I.
Bonn.
Einige Unterhaltungen über Griechische Tragödie mögen mir zur Einleitung dienen, um Ihnen eine lange philologische Diatribe über den Ajax zu überreichen. Die Unterhaltungen alle und die kleinen Wanderungen, an denen ich damals das Vergnügen hatte, Theil zu nehmen, und die Vorlesungen sind mir so lebhaft in der Erinnerung geblieben, daß ich immer sehr beklagt habe, den Wunsch und Vorsatz, den ich damals hatte, Dresden bald zu besuchen, nicht ausführen zu können. Vielleicht geschieht es nun bald; denn einmal muß ich doch Dresden kennen lernen und Sie wieder sehen, Verehrtester. Von den liebsten Freunden hoffe ich, bey ihrer Rückkehr, zu hören, daß Sie sich wohl befinden und in der gewohnten Thätigkeit, wovon ich seither so manchen Beweis sah, heiter leben.
Mit wahrer Verehrung und Anhänglichkeit
der Ihrige
F. G. Welcker.