Kapitel 23

Die Reisegenossen aus Nordika bewährten sich Grege als treue Freunde. Mit klugem Rathe wiesen sie ihm die Wege im fremden Lande.

Am ersten Tage blieben sie noch bei ihm und unterrichteten ihn in allen wissenswerthen Dingen, damit er das Wichtigste sehen und seine Rückkehr an den Strand oder vielleicht gleich bis hart an die Grenze des Teutastaates bewirken könne.

Auf einer elektrischen Schwingbahn merkwürdiger Bauart geleiteten sie ihn in einen Vorort der Hauptstadt und brachten ihn in eine Herberge, genannt „Zum tollen Junker Heinz“. Grege, der sentimentalen Auffassung der irdischen Dinge entwöhnt, nahm das Neue mit ruhigem Gleichmuthe hin. Das Ueberraschendste traf ihn nur als eine Sehenswürdigkeit, die man als objektive Erkenntniß aufspeichert, in der Erwartung, sie dereinst in wirkende Kraft umzusetzen, im Zentrum des eigenen schöpferischen Wesens, das berufen ist, sich seine Welt zu gestalten.

Es rührte ihn wenig, daß hinter seinem Rücken eine ungeheuere Stadt mit Millionen Menschen gährte und brodelte. Sobald sich das Wetter aufgehellt, wird er sich in die Metropole der Angelos begeben, mit

der stillen Sicherheit des Forschers, den keine feindliche Macht erschreckt.

Jetzt stürmt es draußen und sintfluthartige Regengüsse stürzen auf das Dach, so daß sich sein kleines Gemach mit trommelndem und plätscherndem Geräusch erfüllt. Das würde nicht lange anhalten, hatte man ihm gesagt, hierzuland sei schroffer Wechsel. Die Dunkelheit nimmt zu, Grege sorgt mit einem Fingerdruck auf den Lichtträger für künstliche Helle.

Er ist just in der Stimmung, das Zarathustra-Fragment zu entrollen. Auf dem Bauche liegend — das Lager ist raffiniert elastisch gebaut — und den Kopf auf den aufgestützten Armen, mit den gespreitzten Fingern die vornüber wallenden Haare zurückhaltend, beginnt er laut in das Geräusch des Unwetters die lapidaren Sätze Zarathustras hineinzusprechen, als handle sich’s um den Genuß einer Dichtung, zu welcher die Elemente selbst die Begleitmusik machen.

Seine Stimme hebt und senkt sich, psalmodirend, den Sinn übertragend in Klang und Rhythmik:

„Irgendwo giebt es noch Völker und Heerden, doch nicht bei uns, meine Brüder: da giebt es Staaten.

Staat? Was ist das? Wohlan! Jetzt thut mir die Ohren auf, denn jetzt sage ich Euch mein Wort vom Tode der Völker.

Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: Ich, der Staat, bin das Volk.

Lüge ist’s! Schaffende waren es, die schufen die

Völker und hängten einen Glauben und eine Liebe über sie hin: also dienten sie dem Leben.

Vernichter sind es, die stellen Fallen auf für Viele und heißen sie Staat: sie hängen ein Schwert und hundert Begierden über sie hin.

Wo es noch Volk giebt, da versteht es den Staat nicht und haßt ihn als bösen Blick und Sünde an Sitten und Rechten.

Dieses Zeichen gebe ich Euch: jedes Volk spricht seine Zunge des Guten und Bösen: die versteht der Nachbar nicht. Seine Sprache erfand es sich in Sitten und Rechten.

Aber der Staat lügt in allen Zungen des Guten und Bösen; und was er auch redet, er lügt — und was er auch hat, gestohlen hat er’s.

Falsch ist Alles an ihm; mit gestohlenen Zähnen beißt er, der Bissige. Falsch sind selbst seine Eingeweide.

Sprachverwirrung des Guten und Bösen: dieses Zeichen gebe ich Euch als Zeichen des Staates. Wahrlich, den Willen zum Tode deutet dieses Zeichen! Wahrlich, es winkt den Predigern des Todes!

