XVIII

Peredonoff hatte eine Schülerwohnung besichtigt und kehrte jetzt heim. Ein plötzlicher Regenschauer überraschte ihn. Er überlegte, wohin er am besten gehen könne, um seinen neuen, seidenen Regenschirm der Nässe nicht auszusetzen. Jenseits der Straße erblickte er an einem kleinen, zweistöckigen Hause ein Schild mit der Aufschrift: Kontor. Notar Gudajewskji. Der Sohn des Notars war in der zweiten Klasse des Gymnasiums. Da beschloß Peredonoff hinzugehen und gleichzeitig den Schüler bei seinen Eltern zu verklagen.

Beide, Vater und Mutter waren zu Hause. Man empfing ihn sehr aufgeregt und geschäftig. Aber alles in diesem Hause wurde so betrieben.

Nikolai Michailowitsch Gudajewskji war nicht groß von Wuchs, kräftig gebaut, schwarzhaarig, mit einer Glatze auf dem Kopf, und trug einen langen, schwarzen Bart. Seine Bewegungen waren stets lebhaft und überraschend: er ging nicht, man konnte fast sagen: er kam wie ein Sperling angeschwirrt, und weder aus seinem Gesichtsausdruck noch aus seiner jeweiligen Stellung ließ sich entnehmen, was er im allernächsten Augenblick tun würde. So kam es z. B. vor, daß er mitten in einem Geschäftsgespräch ein Bein in die Luft schnellte, was weniger komisch wirkte, als daß es durch seine absolute Grundlosigkeit verblüffte. Zu Hause, oder wenn er zu Besuch war, pflegte er lange Zeit ganz ruhig zu sitzen, sprang dann plötzlich und ohne jeden ersichtlichen Grund auf, und ging eilig im Zimmer auf und ab, schrie, und stampfte mit dem Fuß. Wenn er auf der Straße ging, so kam es vor, daß er plötzlich stehen blieb, niederhuckte, sich setzte, oder einen Ausfall machte, oder sonst eine turnerische Bewegung ausführte, und dann wieder weiterging. Er liebte es in seinen Aktenstücken und Zeugnissen komische Randbemerkungen zu machen: z. B. statt einfach — Iwan Iwanowitsch Iwanoff wohnhaft am Moskauer Platz, im Hause der Frau Jermiloff — zu schreiben, wußte er von Iwan Iwanowitsch Iwanoff, welcher am Bazarplatze wohnhaft ist, also in jenem Stadtteil, der einem das Leben durch unerträglichen Gestank unmöglich macht usw. — zu berichten; mitunter erinnerte er daran, daß jener Mann, dessen Unterschrift er hierdurch bestätige, Besitzer von so und so viel Hühnern und Gänsen wäre.

Julia Petrowna Gudajewskaja war eine hochaufgeschossene, magere, dürre Person; sie war sehr leidenschaftlich, sehr sentimental und erinnerte in ihren Bewegungen, trotz der so ganz anders gearteten Größenverhältnisse, an ihren Mann: auch ihre Bewegungen waren unvermittelt, und gar nicht zu vergleichen mit den Bewegungen gewöhnlicher Leute. Sie pflegte sich sehr jugendlich und farbenfreudig zu kleiden, und bei ihren geschwinden Bewegungen wehten stets allerlei bunte Bänder mit denen sie ihre Frisur und ihre Kleider verschwenderisch zu schmücken liebte, in alle Richtungen.

Anton, — ihr Sohn, — ein flinker, hochaufgeschossener Junge, machte eine artige Verbeugung. Man führte Peredonoff in den Salon und er begann gleich gegen Anton Klage zu führen: er wäre faul, unaufmerksam, schwatze und lache während des Unterrichts mit seinen Kameraden, und mache während der Pausen dumme Streiche. Anton war sehr verwundert, — er hatte nicht geglaubt, ein so hartes Urteil zu verdienen, — und verteidigte sich mit Feuereifer. Auch die Eltern waren sehr erregt.

