Drittes Kapitel.
Ein Fähnlein Knasterdampf wehte herein, und nun stand er selbst auch schon da, der breitbackige Meister Drewes. Er blieb einen Augenblick in der Tür stehen, sah stutzend auf das Bett und rief, während Steffen den Krüsel wieder an die Stange hakte: „Naber, ist das dein Ernst oder — willste dir man bloß mal ’n bißchen ’n kleinen Spaß machen?“
„Och, Andreis, der Multworm[7] am Hause und ’s Leichhuhn unterm Dache — — da muß man wohl dran denken.“
„I, Henderk!“ rief Drewes und zog den Schemel, den Steffen ihm sogleich hingestellt hatte, ans Bett.
„Es ist gut, Andreisvetter,“ sagte Steffen freudig, „daß Ihr ’rüber gekommen seid, Vater ist schon ganz trübselig geworden.“
„I, Steffen, konnteste denn nicht schon mal rum gekommen sein und uns Bescheid gebracht haben?“
Steffen schnippte mit zwei Fingern den Butzkopf vom Krüseldochte, griff ruhig in das Flämmchen und zog den Docht etwas höher heraus.
„Ich wäre morgen gewiß gekommen,“ antwortete er kleinlaut.
„Na, warum denn nicht schon heute, Junge? Machst dich ja verdammt rar bei uns.“
„Och, Andreis,“ begann nun der alte Oelkers, „ihm liegt zu viel auf’m Leibe, er kommt vor aller Arbeit nicht raus. Weißt doch, Naber, wo keine Frau im Hause ist ...“
„Ich will nur eben mal nach ’n Kühen sehen,“ sagte Steffen hastig und schob sich rasch zur Tür hinaus.
„Kannste auch ’s Schmöken vertragen?“ fragte Drewes, sich mitten in einem kräftigen Zuge unterbrechend.
„Der Seele macht’s nichts, Andreis,“ versicherte Oelkers mit einer beruhigenden Handbewegung.
„Willste denn nicht mal die Borstelmannsche kommen lassen? Das täte ich doch.“
„Och, Andreis, weißte, der ihre Zimperteggen[8] können mir nicht mehr helfen.“
„Oder doch ’n Doktor in Hilmesse[9] Bescheid sagen lassen?“
„Och, das sind große Kosten. Drei Stunden hin, drei her, weißte, Andreis, ich will das alte Gebäude man ruhig einfallen lassen; es ist doch nur noch ’n Gemökse. Ich nehme mich selbst nicht mal mehr geschenkt.“
Drewes schüttelte unwillig den Kopf. „He, ich werde dir aber die Borstelmannsche herschicken. Die hat doch schon so manchem geholfen. ’n Topf, der ’n Riß hat, kann noch lange gebraucht werden — natürlich, wenn ne ordentliche Frau im Hause ist. Was ich darum noch sagen wollte, Henderk,“ fuhr er fort, indem er mit dem Daumen auf die Asche im Pfeifenkopfe drückte, „ne Frau müßt ihr wieder ins Haus haben, i natürlich, das geht doch nicht anders, dann haste auch eher deine gehörige Aufwartung — i natürlich.“
„Ja, was sagste denn, Andreis,“ fragte Oelkers gleich gerade heraus, indem er sich auf beide Ellbogen stemmte und den Kopf mit Anstrengung erhob, „würdest du uns nicht deine Tochter geben?“
„No, warum denn nicht, Henderk! Aber bringen tue ich sie euch nicht, wenn Steffen sie nicht holt!“ antwortete Drewes in seiner lauten und lustigen Weise.