Viel zu Viele werden geboren: für die Ueberflüssigen ward der Staat erfunden!

Seht mir doch, wie er sie an sich lockt, die Vielzuvielen! Wie er sie schlingt und kaut und wiederkäut!

Auf der Erde ist nichts Größeres als ich: der ordnende Finger bin ich Gottes — also brüllt das Unthier. Und nicht nur Langgeohrte und Kurzgeäugte sinken auf die Kniee!

Ach, auch in Euch, Ihr großen Seelen, raunt er seine düsteren Lügen! Ach, er erräth die reichen Herzen, die gerne sich verschwenden!

Ja, auch Euch erräth er, Ihr Besieger des alten Gottes! Müde werdet Ihr vom Kampfe, und nun dient Eure Müdigkeit noch dem neuen Götzen!

Helden und Ehrenhafte möchte er um sich aufstellen, der neue Götze! Gerne sonnt er sich im Sonnenschein guter Gewissen, — das kalte Unthier!

Alles will er Euch geben, wenn Ihr ihn anbetet, der neue Götze: also kauft er sich den Glanz Eurer Tugend und den Blick eurer stolzen Augen.

Ködern will er mit Euch die Vielzuvielen! Ja, sein Höllenkunststück ward da erfunden, ein Pferd des Todes, klirrend im Putz göttlicher Ehren!

Ja, ein Sterben für Viele ward da erfunden, das sich selber als Leben preist: wahrlich, ein Herzensdienst allen Predigern des Todes!

Staat nenne ich’s, wo Alle Gifttrinker sind, Gute und Schlimme: Staat, wo Alle sich selber verlieren, Gute und Schlimme: Staat, wo der langsame Selbstmord Aller — das Leben heißt.

Seht mir doch diese Ueberflüssigen! Sie stehlen sich die Werke der Erfinder und die Schätze der Weisen: Bildung nennen sie ihren Diebstahl — und Alles wird ihnen zu Krankheit und Ungemach!

Seht mir doch diese Ueberflüssigen! Krank sind sie immer, sie erbrechen ihre Galle und nennen es Zeitung. Sie verschlingen einander und können sich nicht einmal verdauen.

Seht mir doch diese Ueberflüssigen! Reichthümer erwerben sie und werden ärmer damit. Macht wollen sie und zuerst das Brecheisen der Macht, viel Geld, — diese Unvermögenden!

Seht sie klettern, diese geschwinden Affen! Sie klettern über einander hinweg und zerren sich also in den Schlamm und die Tiefe.

Hin zum Throne wollen sie Alle: ihr Wahnsinn ist es, — als ob das Glück auf dem Thron säße! Oft sitzt der Schlamm auf dem Thron — und oft auch der Thron auf dem Schlamme.

Wahnsinnige sind sie mir Alle und kletternde Affen und Ueberheiße. Uebel riecht mir ihr Götze, das kalte Unthier: übel riechen sie mir alle zusammen, diese Götzendiener.

Meine Brüder, wollt Ihr denn ersticken im Dunste ihrer Mäuler und Begierden? Lieber zerbrecht doch die Fenster und springt in’s Freie!

Geht doch dem schlechten Geruche aus dem Wege! Geht fort von der Götzendienerei der Ueberflüssigen!

Geht doch dem schlechten Geruche aus dem Wege! Geht fort von dem Dampfe dieser Menschenopfer!

Frei steht großen Seelen auch jetzt noch die Erde. Leer sind noch viele Sitze für Einsame und Zweisame, um die der Geruch stiller Meere weht.

Frei steht noch großen Seelen ein freies Leben. Wahrlich, wer wenig besitzt, wird um so weniger besessen: gelobt sei die kleine Armuth!

Dort, wo der Staat aufhört, da beginnt erst der Mensch, der nicht überflüssig ist: da beginnt das

Lied des Nothwendigen, die einmalige und unersetzliche Weise.

