Vierter Auftritt.

Die Vorigen. Ragnar Brovik.

Hilde (mit einem Freudenausbruch). Der Kranz! O das wird entsetzlich schön werden!

Solneß (verwundert). Kommen denn Sie mit dem Kranz, Ragnar?

Ragnar. Ich hatte es dem Werkmeister versprochen.

Solneß (erleichtert). Nun, dann geht's jedenfalls Ihrem Vater besser?

Ragnar. Nein.

Solneß. Ermunterte ihn das nicht, was ich geschrieben hatte?

Ragnar. Es kam zu spät.

Solneß. Zu spät!

Ragnar. Als sie es mitbrachte, war er nicht mehr bei Besinnung. Er hatte einen Schlaganfall gehabt.

Solneß. Aber so gehen Sie doch zu ihm heim! Seien Sie doch bei Ihrem Vater!

Ragnar. Er braucht mich nicht mehr.

Solneß. Aber Sie müssen doch wohl bei ihm sein.

Ragnar. Sie sitzt an seinem Bett.

Solneß (etwas unsicher). Kaja?

Ragnar (blickt ihn finster an). Kaja — jawohl.

Solneß. Gehen Sie nach Hause, Ragnar. Zu ihr sowohl, als zu ihm. Geben Sie mir den Kranz.

Ragnar (unterdrückt ein spöttisches Lächeln). Sie wollen doch nicht selber —?

Solneß. Ich will selber damit hinüber gehen. (Er nimmt ihm den Kranz ab.) Und jetzt gehen Sie nach Hause. Wir haben Sie heute nicht nötig.

Ragnar. Ich weiß, daß Sie mich hernach nicht nötig haben. Aber heute bleibe ich da.

Solneß. Na, bleiben Sie da, wenn Sie's durchaus wollen.

Hilde (am Geländer). Baumeister — hier will ich mich hinstellen, um Ihnen zuzusehen.

Solneß. Mir!

Hilde. Das wird entsetzlich spannend werden.

Solneß (gedämpft). Davon reden wir zwei später, Hilde. (Er geht mit dem Kranz fort, die Treppe hinab und durch den Garten hin.)