„Na, das ist doch ’n Wort, Andreis,“ rief Oelkers freudig gerührt und hielt den Kopf mühsam aufrecht. „Ja, schicke mir doch man die Borstelmannsche nochmal her; jetzt kriege ich doch auf einmal ordentlich wieder ne Lust zu leben.“
Meister Drewes lachte, daß es durchs Haus dröhnte, schüttete etwas Asche aus, kehrte die Pfeifendose um, daß der braune Saft herauslaufen konnte und sagte: „Habe heute ’n Aßschemel und ’n Wenneschemel und zwei Waugarme abgeliefert und soll in ’n nächsten Tagen sechs Pflugstürzen, zwei Polterbretter und drei Sichtbäume, sowie ’n Pflugrump und ’n Salrad fertig haben, und ’n neues Hintergestell und ’n neuer Pflug ist auch schon wieder bestellt. Geht das so weiter, muß ich mir am Ende noch ’n Gesellen nehmen.“ Dabei brach er abermals in sein behagliches Lachen aus.
„Ja, Handwerk hat einen goldenen Boden,“ bemerkte der Kranke.
„He, es läßt sich an.“
„I, tu man nicht so, Andreis!“
„Naber, du weißt, wie ich angefangen habe: klein und kümmerlich genug.“
„Auch ’n Fuder Weizen fängt mit einer Forke voll an,“ erwiderte Oelkers und lächelte.
Drewes wiegte den Kopf und schmunzelte. „Na, ja, heute habe ich doch ’n eigenes Nest und auch noch ’n bißchen drum und dran.“
„Ei, Naber, das sage ich auch!“ rief Oelkers lebhaft, worauf Drewes mit einer ihm wohl anstehenden Selbstgefälligkeit fortfuhr: „Und für ’n paar Morgen Land langte es wohl auch noch, wenn ich ’n Jungen hätte. Aber ich habe nur das Racker von Mädchen ...“
„’n Mädchen und ’n bißchen Bares ist immer was Rares,“ bemerkte Oelkers und schnalzte förmlich mit der Zunge.
Drewes rieb sich die Hände und lachte mit strahlenden Augen.
Oelkers stützte sich wieder auf die Hände und sah den alten Freund dankbar an.
„Andreis, du treibst mir alle Schmerzen aus ’n Knochen ’raus! Was freue ich mich, daß uns der liebe Gott so nahe beisammen gebracht hat und daß wir unser Leben lang so gute Freundschaft miteinander gehalten haben. Sieh“ — jetzt wurde seine Stimme etwas kleiner — „ich habe ja leider Gottes nichts zurücklegen können. Du weißt, man hatte immer seine liebe Not mit all den Lasten und Abgaben, und daß man nur seinen Hofherrn zufrieden stellte.“
Drewes ging hastig durch die Stube. „Düwel auch und Dunnerschlag, es ist nur ein Glück, daß der Bauer nicht auch den Himmel zu meiern braucht!“
Der Kranke nickte. „Mit dem Troste habe ich mich in meinem Leben oft getröstet. Hatten wir schlechte Jahre, war das Korn ausgewachsen und das letzte Schwein im Stalle krepiert, habe ich wohl manchmal gedacht, wie schön es doch im Himmel sein müsse, wo man keine Meiergefälle und keine ‚sonstige Prästationen‘ mehr auf sich zu nehmen braucht. Und darum, Andreis, freue ich mich nun auch, daß es jetzt so weit mit mir ist. — Aber so lange man noch da ist, denkt man doch an die Kinder. Man wünscht doch, daß sie ’s mal besser hätten.“
In plötzlicher Aufwallung schlug Drewes auf die Bettdecke, daß es klatschte.
