Die sächsischen Urnenfelder
Von Dr. J. Deichmüller, Dresden
Unter den vorgeschichtlichen Funden aus dem Freistaat Sachsen nehmen die unter dem Namen »Urnenfelder« bekannten großen Gräberfelder mit Brandbestattungen einen breiten Raum ein. Ihr Auftreten bedeutet einen wichtigen Abschnitt in der Vorgeschichte des Landes. Machte sich gegen den Ausgang der Steinzeit und noch in der beginnenden Bronzezeit eine auffallende Bevölkerungsabnahme, die in den spärlichen Einzel- und Grabfunden zum Ausdruck kommt, bemerkbar, so findet man von der mittleren Bronzezeit ab überall im Flach- und vereinzelt auch im Hügellande unvermittelt in großer Zahl ausgedehnte Gräberfelder oft mit Hunderten von Einzelbestattungen, die eine in der Nähe seßhafte dichte Bevölkerung voraussetzen. Diese Bevölkerungszunahme ist nur durch Zuwanderung neuer Volksmassen in die entvölkerten Landschaften zu erklären. Mit ihrem Erscheinen fällt eine gewaltige Veränderung im Totenkult zusammen: die in der Stein- und frühesten Bronzezeit gebräuchliche Totenbestattung wird durch die Leichenverbrennung ersetzt. Die Frage, woher jene Einwanderer kamen und welches Stammes sie waren, ist bis jetzt in allseitig befriedigender Weise noch nicht beantwortet worden. Germanen, deren Vorläufer die gegen Ende der Steinzeit in Mitteldeutschland auftretenden Schnurkeramiker waren, thrakische Stämme aus der Karpathengegend, selbst Slawen sind als das Volk der Urnenfelder in Anspruch genommen worden. Die jüngste Ansicht bezeichnet als Träger der neuen Kultur illyrische Völker, die aus ihrer südeuropäischen Heimat die Leichenverbrennung mitbrachten, eine Sitte, die zwei Jahrtausende hindurch bis zur Völkerwanderungszeit in unsrer Gegend die alleinherrschende geblieben ist. Der Tote wird auf einem Holzstoß verbrannt, der Rest des Skeletts in einem Tongefäß gesammelt und mit Schmucksachen und kleineren Gefäßen, den »Tränenkrüglein« des Volksmundes, unter einem Erd- oder Steinhügel oder in einer Grube ([1]), oft mit Steinen umstellt und bedeckt ([2 bis 4]), beigesetzt. Beide Grabformen kommen in der Bronzezeit bei uns nebeneinander vor, die Hügelgräber verschwinden aber mit dem Beginn der Eisenzeit, sind überhaupt seltener, vielleicht nur infolge der nivellierenden Arbeit des Pfluges, und liegen nicht in so großer Zahl beisammen wie die Flachgräber der Urnenfelder.
