§. 25.

Wenn man den 24. Absatz mit dem 28. vergleicht, so können daher die Hauptregeln mit geringer Mühe erwiesen werden, wonach ein Schertz eingerichtet werden muß, wenn er glücklich und feurig seyn soll. Ein Spaß wird glücklich 1) wenn viele Dinge verglichen werden. 2) Wenn die Vorstellungen, die den Schertz ausmachen, unbekannt sind. 3) Wenn die verglichenen Sachen sehr verschieden sind. 4) Wenn er viele und grosse Uebereinstimmungsstücke entdeckt. 5) Wenn kurtz vor dem Schertze, sehr starcke Vorstellungen von anderer Art, vorhergegangen. 6) Wenn er mitten unter solchen Vorstellungen vorgetragen wird, die sehr starck und von anderer Art sind. 7) Wenn er selbst eine sehr starcke und grosse sinnliche Vorstellung ist. 8) Wenn er sehr geschickt ist ein Lachen hervorzubringen, oder wenigstens dazu sehr lebhaft zu reitzen. 9) Wenn er auf eine geschickte Art vorgetragen wird. Nach diesen Regeln will ich meine Beurtheilung der Schertze einrichten. Und ich glaube, es wird aus denselben, durch ein geringes Nachdencken, können erkannt werden, daß ein feuriger Schertz unter die vollkommensten und vortreflichsten sinnlichen Vorstellungen gehöre; und daß ein spaßhafter Kopf, der in seinen Schertzen glücklich ist, eine wahre Hochachtung und Bewunderung verdiene.