„Henderk, wir wohnen zu tief, zwischen den Bergen, daß wir nicht recht um uns ’rum sehen können. ’ne halbe Stunde hüben, da sitzen wir mit der Nase im Woole; ’ne Stunde drüben, rennen wir uns ’n Kopf an ’n Sieben Brüdern ein. Da drunten gucken wir in die Haide rein und da droben wohl auch mal, ist ’s klar Wetter, bis zum Blocksberge ’rauf. Aber da drum herum geht die Welt erst an, und gegen die ist unser Tal nur wie ’n Schöttelkranz unterm Kaffeekessel. Heute morgen, als ich aufstand und aus der Bodenklappe guckte, stieg ’n großer Rauch überm Woole und über ’n Sieben Brüdern auf. Da dachte ich mir, das könnte der Rauch sein, der jetzt in allen Ländern von den Aschenhaufen der Herrenrechte aufsteigt, unter denen der Bauersmann seit so vielen Jahrhunderten zu kratzen und zu keuchen gehabt hat. Das ist ’n Rauch, der keine Augen beizt, das ist ’n Rauch, der die Dörfer hell und lustig macht, der die neue Zeit bringt, die schon Wicken-Thies prophezeit hat, in der die Bauern auch mal ’n Wort sagen dürfen und wenn sie wollen, auch mal Kutschen fahren können. Hei, Naber, so ’n schöner Rauch muß auch hier auf’m wüsten Hofe bald aufsteigen. Düwel noch mal! Haben wir nicht endlich ’n aparten König für uns gekriegt? Haben wir nicht das neue Gesetz, daß alles abgelöst werden kann? Donner, Naber, denkste denn nicht daran?“
„Och, Andreis,“ seufzte Oelkers, „das Gesetz, ja das ist wohl da. Aber — das Geld, Andreis, das Geld, das ist man nicht da. Das ist ’n Fisch für den, der ’n Regenwurm hat, Andreis.“
Drewes machte eine Handbewegung, als wollte er sagen: dieser bin ich. Er ging noch einmal durch die Stube, setzte sich wieder an das Bett und sagte mit einem Tone verhaltener Freude:
„Weißte, Henderk, mir kommt ’n Bauernhof unter dem alten Herrenjoch immer so vor wie ’n häßlicher alter Frosch, der erst tapfer gebissen werden muß, um in den wunderschönen Prinzen zurückverwandelt zu werden, der er einstmals war. Du kennst doch das Märeken von dem Mullkönige? Der kroch aus dem Waldeslaube wie ein großer Frosch und hatte auf dem Kopfe einen blutroten Kamm, der wie eine Krone aussah, und er sagte zu der schönen Kaufmannstochter, die so arm geworden war, daß sie im Holz Erdbeeren zum Verkauf pflücken mußte: ‚Ich will dich reich und glücklich machen, ich will dir ein ganzes Königreich zu eigen geben, wenn du mir den Kopf abbeißt.‘ Aber das Mädchen ekelte sich davor und lief weg, so schnell es nur laufen konnte. Aber die große Not trieb sie, daß sie dann doch wieder ins Holz ging und rief:
Mull, Mull, Mull,
Mien Harte is vull!
Da raschelte auch der Mullkönig wieder aus dem Laube, und sie packte das häßliche, abscheuliche Tier herzhaft an, drückte die Augen fest zu und biß ihm den Kopf ratsch ab. Da stand auf einmal ein wunderschöner Jüngling in prachtvollen Kleidern vor ihr und hielt ihr eine funkelnde Goldkrone hin und sagte:
De Kopp was miene,
De Krone is diene.