Dort, wo der Staat aufhört, — so seht mir doch hin, meine Brüder! Seht ihr ihn nicht, den Regenbogen und die Brücken des Uebermenschen? —

Also sprach Zarathustra.“ — — —

Mit verzücktem Gesicht starrte Grege lange auf die Blätter, visionär, wie entrückt in ferne Vergangenheit, während er im Tone Zarathustra’s weiter sprach, improvisirend, wie sein Doppelgänger. Doppelgänger? War er’s nicht selbst gewesen, der die nämliche Rede schon gehalten, damals . . . damals, Wort für Wort . . . als das neunzehnte Jahrhundert seinen tollen Kehraus tanzte . . . in der großen Einsamkeit zwischen den dunklen Bergen, in die er geklettert, weltmüde, aus dem Süden herauf, dessen Sonne sich in seinen Kopf gesenkt, also daß das Hirn in wildem Feuer stand . . . Eisberge unvermögend, den Brand zu löschen . . .

Unsinn, Unsinn!

Dann sprang er auf und lachte so grimmig und grell . . . wie einst jene Frau, als sie ihn auf das Drachenschiff entbot.

Jawohl, das würde er, bei allen Göttern und Uebermenschen, selbst Alles noch so gefunden haben, wie es Zarathustra vor tausend Jahren herausgearbeitet . . .

Besser so, jetzt geht es desto schneller . . . Krystallhart schossen seine Gedanken in einander zu unzerreißbarem Gefüge . . .

Es klopfte an der Thür. Grege überhörte es.

Da trat ein ältlicher, schwarz gekleideter Mann herein, mit humoristischer Verbeugung. Ein langer Kauz, ein schlotteriges Knochengestell.

— Ich bin der Wirth zum tollen Junker, begann er, wie ein Schauspieler, der eine komische Rolle hersagt, — ich bin der Wirth zum tollen Junker Heinz, und weiß derowegen nicht, ob die Meinung, über deren Vorhandensein bei mir keinerlei persönliche Verantwortlichkeit mich trifft, das Glück hat, dadurch an Bedeutung zu gewinnen, daß sie mit den Absichten meines Gastes übereinstimmt.

— Was sollen die Umschweife? Schnell, was giebt’s? Ich habe keine Zeit, Mann!

— Nämlich, ich übe das vortreffliche Geschäft eines Herbergvaters in Ihrer Majestät der Kaiserin von Indien und Königin von Jerusalem und anderer Weltgegenden Landen erst seit geschlagenen acht Tagen. Wessenmaßen ich mir in aller Unerfahrenheit allerlei Gesindel, so ich für Gentlemen gehalten, benebst der hohen Polizei, mit Respekt zu sagen, auf den Hals gezogen. Derohalben giebt’s erstens kund zu thun, daß Ihr keine Gastfreundschaft auf Staatskosten bei mir zu erwarten habt, sondern alles Genossene und etwa noch zu Genießende entweder baar berappen oder in geordneter Arbeit ersetzen oder andere Unterkunft als beim tollen Junker Heinz suchen müßt; zweitens giebt’s von Polizeiwegen zu ergründen, welcherlei Arbeit Ihr zu leisten vermögt, welches Euer Nam’ und Art und mit welcherlei staatsnützlichen Absichten Ihr Euch in Angelland aufzuhalten gedenkt.

— Narrenspossen! Sagt mir rund heraus, was Euer Begehr!

— In aller Rundung, gut. Gentleman, seid Ihr ein Gentleman oder etwas Anderes?

— Ich bin’s.

— Gut. Woher kommt Ihr und auf welchem Wege?

— Aus Nordika, durch Wasser und Luft.

— Aus Nordika? Nun, da könnt Ihr Euch rühmen. Eine lustige Gegend. Hat uns manchen leichten Gesellen an’s Land und manches gelüstige Dirnlein in’s Bett geworfen. Gut. Ihr seid ein Gentleman aus Nordika. Sehr gut. Habt Ihr kuranten Tauschwerth bei Euch oder vermögt Ihr Euch durchzuarbeiten, wenn unsere hohe Polizei, mit Respekt zu sagen, Euch den Brotkorb der Gastfreundschaft zu hoch hängt aus obrigkeitlichen Erwägungen? Ihr habt das Glück, Euch in einem weise und streng geordneten Staate Eueres Aufenthaltes zu freuen, Gentleman.

