, Ganzleder M 14.—
Preußische Jahrbücher: Ein reicher kulturgeschichtlicher Stoff, der die Eigenart des Volkes deutlich erkennen läßt, ist in diesen Erzählungen geborgen. Die ganze Farbenpracht der indischen Vorstellungswelt tritt in ihnen zutage, wir erkennen alle jene Vorzüge, die dem indischen Märchen das ihm eigene Gepräge geben: die Kunst des Aufbaus, die bewußte Steigerung in der Wahl der Darstellungsmittel und ihre wirksame gegensätzliche Verwendung.
Märchen aus Turkestan und Tibet. Hrsg. von Gust. Jungbauer. 6. Tausend. Geb. M 6.—, Halbleder M 8.50, Ganzleder M 13.—
Aus der Wiege des Indogermanentums stammen diese aus iranisch-mongolischem Volkstum hervorgegangen Märchen, ergänzt durch das von indischer Kultur abhängige Tibet. Es sind reine Märchen mit Königen, Prinzen und Prinzessinnen, erwachsend aus islamitischer Kultur und in enger Beziehung zu der Welt der Dämonen und feenartigen Wesen.
Türkische Märchen. Hrsg. von Friedr. Giese. 5. Tausend. Geb. M 6.—, Halbleder M 8.50, Ganzleder M 13.—
Berliner Börsen-Courier: Zum ersten Male gewinnen wir hier einen zuverlässigen Einblick in die Vorstellungswelt der Türken. Ursprüngliche Volksphantasie steht neben dichterischen Erzeugnissen. Zwar gilt sonst die Phantasie als eine schlechte Zeugin, zauberhaft genug in diesen Märchen, wie es ihr gelingt, Maximen und Ratschläge, die zu bezeugen sie aufgerufen wird, durch nichts als durch das Wunderbare zu beweisen.
Altägyptische Erzählungen und Märchen. Hrsg. v. G. Roeder. Mit 16 Tafeln u. 102 Textabbild. 10. Tausend. Geb. M 7.—, Halbleder M 9.50, Ganzleder M 14.—
Neben der feierlich erhabenen Welt der Tempel und Götter wird in diesem Bande das rein menschliche Leben des altägyptischen Volkes mit seinen Alltagstypen und Schicksalen sichtbar. Auch der gottähnliche Pharao steigt von seiner Höhe herab und wird Mensch unter Menschen. Der Offizier und Beamte, der fleißige Bauer und der tugendhafte Jüngling, das verführerische Weib und die treue Gattin, all diese Typen der Weltliteratur bietet auch der altägyptische Erzähler.
In Vorbereitung befinden sich:
Sibirische Märchen. Hrsg. v. H. Kunike (ersch. 1927), Arabische Märchen (1001 Nacht in ältester Gestalt), Japanische Märchen. [[312]]
Die Märchen der primitiven Völker
Malaiische Märchen. Hrsg. von Paul Hambruch. Mit 8 Tafeln. 8. Tausend. Geb. M 7.—, Halbleder M 9.50, Ganzleder M 14.—
Dieser Band bringt eine Auswahl aller wichtigen literarischen Denkmäler malaiischer Erzählungskunst. Von den Kosmogonien und den Tiergeschichten des malaiischen Reineke Fuchs bis zu den Heilbringersagen und dem malaiischen Eulenspiegel. Die Auswahl gewährt einen guten Einblick in das malaiische Seelenleben.
Südseemärchen. Aus Australien, Neu-Guinea, Fidji, Karolinen, Samoa, Tonga, Havaii, Neu-Seeland u. a. Hrsg. von Paul Hambruch. Mit 16 Tafeln. 19. Tausend. Geb. M 7.—, Halbleder M 9.50, Ganzleder M 14.—
Propyläen: Die Märchen dieser primitiven Völker sind viel mehr mit der Wirklichkeit verknüpft als die Märchen der Kulturnationen. Wir genießen diese schlichten Erzählungen, als hätten wir Literaturdenkmale aus Urzeiten vor uns.
Afrikanische Märchen. Hrsg. von Carl Meinhof. Mit 16 Tafeln und einer Sprachenkarte von Afrika. 18. Tausend. Geb. M 7.—, Halbleder M 9.50, Ganzleder M 14.—
Tägliche Rundschau: Wer diese afrikanischen Märchen zu lesen beginnt, der hat bald den Frieden und die Heiterkeit, das Hoffen und die Ergebung, die aus vertrauter und liebender Naturbeobachtung, aus Ehrfurcht vor unbekannten und doch gewissen Lebensmächten, aus Heldenverehrung und Held-Sein, aus dem Ring von Schuld und Sühne, Mühe und Lohn immer wieder zuströmen, wenn eben das Herz bereit ist.
Indianermärchen aus Südamerika. Hrsg. von Theodor Koch-Grünberg. Mit einer Karte und 8 Tafeln. 15. Tausend. Geb. M 7.—, Halbleder M 9.50, Ganzleder M 14.—
Kölnische Zeitung: Dreißig Stämme und Urbevölkerungsgruppen sind in dieser Sammlung durch Schöpfungs- und Heroensagen, Märchen, Tierfabeln und komische Erzählungen vertreten, die alle von einer eigentümlichen, urwüchsigen Schönheit sind.
Indianermärchen aus Nordamerika. Hrsg. von W. Krickeberg. 6. Tausend. Geb. M 7.—, Halbleder M 9.50, Ganzleder M 14.—
St. Galler Tagblatt: Die Spannungsweite dieser Indianermärchen ist ungemein groß; sie reicht von grübelndem Tiefsinn zum Ulk, von der Alltäglichkeit zum kosmogonischen Mythus, vom Grausen zum hellen Humor; Heldensagen und Tierfabeln hausen nebeneinander. All diese Märchen sind außerordentlich stark und wahrhaft künstlerisch im Ausdruck.
Zigeunermärchen. Unter Mitwirkung von Martin Block und Johannes Ipsen hrsg. von Walther Aichele. Mit 2 Tafeln. 10. Tausend. Geb. M 6.—, Halbleder M 8.50, Ganzleder M 13.—
Sächsische Staatszeitung: Wer kennt das Seelenleben der Zigeuner? Wer seine Freude an bunter Farbigkeit und listiger Verschlagenheit hat, wird nicht nur in dem vorliegenden Bande auf seine Kosten kommen, sonder zugleich einen Einblick in ein seltsames Seelenleben erhalten. Weil dieser Band ein Gebiet erschließt, das bisher der Allgemeinheit nicht zugänglich war, so sei er besonders freudig begrüßt.
Märchen der Naturvölker in Mittelamerika. Hrsg. von W. Krickeberg (erscheint 1928).
Eugen Diederichs Verlag in Jena
Nr. 307. 30000. VI. 27. Bibliographisches Institut in Leipzig.