Die Hefenklöße.
Eine an der Chaussee, wie große Wollsäcke aufgethürmte Granitparthie, die mehrere senkrechte Klüfte zertheilen, die wiederum durch Quereinschnitte getrennt sind und solchemnach die Masse in parallelepipedische Stücke absondert, haben scherzweise dem Gebilde den Namen verliehen.
Die Hefenklöße, eine Lieblingsspeise der Erzgebirger, haben allerdings im Kleinen dieselbe Form. Vor etlichen zwanzig Jahren rutschte ein solcher Hefenkloß herab auf die Straße und versperrte sie, was sich leicht über lang oder kurz wieder zutragen kann. Solche Parthieen zu plötzlicher Absperrung der Wege mögen ihren Werth im kleinen Gebirgskrieg haben; diesem wollten wir allenfalls die Hefenklöße abtreten, wenn nicht zugleich den ordentlichen Klößen Gefahr drohte.
Von dort, wo der Steinbach seine rauschenden Wellen in das Schwarzwasser jagt, nimmt die Thalung eine finstere Miene an, die weder die schüchtern herabschauenden zwei Häuser am Rabenberge, noch das Teumerhaus mit der neuen Papiermühle auszuglätten vermögen. Fichtenwälder zu beiden Seiten der Gebirgsabhänge lassen ihr dunkelgrünes Gewand überall herabrollen bis an die Straße und verbergen die Rippen und Knochen des Granitgebirges da, wo es steil nach dem Thale herein die Knie beugt.
Doch wird nun die Straße lebendiger; das Nestler'sche Walzenwerk mit seinem rußigen Kleide, die Haberlandsmühle, so wie das Zoll- und Chausseehaus mit seiner nachbarlichen Bretmühle verkünden die Nähe eines bevölkerten Oertchens. Es ist