Die Mutter

Hohe heilige Bläue,

Schrei aus Verwesung, Grab und Nacht.

Darf ich mich wieder freuen?

Ich bin dir dargebracht.

Deine rauhen Hände falten

Sich, mir spendend Segen.

Deine entzündeten Augen walten,

Wie flackernde Lämpchen auf schwarzem Grubenwege.

Deine zerklüfteten Wangen schlagen

Leichte an. Es heult ein Hund.

Ich schreite entgegen glücklicheren Tagen.

Sterne wirbeln rings im Bund.

Ich mich wild empöre,

Zornig reißt es mich dahin.

Erhöre

Mich! Ich stammle auf den Knien.

Wie lang ich noch verweile?

Trenn auf des Leibes Naht!

Mich raffen hin Verzweiflungs giftige Pfeile.

Du aber stürzest mich in Tränenguß und Bad.

O Reinigung du, o Bad!

Abkehr irdischen Staubs!

Deiner Haare goldenes Laub

Belebt den Tod, verklärt die schlimme Tat.