„Erlauben Sie mal,“ schrie der Vater, „sagen Sie ganz genau, was seine Unarten sind?“

„Nimm ihn nicht in Schutz,“ schrie die Mutter, „er hat sich anständig zu betragen.“

„Was hat er nun eigentlich verbrochen?“ fragte der Vater; dabei rannte er im Zimmer hin und her; rollte förmlich auf seinen kurzen Beinchen.

„So überhaupt,“ sagte Peredonoff finster, „er treibt allerhand Unsinn, balgt sich und hat es faustdick hinter den Ohren.“

„Ich habe mich nie gebalgt,“ rief Anton kläglich, „fragen Sie wen Sie wollen, — ich habe mich nie gebalgt.“

„Er vertritt einem den Weg,“ sagte Peredonoff.

„Schön,“ sagte Gudajewskji energisch, „ich werde ins Gymnasium gehn und den Inspektor fragen.“

„O Nikolaij, warum glaubst du denn nicht?“ schrie Julia Petrowna, „willst du, daß dein Sohn zum Verbrecher wird? Prügeln muß man ihn.“

„Unsinn! Unsinn!“ schrie der Vater.

„Ich werde ihn züchtigen, ja das werde ich!“ schrie die Mutter, packte Anton an der Schulter und wollte ihn fortschleppen: „komm nur, komm, mein Söhnchen, — in der Küche will ich dich züchtigen.“

„Du wirst es nicht tun!“ brüllte der Vater, und entriß ihr den Jungen.

Allein die Mutter gab nicht nach, Anton schrie verzweifelt, die Eltern stießen einander.

„Helfen Sie mir, Ardalljon Borisowitsch,“ schrie Julia Petrowna, „halten Sie diesen Lumpen fest, bis ich mit Anton abgerechnet habe.“

Peredonoff kam ihr zu Hilfe. Aber Gudajewskji befreite seinen Sohn mit einem starken Ruck, stieß seine Frau heftig zur Seite, stellte sich vor Peredonoff hin und rief drohend:

„Kommen Sie nicht näher! Wenn zwei Hunde sich beißen, mag der dritte fernbleiben! Unterstehn Sie sich!“

Der Schweiß floß ihm von der Stirn, seine Haare waren zerzaust, sein Gesicht ganz rot vor Zorn, und mit geballter Faust fuchtelte er in der Luft.

Peredonoff wich zurück und murmelte einige unverständliche Worte. Julia Petrowna lief wie ein Kreisel um ihren Mann herum und bemühte sich Anton zu fassen; der Vater deckte ihn mit seinem Rücken, zog ihn an den Händen bald nach rechts bald nach links. Julia Petrownas Augen funkelten und sie schrie:

„Ein Verbrecher wird er werden! Ins Zuchthaus wird er kommen! Nach Sibirien wird man ihn schicken.“

„Halt’s Maul!“ schrie Gudajewskji, „bell nicht, böses Scheusal!“

„O, der Tyrann!“ schrillte Julia Petrownas Stimme; sie sprang an den Mann heran und schlug ihn mit der Faust auf den Rücken, dann stürzte sie aus dem Zimmer.

Gudajewskji ballte die Fäuste und sprang gegen Peredonoff an.

„Sie sind hergekommen, um Zwietracht zu säen,“ schrie er, „Anton macht Dummheiten, — was? Sie lügen, er macht keine Dummheiten. Würde er sich schlecht betragen, so hätte ich es ohne Ihre Vermittlung längst erfahren. Mit Ihnen wünsche ich überhaupt nicht mehr zu reden. Sie schleichen durch die Stadt, und verstehen es vortrefflich, jeden dummen Esel zu betrügen und die Jungen zu prügeln. Wollen wohl Prügelmeister werden, — he! Hier sind Sie an den Unrechten gekommen. Sehr geehrter Herr, ich ersuche Sie, mein Haus zu verlassen!“

Während er so sprach, rückte er Peredonoff immer näher auf den Leib und hatte ihn schließlich in eine Ecke gedrängt. Peredonoff war sehr erschrocken und wäre froh gewesen, wenn er sich aus dem Staube hätte machen können. Im Eifer des Gefechts hatte Gudajewskji nicht bemerkt, daß er ihm den Weg vertrat. Anton hatte den Vater an den Rockschößen gepackt und versuchte ihn fortzuziehen. Der Vater schrie ihn an und schlug aus. Anton sprang geschickt zur Seite, ließ aber die Rockschöße nicht los.