Der Charakter der älteren, der bronzezeitlichen Urnenfelder ist kein einheitlicher; sie lassen sich leicht in zwei zeitlich aufeinanderfolgende Gruppen trennen, in die der mittleren Bronzezeit, etwa 1600 bis 1200 v. Chr., und die der jüngeren, von 1200 bis 800 v. Chr. Die Unterschiede beider kommen vor allem zum Ausdruck in der reichhaltigen Keramik, die man als den »Lausitzer Typus« bezeichnet. Beiden Gruppen gemeinsam ist die kantige Profilierung der Gefäße, die scharfe Trennung von Hals und Bauch, ihre helle Farbe, grau, gelb, hellbraun und rötlich, und die Herstellungsweise aus freier Hand ohne Benutzung der Töpferscheibe. Immer wiederkehrende Formen des älteren Lausitzer Typus sind ein Napf aus zwei umgekehrt aufeinandergestellten abgestumpften Kegeln, deren unterer fast stets flacher als der obere ist ([5]), ein eiförmiger Topf mit niedrigem, nach außen geschweiftem Hals ([8]), terrinenartige bauchige Gefäße ohne oder mit eingezapften oder angeklebten Henkeln ([6]), Krüge, deren Henkel den Oberrand nicht überragen ([9], [13]), breite, meist als Deckel der Urnen benutzte Henkelschüsseln ([7]) und kegelige oder halbkugelige Tassen und Näpfchen ([10], [12]). Eine für die ältere Gruppe charakteristische Form ist das Buckelgefäß in Gestalt schön profilierter Krüge ([9]), breiter henkelloser Näpfe mit ausladendem Rande oder bauchiger Terrinen ([11]) mit fast zylindrischem Hals. Ihren Namen haben diese Gefäße von den buckelartigen, der Frauenbrust nachgebildeten plastischen Verzierungen, die auf dem Oberteil des Gefäßbauches aus der Wandung herausgeformt, aufgeklebt, nicht selten eingezapft sind und von einem oder mehreren konzentrischen Höfen umgeben werden. Einfacher Art sind die Verzierungen der Gefäße: perlschnurartig aneinandergereihte Tupfen oder Einkerbungen auf vorstehenden Kanten ([7], [5]), Horizontalfurchen am unteren Halsrand ([5], [13]), Gruppen senkrechter Striche ([11]) oder schräge Rippen auf der Schulter ([13]) oder radial angeordnete Striche auf der Bauchseite ([5]). Große dickwandige, kesselartige, außen meist gerauhte Gefäße tragen am Halsansatz als Schmuck häufig eine aufgeklebte, kettenartig gekerbte Tonleiste.
Die Formen des jüngeren Lausitzer Typus sind jenen zwar ähnlich, eine gewisse Verflachung ist aber nicht zu verkennen. Die Buckelverzierung wird jetzt nur noch durch konzentrische Bogenlinien angedeutet ([16]); an den doppelkonischen Näpfen ([14]) vermißt man oft die scharfe Mittelkante und an den eiförmigen, meist außen gerauhten Töpfen ([18]) die deutliche Abgrenzung des Halses. Der Krug ([25]) wird schlanker, das früher weitbauchige Unterteil eiförmig, der Hals höher, der Henkel überragt den Rand und reicht nicht mehr bis zur Gefäßschulter. Der Boden der flachen Schalen ist nach oben gewölbt ([19]). Eine neue Form tritt uns in der sogenannten »Pilgerflasche« ([22]) entgegen, einem Gefäß mit sehr weitem Bauch, engem niedrigen Hals und Henkelösen an dessen Unterrand. Unter den Ornamenten herrschen dicht aneinandergereihte breite Horizontalfurchen ([14], [16], [20 bis 22], [24], [25]) vor, die das Gefäß kanneliert oder facettiert erscheinen lassen. Die Gefäßschulter ist mit kurzen, senkrechten ([23]) oder mit schrägen, ihre Richtung wechselnden Furchen ([17]) bedeckt. Neu ist das Wolfszahnornament aus aneinandergereihten, parallel gestrichelten Dreiecken ([22]).