— Ich muß sagen, wenn das Euer Ernst ist, so überrascht Ihr mich. Von all’ diesen Dingen haben mir meine Reisegenossen nichts mitgetheilt.

— Darf ich lachen, Gentleman? Euere Reisegenossen kannten vermuthlich den neuen Wirth zum tollen Junker Heinz und den neuen ehrenwerthen Polizeipräsidenten nicht. Das Alte ist vergangen, Gentleman, siehe, es ist Alles neu geworden, und bedenkliche Dinge bereiten sich vor in unserem Weltreich beider Hemisphären. Derowegen bin ich gehalten, Euch so zu fragen, wie ich’s thue, selbst auf die Gefahr hin,

den Beifall eines so großen Weltreisenden, Gentleman, zu verscherzen.

— Je nun, Mann, was soll ich da sagen?

— Was man so die Wahrheit nennt, wenn’s Euch beliebt. Zu welcher Gilde gehört Ihr? Zu Nummero Eins der Reichen oder zu Nummero Zwei der armen Schlucker? Im tollen Junker Heinz haben vor Jahrtausenden schon die reichsten Leute der Welt gewohnt, Ihr braucht Euch nicht zu geniren. Kennt Ihr zum Beispiel Sir John Falstaff, Gentleman?

— Nein.

— Der ist hier die größten Summen schuldig geblieben. Seine Rechnung könnt Ihr heute noch im Schlot sehen, im Originalschlot, er wurde beim Umbau des Hauses sorgfältig verpackt und mit Brief und Siegel in’s British Museum abgeliefert. Dort steht er noch. Die größten Gelehrten aller Rassen machen dort seit tausend Jahren die umfänglichsten Studien. Ah, Sir John Falstaffs Rechnung, notabene mit doppelter Kreide, im Schlot des Wirthshauses zum tollen Junker Heinz, Gentleman, vergeßt nicht, das ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten im British Museum, da ist unser königlich kaiserlicher Menschengarten ein Hundestall dagegen.

— Ah das, richtig. Wo ist . . . dieser Hundestall zu sehen? Zuverlässig?

— In Kensington. Das ist eine ganze Stadt, keine kleine Anlage. Ihr könnt, gedenkt Ihr die Eintrittsgebühr von fünf Guineas zu sparen, Euch selbst dort ausstellen und fortpflanzen lassen, ich schätze Euch,

nach verläßlicher Erfahrung, als einen der wohlgestaltetsten Männer in musterhafter Kondition, echte Nordika-Rasse. Ihr werdet Furore machen, mein Wort, Gentleman.

— Ich bitte Euch, ’meine Person aus dem Spiele zu lassen. Durch ernsthafte Belehrung über diesen Menschengarten würdet Ihr mich zu Dank verbinden. Setzt Euch, erzählt. Wir sind Gentlemen, nicht? Und vor einander sicher? Also erzählt!

Der Wirth strich sich mit der breiten Hand über das ganze Gesicht, schnitt eine lächerlich komische Fratze, setzte sich Grege gegenüber und begann:

— Gentleman, das ist mal so, Alles was bei uns Mensch heißt, die Polizei eingeschlossen, mit Respekt zu sagen, hat seinen Narren an diesem königlich-kaiserlichen Menschengarten gefressen, zum Ersten, weil er amüsant ist — lacht Ihr gern, Gentleman? es ist zum Wälzen, mein Wort darauf! — zum Zweiten, weil die Welt nicht seines Gleichen hat. Angelos-Idee, kein amerikanischer Humbug, Yankee-Doodle, Gott verdamm’ mich!

— Zur Sache!