„Loslassen!“ rief Gudajewskji, „Anton, hörst du!“

„Papachen,“ rief Anton und fuhr fort, den Vater zurückzuziehen, „du versperrst ihm den Weg.“

Gudajewskji sprang sofort zur Seite, — Anton hatte kaum Zeit, auszuweichen.

„Verzeihen Sie,“ sagte Gudajewskji auf die Türe weisend, „hier ist die Tür. Es liegt mir ferne, Sie zurückhalten zu wollen.“

Peredonoff schritt eilig aus dem Salon. Gudajewskji machte eine lange Nase hinter ihm her und hob ein Bein in die Luft, als hätte er ihn hinausgeworfen. Anton kicherte. Gudajewskji berief ihn zornig:

„Vergiß dich nicht Anton! Morgen noch fahre ich ins Gymnasium und sollte er die Wahrheit gesagt haben, übergebe ich dich der Mutter zur Züchtigung.“

„Ich habe nichts getan, er lügt,“ sagte Anton kläglich.

„Vergiß dich nicht, Anton!“ rief der Vater, „du darfst nicht sagen: er lügt, sondern: er hat sich versehen. Nur kleine Jungen lügen; erwachsene Leute können sich höchstens versehen.“

Unterdessen hatte Peredonoff in das halbdunkle Vorzimmer hinausgefunden, hatte seinen Mantel genommen, und war gerade bemüht, ihn anzuziehen. In der Erregung und Angst konnte er die Aermel nicht finden. Keiner kam ihm zu Hilfe.

Plötzlich öffnete sich eine Seitentür und Julia Petrowna kam hereingestürzt. Ihre Bänder rauschten und wehten, sie gestikulierte mit den Händen, hüpfte auf den Fußspitzen und flüsterte leidenschaftlich. Peredonoff konnte nicht gleich verstehen, was sie sagen wollte. „Ich bin Ihnen dankbar,“ begriff er endlich, „es war vornehm von Ihnen, daß Sie kamen, und Ihre Teilnahme ist vornehm. Sonst sind alle Menschen so gleichgültig, aber Sie haben es verstanden einem armen Mutterherzen nachzufühlen. Es ist unendlich schwer, Kinder zu erziehen; unendlich schwer! Sie haben gar keine Vorstellung davon, wie schwer es ist. Ich habe zwei Kinder und weiß nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Er ist ein Tyrann, ein fürchterlicher, entsetzlicher Mensch, nicht wahr? Sie haben ja selber gesehn?“

„Ja,“ brummte Peredonoff, „es war sehr eigentümlich von Ihrem Mann. Das geht doch nicht, ich bemühe mich um das Kind, und er ...“

„O reden Sie nicht,“ flüsterte Julia Petrowna, „er ist ein fürchterlicher Mensch. Er will mich unter die Erde bringen, würde sich freuen darüber. Meine Kinder will er ins Verderben stürzen, meinen lieben, guten Anton. Aber ich, — ich bin die Mutter, das kann ich nicht dulden, und ich werde ihn doch züchtigen.“

„Er wird es verbieten,“ sagte Peredonoff, und machte mit dem Kopf eine Bewegung zum Salon hin.