Weniger deutlich tritt der Zeitunterschied beider Gruppen in den Bronzebeigaben hervor. Geflügelte Pfeilspitzen ([36]), Messerklingen, zuweilen ein Angelhaken vertreten das Kleingerät des täglichen Gebrauchs; einfache oder spiralgewundene Finger- und Armringe aus glattem oder tordiertem Draht ([35]), flache Knöpfe mit Ösen, Röllchen aus spiraliggewundenem Draht oder Bronzeband, flache Drahtspiralen, zum Teil vielleicht Bruchstücke von Brillenfibeln ([33]), den Kleinschmuck. Derartige Dinge kommen in beiden Gruppen vor und haben sich aus der älteren bis in die jüngere Zeit vererbt. Sehr beliebt scheinen Schmucknadeln ([26 bis 32]) gewesen zu sein, die sich überall vorfinden. Solche mit quergeriefelt-linsenförmigem ([26]), kugeligem, kegel- ([27]) oder scheibenförmigem Kopf ([28]) oder mit breitgehämmertem, eingerolltem Ende ([29]) treten in den älteren wie jüngeren Bronzezeitgräbern auf, in den ersteren auch hirtenstabartig gebogene ([30]), in den letzteren solche mit quergeripptem, keulen- ([31]) oder mit vasenförmigem Kopf ([32]). Viereckige Rasiermesser mit Griffansatz ([34]) gehören zu den Beigaben der jüngeren Gruppe. Auch Edelmetall, Gold, ist den bronzezeitlichen Bewohnern unsrer Gegend nicht unbekannt gewesen, wie kleine Spiralröllchen und Armringe bezeugen. Scheiben- und erbsenförmige Perlen aus Ton oder Bernstein, tönerne Spinnwirtel und pyramidenförmige Gewichte, weiter kleine Ringe und Anhänger (Amulette?) aus flachen Steinen und flaschenförmige Tonklappern ([38]) in der jüngeren, ei- oder tonnenförmige ([37]) in der älteren Gruppe vervollständigen das Inventar der Gräber, in deren Steinsetzungen auch Getreidemühlen aus Sandstein oder Quarzporphyr zuweilen Verwendung gefunden haben.
Wenig Veränderung in die während der Bronzezeit herrschenden Verhältnisse hat das Eisen gebracht, dessen Kenntnis sich etwa um 800 v. Chr. durch die nordwärts über Mähren und Schlesien vordringende, in Südeuropa heimische ältere vorrömische Eisenkultur, die Hallstattkultur, über die Lausitz bis zum Elbtal verbreitete. Auf ihrem Wege hat die neue Kultur durch Berührung mit der älteren bronzezeitlichen neue Typen geschaffen, es entstand eine Mischkultur, besonders in der Keramik, die nach dem am längsten bekannten Fundort an der Oder als »Billendorfer Typus« bezeichnet wird. Die den älteren Gefäßen eigenen scharfkantigen Profile sind verschwunden, es entstehen weichere, gerundetere Formen von großer Mannigfaltigkeit und sorgfältigster Ausführung, die einen großen Fortschritt in der Kunst des Töpfers bekunden. Als Typen erscheinen jetzt flaschenförmige Gefäße mit nach oben verjüngtem Hals, dessen Rand nach außen umgelegt ist ([39], [40]), ähnlich gestaltete Krüge mit hochgeschwungenen Henkeln und kleiner Standfläche ([41]), zuweilen nach unten zugespitzt ([43]), und weitmundige Tassen, Formen, die unverkennbar auf den Einfluß der Hallstattkultur hinweisen. Hierzu treten schmucklose, tonnenförmige Gefäße mit zwei Henkeln ([46]), ovale Dosen mit Scheidewänden ([50]), die aus zwei oder drei Einzelgefäßen zusammengesetzten Zwillings- und Drillingsgefäße ([51]) und die sogenannten Räuchergefäße mit durchbrochenem Fuß ([47]), die oft auf flachen Tellern stehen. Auch äußerlich unterscheidet sich der Billendorfer Typus von dem Lausitzer durch die vorwiegend dunkle, schwarze oder tiefbraune Färbung der Gefäße. Nicht selten ist die Außenfläche mit einem glänzenden Graphitüberzug versehen und reich verziert mit schmalen Horizontalfurchen, die durch Bündel von Quer- oder Bogenrillen ([45]) unterbrochen werden, mit Gruppen paralleler Striche in Dreiecksstellung ([41], [42]) und Tupfenreihen ([45]), die Innenseiten von Schalen zuweilen mit sternförmigen, in Graphit gemalten Mustern. Zum ersten Male erscheinen auch figürliche Darstellungen von Menschen, Tieren und Bäumen in einfacher Strichzeichnung ([39], [40]).