Und da tönten die Posaunen, und es kamen lange Züge von Rittern und Damen an, und es kam das ganze Volk und rief: ‚Vivat hoch! Es lebe unser König und seine Königin!‘
„Siehste, Henderk, und das bare Geld, das ich meinem Mädel mal mitgeben kann, soll dem häßlichen alten Mullkönige den Kopf abbeißen, daß er wieder ein wirklicher König werden und auch wieder eine wirkliche Königin haben kann — und wenn’s etwa noch nicht reicht,“ — er reckte die Arme, daß sie knackten — „Dunnerschlag, dann wird noch was gehobelt und gebohrt! Ha, ich freue mich auf den Augenblick, da Steffen vor euern Herrn hintreten kann und kann sagen: Hier ist das Geld für die Ablösung, und nun adjüs! Wir sind geschiedene Leute und kopulieren lassen wir uns niemals wieder! Ich bin kein Bauer, aber ’n Bauerskind und freue mich für meinen Vater, der in der Erde liegt, daß nun allerwärts ein rechter Frühling werden kann für den Bauernstand. Aber ich freue mich auch für mein Kind. Gebe ich deinem Jungen meine einzige Tochter, — he nun, so will ich natürlich auch, daß sie frei vom Joch auf dem Hofe soll schalten und walten können, daß sie die Schweine und Rinder, die Gänse und Hühner nicht aufziehen muß, bloß damit sich der Meierherr das beste dazwischen ’raus suchen kann.“
Der Kranke stieß einen schluchzenden Laut aus. „Gott im Himmel soll dir’s lohnen, Naber. Ha, das ist ein Zauberwort für’n verwünschten Bauersmann! Aber ich komme mir vor wie Moses auf dem großen Berge: Ich sehe das gelobte Land von ferne, doch hinein komme ich nicht mehr.“
Drewes warf den Kopf zurück. „He, warum denn nicht? Ich werde dich schon reinbringen, Henderk. Und der liebe Gott wird schon nichts dagegen haben. Moses war ’n alter jüdischer Racker und hatte gesündigt, aber was hast denn du Böses getan, Henderk, daß du nicht hineinkommen solltest? Doch nun laß uns mal weiter reden,“ sagte Meister Drewes mit Bedacht und stülpte den Pfeifenkopf um, „wie denkste denn aber deinen Zweiten abzufinden?“
„Och Gott, ich denke, der bleibt auf’m Hofe und verdient, was er braucht.“
„Na ja, aber wie ich deinen Marten kenne, wird er sich auf die Dauer mal nicht damit begnügen, seines Bruders Bruder zu sein; er wird sagen: Bruders Bruder heißt Bruders Knecht und wird nach etwas anderem trachten. Ihm steckt etwas im Kopf, der geht mal nach Hilmesse oder Hannover, wird Kutscher oder so was. Sollst sehen, der bringt’s mal weiter.“
„Den Kopf hat er ja dazu, der Junge. No, und will er dann mal durchaus hinaus in die Welt, no, so soll ihm der Älteste achtzig Taler raus geben, habe ich gedacht.“
Drewes fand das „recht und billig“, nickte und schloß: „So hätten wir nun das Wichtigste besprochen, und denn laß Steffen morgen man gleich ’rüberkommen.“
Da strich ein scharfer Windhauch in die Stube, und ihm nach kam Steffen, in der einen Hand einen schwarzrindigen Knust Brot, in der andern den „Kraus“, einen irdenen Deckelkrug, die Tür mit Ellbogen und Knie aufstoßend. Auf seinem Gesichte lag ein freudiger Glanz, in den derben Zügen zitterte eine leise Erregung. Er legte das Brot auf den Tisch, reichte Meister Drewes den Krug und sagte, indem er die Hand übers Knie wischte: „Gesundheit, Meister Drewes!“
Der Meister dankte, nahm den Krug und setzte ihn ohne weiteres an.
„Hoffentlich schmeckt’s Euch noch, denn es ist schon ’n bißchen lange her, daß wir gebraut haben,“ sagte Steffen und strich sich die fahlen Haare, die etwas straff über die knorrige Stirn niederhingen, mehrmals vergeblich zurück.
„’s ist das erste und einzige, was wir nach Mutters Tode gebraut haben,“ fügte der alte Oelkers wehmütig hinzu.
„Ja, die Mutter verstand sich besser darauf,“ beteuerte Steffen.
Drewes setzte den Krug mit einem tiefen Atemzuge auf den Tisch, fuhr sich mit der breiten Hand über die schmatzenden Lippen und beteuerte: „Laßt gewähren, Kinder, das ist’n ganz guter Trunk. Meine beiden Frauensleute brauen ihn auch nicht besser. — Besuchst du uns morgen, Steffen, soll dir meine Fieke auch ’n Kraus bringen. So, Junge, und nun leuchte mir ’raus!“
Steffen nahm den schwelenden Krüsel von der Stange und ging voran. Von der Schwelle der Stubentür ging eine schmale schwärzliche Holztreppe an einem großen Rauchfange vorbei auf einen rußgeschwärzten Raum, der Diele und Küche zugleich war. Die nächste und größere Tür linker Hand führte auf den Hof; eine Tür in der Innenwand nach dem Pferdestalle, auf dessen Nähe schon der eigentümliche Geruch deutete.