„Aber er wird in den Klub gehen. Da kann er den Anton nicht mitnehmen. Ich werde so lange schweigen, — als wäre ich mit allem einverstanden, — bis er sich aufgemacht hat. Ist er fort, so werde ich den Jungen züchtigen und Sie werden mir dabei helfen. Nicht wahr, Sie werden mir doch helfen?“

Peredonoff dachte nach. Dann sagte er:

„Gut, aber wie soll ich wissen — wann?“

„Ich werde nach Ihnen schicken,“ zischelte Julia Petrowna freudig erregt, „verlassen Sie sich darauf, kaum ist er in den Klub gegangen, werde ich es Sie wissen lassen.“

Am Abend erhielt Peredonoff ein Briefchen von der Gudajewskaja. Er las:

„Verehrter Ardalljon Borisowitsch!

Mein Mann ist soeben in den Klub gegangen und bis ein Uhr nachts bin ich den Tyrannen los. Seien Sie so liebenswürdig und kommen Sie so schnell als möglich um mir bei der Züchtigung meines mißratenen Kindes beizustehen. Ich muß es in vollem Umfange anerkennen, daß man ihn aus erzieherischen Gründen strafen muß, solange er noch jung ist; später dürfte es erfolglos sein.

Ihre Sie aufrichtig hochschätzende
Julia Gudajewskaja.

P. S. Bitte kommen Sie recht bald, sonst geht der Junge zu Bett, und wir müßten ihn wecken.“

Peredonoff machte sich eilig auf den Weg. Um den Hals legte er sich einen warmen Schal und ging.

„Wohin gehst du bei nachtschlafender Zeit?“ fragte Warwara.

„Ich habe zu tun,“ sagte Peredonoff finster und stampfte hinaus.

Warwara überlegte betrübt, daß sie wieder eine unruhige Nacht haben würde. Könnte man ihn doch dazu bewegen, recht bald zu heiraten. Dann würde sie schlafen können in der Nacht, am Tage — wann sie nur wollte. Wie wundervoll wäre das.

Auf der Straße kamen Peredonoff Bedenken. Vielleicht ist das ganze nur eine Falle. Gudajewskji ist zu Hause. Beide werden mich packen und mich schlagen. Vielleicht ist es besser, ich kehre wieder um? Doch nein, bis zu ihrem Hause will ich gehen, — das Weitere wird sich dann finden!

Die Nacht war still, kühl und sehr dunkel. Sie umhüllte einen von allen Seiten, und man wagte seinen Fuß nur zögernd vorwärts zu setzen. Ein frischer Duft wehte von den Feldern herüber. Im Grase an den Zäunen raschelte es verstohlen und wisperte; alles ringsum war gespenstisch und unheimlich. Vielleicht verfolgte ihn jemand, schlich ihm nach? Alle Gegenstände verbargen sich im nächtlichen Grauen, als wäre in ihnen ein neues, dunkles Leben erwacht, das der Mensch nicht zu begreifen vermag und das ihm feindlich begegnet.

Peredonoff ging leise durch die Straßen und flüsterte:

„Es ist nichts zu sehen. Doch ich habe nichts Unrechtes vor. Was ich tue, tue ich aus Pflichtgefühl. So ist es.“

Endlich stand er vor dem Hause des Notars. Nur in einem Fenster war Licht, — sonst war alles dunkel. Ganz leise und vorsichtig stieg er die wenigen Stufen empor, die zum Flur führten. Er blieb stehen, legte sein Ohr an die Tür und horchte, — alles blieb still. Ganz leicht berührte er den Messinggriff der Glocke, — in der Ferne hörte man einen schwachen, zitternden Laut. Aber so schwach er auch war, — er erfüllte Peredonoff mit Entsetzen, als müßten alle feindlichen Mächte von diesem Laut erwachen, und dieser einen Tür, vor der er stand, zueilen. Peredonoff lief geschwind die Stufen hinab und drückte sich an die Mauer.

Einige Augenblicke vergingen. Sein Herz krampfte sich zusammen und arbeitete schwer.

Dann hörte man leise Schritte und das Geräusch einer geöffneten Tür, — Julia Petrowna spähte vorsichtig auf die Straße und in der Dunkelheit schienen ihre schwarzen, lüsternen Augen zu funkeln.

„Wer ist da?“ fragte sie laut flüsternd.

