Neunter Auftritt.
Solneß. Hilde. Dann Frau Solneß.
Solneß (öffnet die Thüre rechts und spricht ins Seitenzimmer hinein). Aline! Sei so gut und komm' herein. Es ist ein Fräulein Wangel da, die du kennst.
Frau Solneß (erscheint in der Thüröffnung). Wer ist da, sagst du? (Sie erblickt Hilde.) Ach, Sie sind es, Fräulein? (Sie nähert sich und reicht ihr die Hand.) So sind Sie dennoch nach der Stadt gekommen.
Solneß. Fräulein Wangel ist soeben angekommen. Und da möchte sie gern die Nacht über hierbleiben.
Frau Solneß. Hier bei uns? Mit Vergnügen.
Solneß. Um Ihre Sachen ein wenig auszubessern, verstehst du.
Frau Solneß. Ich werde mich Ihrer annehmen, so gut ich kann. Das ist ja nur meine Pflicht. Ihr Koffer kommt wohl nach?
Hilde. Ich habe keinen Koffer.
Frau Solneß. Nun, das läßt sich schon ordnen, will ich hoffen. Jetzt müssen Sie aber hier bei meinem Mann vorlieb nehmen solange. Dann sorge ich inzwischen dafür, daß Ihnen ein Zimmer etwas behaglich hergerichtet wird.
Solneß. Könnten wir nicht eine von den Kinderstuben nehmen? Die sind ja vollständig bereit.
Frau Solneß. Das ginge wohl an. Dort haben wir mehr als genug Platz. (Zu Hilde.) Setzen Sie sich doch und ruhen Sie sich ein bißchen aus. (Ab nach rechts.)