§. 24.
Da eine Vorstellung um so viel vollkommener oder unvollkommener ist, formaliter betrachtet, je vortreflicher oder schlechter sich die Vorstellungskraft, wodurch sie gewürckt wird, bey ihrer Hervorbringung bewiesen; so muß auch ein Schertz um so viel glücklicher oder unglücklicher seyn, je stärcker oder matter und schwächer der scharfsinnige Witz ist, wodurch er gewürckt wird, und je geschickter er selbst ist ein Lachen zu erwecken. Das Feuer und die Kälte eines Schertzes, haben also ihren Grund, eines theils, in der Stärcke und Mattigkeit des scharfsinnigen Witzes; andern theils aber, in der Geschicklichkeit desselben einen andern zum lachen zu reitzen. Man thue hinzu, daß auch ein geschickter Vortrag des Schertzes sehr viel beytragen kan, das Feuer desselben zu vermehren, gleichwie der feurigste Spaß durch einen ungeschickten Vortrag kan ausgedämpft werden.