III.

Kopenhagen d. 20 Septbr. 1837.

Liebster Tieck!

Ich bitte dich die Güte zu haben meine Tragödie „Sokrates,“ welche dir Dr. Hammerich von mir brachte, meinem Freunde Dahl wieder zu geben; er wird mir das Manuscript nach Kopenhagen schicken.

Ich habe mehre Sachen von mir deutsch übertragen, und will nun sehen einen Verleger für das Ganze zu finden. Einzelne Sachen können in diesem Gewimmel von Büchern, die heraus kommen, sich gar nicht bemerklich machen.

Ich danke dir, daß du in deinen Schriften gelegentlich mit Liebe von mir gesprochen hast. Ich will das als Antwort auf meine Briefe an dich betrachten. Ich bin auch ein fauler Briefschreiber, doch du übertriffst mich hierin wie in vielen andern Eigenschaften. — Ich hoffe immer dich wieder zu besuchen. Willst du nicht eine kleine Tour nach Kopenhagen machen? Du sollst bei mir wohnen und es so gut wie ich haben.

Lebe wohl, alter Freund!

Dein treuer

A. Oehlenschläger.