Der Wirth schlug die klapperdürren Beine über einander und spuckte seitwärts an die Wand: — Gott verdamm’ mich, wenn ich nicht mitten drin bin in der Sache. Bevor ich Wirth wurde, war ich Leichenschauer, bevor ich Leichenschauer wurde, war ich . . . ich weiß nicht was, aber vorher, Gentleman, war ich einer der respektabelsten Aufseher im Königlich-Kaiserlichen, also in eben diesem Menschengarten. Das verliert sich nicht. Derohalben bleibt ein Mann meiner Kondition mittendrunterdrin,

Gentleman. O, ich habe Sachen gesehen, Thatsachen . . .

— Ist das Alles? Ich danke.

— Nein, das ist noch nichts. Ich verschnaufe nur, die Erinnerung überwältigt mich. Geduld, Gentleman. Wer nicht drin war, weiß sich das nicht zusammen zu reimen. Da sind nun Gegenden in Europa mit mangelhaftem Menschenwuchs. Sehr interessante Rassen, aber sie werden schlechter und schlechter, wegen Unzulänglicher Behandlung, und endlich sterben sie aus, wie der Auerochs, wie das Einhorn, das wir noch im Wappen haben, oder wie der größte Dichter Shakespeare, der bekanntlich niemals gelebt hat. Andere Rassen kreuzen sich aus Verzweiflung oder sonst einer schlechten Laune — nicht alle Völker haben den Humor, wie wir Angelos, oder wie Ihr drüben in Nordika! — Und aus diesen Kreuzungen kommt nichts Feines. Wie also, damit wir die Rassen rein und vollzählig erhalten, in guten Exemplaren, kapabel zur Fortpflanzung, amüsant zum Ansehen und nützlich für den Staat und das Geschäft? Wir sind in Angelland, Gentleman. Wir besitzen ganz Afrika, Asien haben die verdammten Amerikanos in die hohlen Backenzähne gesteckt. Wir besitzen ganz Afrika, und nächstens, wenn wir daheim keine Revolution bekommen oder nachher, nehmen wir ganz Europa, ohne Nordika, selbstverständlich, wasmaßen die Nordikaner unsere besten Freunde sind. Aber das übrige Europa ganz, wir werden’s ausputzen, auflackiren, poliren, präsentabel machen, ertragsfähig. Ein großes Geschäft, würdig unserer Firma. Verstanden,

Gentleman? Wir besitzen ganz Afrika, gut. Die schwarze Rasse ist, ehe wir dazu gekommen, ausgetilgt worden. Es giebt keinen Hottentotten mehr, leider.

— Das bezweifle ich.

— Nein, mein Wort darauf, es giebt keinen mehr, Gentleman. Nicht eine Nasespitze von einem Hottentotten, nicht soviel, daß es zu einem Beefsteak langt. Nicht einmal in unserem Menschengarten. Da sind nun in Europa noch einige brauchbare Italianos, Spaniolen, Hungaren, Bavaren, Juden — und was weiß ich.

— Teutaleute, nicht?

— Auch. Gut, Gentleman. Auch Teutaleute, sehr gut. O, das ist eine Historie, da komm’ ich sofort darauf zurück. Also wir verschaffen uns von diesen interessanten Völkerschaften auserlesene Exemplare — kein leichtes Geschäft, Gentleman, eine Tigerjagd ist nicht so schwierig und gefährlich, als einen gesunden Rassenmenschen auszuspähen und geräuschlos einzufangen, mein Wort darauf. Es giebt verdammte Hunde. Mein leiblicher Bruder ist dabei umgekommen, neulich erst . . .

Grege rückte einen Schritt zurück: — Keine Familienszenen, das wäre indiskret. Also Ihr habt die reinen Exemplare in Eurem Menschengarten, paart sie — was dann?

— Zur Fortpflanzung werden nur die Gelungensten zugelassen, und von deren Nachzucht wieder nur die Gelungensten, nach strenger Prüfung. Die mißlungenen Nachwuchsexemplare werden kastrirt.

— Das leuchtet mir ein. Und mit den Brauchbaren, die sich immer weiter vermehren, was geschieht da?