Neben bronzenen findet man nun, wenn auch noch spärlich, Beigaben aus Eisen. Geschlossene, offene ([62]) oder spiraliggewundene Ringe und Schmucknadeln mit vielgestaltigem Kopf ([52 bis 55], [58], [59]), unter diesen die typische Schwanenhalsnadel mit S-förmig gekrümmtem Hals ([54], [55]) aus Bronze oder Eisen, gehören zu den häufigen Beigaben. Seltener sind eiserne Bügelfibeln mit kurzer Spiralfeder und senkrecht umgebogenem Fußende ([56]), mit getriebenen Buckelchen geschmückte Anhänger aus Bronzeblech ([64]), eiserne oder bronzene Pinzetten mit oder ohne Schieber ([63]), Knochennadeln ([60], [61]), Glasperlen, gerade eiserne Messer mit Resten des Holzgriffs und tönerne Klappern in Vogelgestalt ([57]). Hügelgräber sind in der frühen Eisenzeit in unsrer Gegend unbekannt, nur Flachgräber mit zum Teil recht ansehnlichen Steinsetzungen.
In den letzten Jahrhunderten v. Chr., in der jüngeren vorrömischen oder Latène-Zeit, nehmen die Urnenfelder an Zahl und Ausdehnung ab und beschränken sich auf Nordwestsachsen bis zum Elbtal. Die Gräber stammen mit wenigen Ausnahmen aus den älteren Abschnitten dieser Periode. Bekannt sind nur Flachgräber, die sich durch Armut an Gefäßen von denen der älteren Zeit unterscheiden. Die Urnen kann man leicht in zwei durch Herstellungs- und Verzierungsweise auffallend verschiedene Gruppen trennen. Die der einen Gruppe sind freihändig aus grobsandigem Ton hergestellt, schmutziggrau oder braun gefärbt, terrinen- ([65 bis 67]) oder tonnenartig ([68]), zum Teil mit kaum abgegrenztem Hals und meist ohne Henkel, die an einzelnen durch paarig senkrechte oder hufeisenförmige Wülste ersetzt sind. Als Verzierungen werden Tupfenreihen ([65]), horizontale und winkelig gebrochene, von Einstichen begleitete Furchen ([66]) oder mit einem mehrzinkigen Werkzeug ausgeführte Bogenlinien ([67]) angebracht, auch ist der Gefäßbauch zuweilen in abwechselnd rauhe und glatte, auch gestrichelte Felder eingeteilt ([68]). Die Gefäße der anderen Gruppe dagegen sind aus feingeschlämmtem Ton auf der Töpferscheibe angefertigt, sauber geglättet und schwarz gefärbt. Nach oben und unten konisch verjüngte Näpfe ([69], [75]) und becherartige Formen ([70]), durch aufgeklebte Tonleisten gegliedert, herrschen vor. Auf einzelnen Stücken sind innen oder außen konzentrische Ringel in Dreiecksstellung ([75]), selten S-förmige Ornamente um den Boden herum eingestempelt. Die Gefäße der ersten Gruppe dürften heimische Erzeugnisse, die der letzteren Importware aus Westdeutschland sein. Beigefäße, roh gearbeitete Näpfchen und Täßchen ([71 bis 74]), enthalten die Latène-Gräber nur in geringer Zahl.
Schmuck- und Gebrauchsgegenstände werden jetzt dem Toten reichlicher beigegeben. Hier sind vor allem die für die Altersbestimmung wichtigen Gewandnadeln oder Fibeln zu nennen, deren älteste Form mit freiem Schlußstück ([77]) aus den meisten Latène-Gräbern, deren jüngste mit ungetrenntem Nadellager und Schlußstück ([79]) aber nur in wenigen Exemplaren bekannt ist. Zu den häufigeren Metallbeigaben gehören weiter Gürtelhaken in mancherlei Gestalt, einfache Bänder mit umgebogenen Enden ([80]), sporn- ([81]) oder stabförmige ([86]) aus Eisen, dreieckige, durchbrochene aus Bronze oder aus einer mit verziertem Bronzeblech und Knöpfen besetzten Eisenplatte ([85]). Neue Typen sind eine eiserne oder bronzene Nadel mit Kopfscheibe und aufgenietetem Bronzekegel, die Tutulusnadel ([82]), der mit Buckeln verzierte Paukenring, eiserne und bronzene Ketten mit in Tierköpfen endenden Haken, wohl Wehrgehänge, und die geschmackvoll ornamentierten Segelohrringe ([84]).