Peredonoff trat ein wenig vor und versuchte von unten durch den schmalen Türspalt zu blicken. Alles war dunkel und still. Dann fragte er ebenso flüsternd, — und seine Stimme zitterte:

„Ist Nikolaij Michailowitsch fort?“

„Er ist fort, er ist fort!“ flüsterte Julia Petrowna und nickte mit dem Kopf.

Peredonoff blickte sich ängstlich um und folgte ihr ins dunkle Vorhaus.

„Verzeihen Sie,“ flüsterte Julia Petrowna, „ich nahm kein Licht mit. Man hätte uns sehen können. Gerüchte verbreiten sich schnell.“

Sie ging voran und Peredonoff folgte ihr über einige Stufen in den Gang. Dort brannte ein kleines Lämpchen und beleuchtete matt die obersten Stufen. Julia Petrowna kicherte froh und leise, und ihre Bänder zitterten und raschelten von diesem Lachen.

„Er ist fort,“ flüsterte sie freudig, sah sich um und warf Peredonoff einen heißen, lüsternen Blick zu. „Ich fürchtete schon, er würde zu Hause bleiben, aus lauter Wut. Dann hielt er es nicht aus ohne sein Whistspiel. Auch das Dienstmädchen habe ich fortgeschickt, — nur Lieschens Kindermädchen ist geblieben, — sonst stört uns noch jemand! Die Menschen von heute sind ja so! ...“

Von Julia Petrowna wehte es heiß, und sie selber war heiß und dürr, wie ein glimmender Span. Sie faßte Peredonoff einigemal am Arm, und von dieser raschen, flackernden Bewegung schienen flinke, flackernde Flämmchen über seinen Körper zu gleiten.

Ganz leise, auf Zehenspitzen, schlichen sie durch den Gang vorbei, an einigen geschlossenen Türen und vor der letzten blieben sie stehen ...

Um Mitternacht ging Peredonoff heim. Jeden Augenblick konnte ihr Mann zurückkommen. Verdrießlich und traurig ging er durch die dunklen Straßen. Es schien ihm als hätte die ganze Zeit über jemand vor dem Hause gestanden, der ihm jetzt folgte. Er murmelte:

„Ich war da in dienstlicher Angelegenheit. Ich bin unschuldig. Sie selber wollte es so. Mich wirst du nicht hintergehn, — da bist du an den Unrechten geraten.“

Warwara schlief noch nicht, als er heimkam. Vor ihr lagen Karten ausgebreitet.

Peredonoff schien es, als hätte jemand durch die Tür schlüpfen können, während er eingetreten war ... Vielleicht hatte Warwara selber einen Feind eintreten lassen ... Peredonoff sagte:

„Du willst Karten legen, während ich schlafe? Das paßt mir nicht, gib die Karten her; du willst mich behexen!“

Er nahm die Karten und versteckte sie unter seinem Kopfkissen. Warwara grinste und sagte:

„Hanswurst! Ich versteh ja gar nicht zu hexen, wozu auch!“

Ihr Lachen ärgerte ihn und machte ihn bange: es bedeutet, dachte er, daß sie auch ohne Karten hexen kann. Dort unter dem Bett reckt sich der Kater und seine grünen Augen funkeln. Hexen kann man, wenn man im Dunkeln über sein Fell streicht, daß die Funken stieben. Dort unter dem Schrank treibt sich das schreckliche, graue gespenstische Tierchen um, vielleicht versteht Warwara es anzulocken, wenn sie in den Nächten so leise pfeift, daß man fast glauben könnte, sie schnarche nur.

Peredonoff hatte einen fürchterlichen, drückenden Traum: Pjilnikoff war gekommen, stand auf der Schwelle, winkte ihm und lächelte. Eine geheime Kraft trieb ihn zu ihm hin; er folgte ihm und Pjilnikoff führte ihn durch dunkle, schmutzige Straßen, der Kater lief ihm zur Seite und seine grünen, bösen Augen leuchteten ...