Es war sternenklare Nacht geworden; der Bach plätscherte, und eine Fledermaus schwirrte durch die Luft. Von der Kirchhofsmauer fiel ein Stein auf den Weg. Drewes dachte unwillkürlich an den Stein, der schon seit langen Jahren aus der Mauer der Godehardikirche zu Hildesheim hängt. Wie erzählt wurde, sollte Pappenheim ihn mit einer Kugel getroffen haben. Würde er einmal ganz aus der Mauer fallen, so müsse die Kirche an die Lutheraner kommen.
„Hoffentlich fällt er bald,“ sagte Drewes und sah nach dem kleinen Zwiebelturme, in dem sich’s regte, als schlüge der Hahn auf dem blinkenden Knaufe die Flügel zusammen.
„Das ist doch merkwürdig,“ murmelte er mit einem beinahe scheuen Blick über den Kirchhof und ging rasch vorüber.
An seinem Hofe angekommen, bemerkte er zu seiner Verwunderung, daß Marten und Sophie immer noch mit einander unter dem Rötchenbaume standen und Sophie immer noch die gefüllte Schürze vor sich hielt.
„I na,“ rief er hinüber, „sitzt denn die Eule immer noch im Rötchenbaume? Ich denke, Fieke, du kannst nun ’rein gehen. Es ist Zeit, daß die Mäuse aufstehen.“
„Sie hat sich da in irgend einen Baum verkrochen, Drewes Vetter!“ rief Marten hastig; er wolle aber die Nacht aufpassen.
„Ich glaube eher, sie sitzt im Kirchturm,“ meinte der Alte darauf und deutete an, was er im Vorbeigehen bemerkt hatte. „Laßt sie sitzen, wo sie sitzt, Kinder,“ schloß er, „ob im Rötchenbaume oder im Kirchturm, — der liebe Gott sitzt immer noch über ihr.“
Sophie schauderte und lief schnell ins Haus, während Martin sich nach den Büschen an der Despe zurückzog.
Als Drewes die Haustür zugeriegelt hatte, hörte er, wie Sophie in der Küchenkammer die Äpfel ausschüttete.
„Die Äpfel hättest du längst ’reingebracht haben können,“ sagte er etwas unwillig.
„Es ist ja schon die fünfte Schürze voll,“ versicherte sie eifrig. „Sieh doch nur her, Vater!“
Sie steckte einen Krüsel an, und der Vater sah nun das Apfellager in der Küchenkammer fast gefüllt.
„Na ja, aber des Nachts braucht man doch gerade keine Äpfel zu pflücken,“ meinte er und rollte, während der baumfrische Duft durch die Kammer ging, die Äpfel behutsam auseinander. „So ’ne Eile hätt’s doch gar nicht mit unsern Rötchen,“ brummte er noch.
„Na, Vater, der Baum ist doch hoch, und weil Marten auf das Leichhuhn passen wollte und Langeweile hatte, konnte er mir doch gern ’n bißchen pflücken helfen. Ist doch auch nichts dabei!“ Und sie lachte dazwischen, daß es hell durchs Haus hinklang.
Er nahm ihr den Krüsel aus der Hand und leuchtete ihr ganz nahe ins Gesicht. Die schwelende Flamme zog von dem weichen runden Kinn über zwei volle rote Wangen und ein etwas aufgeworfenes keckes Näschen empor zu zwei übermütig aufgerissenen blauen Augen, in denen das verhaltene Lachen stand und die Lust am Apfelpflücken noch nachstrahlte.
Er hob den Finger: „Morgen Abend soll dir Steffen beim Apfelpflücken helfen.“
„O, Vater!“ lachte sie und „gute Nacht, Vater!“ rief sie und sprang am Herd vorbei nach der Stube, aus der die Mutter gerufen hatte.