Aus der Zeit nach Christi Geburt, der römischen Kaiserzeit, sind nur noch wenige Urnenfelder bekannt; Sachsen scheint damals durch die beginnenden großen Völkerbewegungen bereits entvölkert zu sein. Aus den ersten beiden Jahrhunderten stammen zwei Brandgräberfelder in Sachsen westlich der Elbe, aus dem dritten und vierten Jahrhundert außer einzelnen Gräbern nur ein solches in der Lausitz das aber eine Sonderstellung einnimmt durch die Art der Bestattung der Knochenreste wahrscheinlich in Holzgefäßen, nicht in Urnen aus Ton. Das Inventar der Gräber unterscheidet sich namentlich durch die Keramik. Die Gefäße der älteren Urnenfelder haben ausschließlich Becherform ([87], [89]), sind tiefschwarz, oberflächlich glänzend geglättet und reich verziert, oder rotbraun und schmucklos. Das häufigste Verzierungsmotiv ist der Mäander, meist als Treppenmäander, nach unten durch eine Reihe von Dreiecken abgeschlossen; der Gefäßbauch wird durch Doppellinien in Felder geteilt, in denen Ringe oder auch Hakenkreuze angebracht sind ([87]). Alle Linien werden von mehrfachen Reihen viereckiger Grübchen, die mit einem Rollrädchen eingedrückt sind, gebildet. Daneben kommen als Ornament auch Dreiecke, mit Grübchen gefüllt ([89]), vor. Alle Gräber enthalten nur eine Urne, keine Beigefäße, Steinsetzungen fehlen. Anders ist die Keramik der jüngeren Urnenfelder der römischen Kaiserzeit, in denen neben rohgearbeiteten Näpfen ([88]) Terracottagefäße römischer Arbeit ([90], [91]) gefunden werden.
Im Inventar der Gräber der frührömischen Kaiserzeit spielen Waffen eine große Rolle: eingerollte eiserne Schwerter ([92]), Lanzen ([93], [94]), Schildbuckel ([105]) und Schildfesseln ([102]), diese auch aus Bronze. Zum Schleifen der Waffen dienten Wetzsteine aus feinkörniger Grauwacke ([100]). In den Gräbern der späteren Gruppe ist dagegen fast immer die Axt ([99]) enthalten, daneben Lanze und Pfeil. Beiden Gruppen gemeinsam sind gerade und sichelartig gebogene Messer ([96], [95]), Hakenschlüssel ([98]) und Federscheren ([97]) aus Eisen und eiserne oder bronzene Schnallen ([104], [106]). Von Schmucksachen enthalten die Gräber der ersten beiden Jahrhunderte n. Chr. reichlich provinzialrömische Fibeln in verschiedenster Ausführung ([103], [108 bis 110]), selten ein goldenes Ohrgehänge ([107]), die des späteren Abschnitts vereinzelt eine silberne oder goldbelegte Rollenfibel, einen Knochenkamm oder Glasperlen.
Mit dem Ende des römischen Kultureinflusses und dem Vordringen des Christentums verschwindet aus unsrer Gegend auch die Sitte der Leichenverbrennung und der Anlage von Urnenfeldern. Ihre Stelle nimmt seit der Mitte des ersten nachchristlichen Jahrtausends wieder die älteste Bestattungsform, die Beerdigung der Toten, ein, die bis in die Gegenwart die allein übliche geblieben ist. Erst der jüngsten Zeit ist es vorbehalten gewesen, aus wirtschaftlichen und hygienischen Gründen die Leichenverbrennung wieder einzuführen.