— Gut gefragt, Gentleman. Diese kommen als Setzlinge in unsere Kolonien, nach Afrika, und später, wenn wir ganz Europa haben, in ihre Originalländer, unter Aufsicht, daß sich die Geschichte nicht wieder kreuzt und verunreinigt. Bis die Menschheit vollständig umgepflanzt ist.

— Und wenn sich im Garten ein zu starker Ueberschuß ergiebt, oder wenn einzelne Paare durch Krankheit oder Tod zerrissen werden?

— Da giebt’s zu lachen, großartig, Gentleman. Reiche, vornehme Herrschaften, Damen und Herren, erlegen dem Staate hohe Werthe, dafür dürfen sie sich überzählige oder paarlose Individuen auswählen, zu sich nehmen, versteht Ihr, Gentleman? Auf bestimmte Zeit, nur so, damit es nicht wie Sklavenhandel aussieht. Wenn Wahlzeit ist, Gentleman, hui hui . . . und bei Prinzen und dergleichen Leuten auch wenn keine Wahlzeit ist, hui hui! Zu sich nehmen, auf Zeit, versteht Ihr den Humor von der Sache? Das Vergnügen an rasse-echtem Zeitvertreib? Versteht Ihr unseren Sport und seinen Witz, seinen sehr feinen Witz, Gentleman? Hui hui . . . Wir lieben die Welt, weil wir sie haben.

— Hm.

— Sehr gut, hm. Das muß man gesehen haben. Das ist eine Handvoll Guineas werth.

— Brechen zuweilen auch die Eingefangenen aus?

— Sehr selten. Liebevollste Behandlung, Komfort, nicht wahr, die Wenigsten finden’s so gut daheim.

Lästig vielleicht manche Experimente, medizinische Aufsicht, Training . . . hm . . .

— Und was geschieht mit den Ausbrechern, wenn man sie erwischt?

— Nicht sehr viel, mehrmalige Auspeitschung, Tretmühle, je nach Befund. Wir Angelos sind die humanste Nation der Welt.

— Was ist sonst noch da?

— Spezialitäten für die Menschen- und Sittenforschung gelehrter Professoren und solcher Kerls. Spielarten, wie sie durch Berufs-Entartung entstehen, Agrarier aus Ostelbien, das heißt deren Nachkommen aus dem fünfundzwanzigsten Jahrhundert mit vererbten Abnormitäten, Hofprediger und als Gegensatz Hungerkünstler, aus Schullehrer-Dynastien mit einem halben Hundert Ahnen, Spiritisten, Juristen . . . seht’s Euch selbst an, Gentleman. Ueberhaupt viel zu sehen bei uns, nicht wahr? Habt Ihr unsere Schatzkammern gesehen? Unsere Lagerhäuser? Wir Angelos leben auf allen Seiten der Welt, wenn Europa auch nur unsere Rückenfront sieht. Die Leute in Europa, pflegen wir Angelos zu sagen, sehen von der ganzen Welt nur, was sie auch vom Mond sehen, stets die nämliche Seite. Wir nehmen sie von allen Seiten, wir drehen auch den Mond noch herum, mein Wort darauf, Gentleman . . . Verdammtes Regenwetter heute, man kann keinen Hund vor die Thür jagen. Ihr verliert Zeit, wenn Ihr hier hockt. Habt Ihr unsere Schiffe gesehen? Ihr glaubt wohl, wir hätten nur Blitzboote? Wir haben neben den allerneuesten Fahrzeugen auch die guten alten, offene und

gedeckte Schiffe, mit Segeln und mit Panzerthürmen . . . Jetzt eilt mir’s, Gentleman.

— Noch einen Augenblick . . . Der Regen platscht fürchterlich . . .

— Die hohe Polizei, mit Respekt zu sagen, erwartet die Erklärungen, Gentleman. Worüber wir vorhin noch im Zweifel, ob Gilde eins oder zwei . . .

— Setzt Euch noch eine Minute. Ihr spieltet auf eine Historie von Teuta an, dem wunderlichen Land, vorhin. Erzählt mit das, bitte! Ich bin ein Freund komischer Geschichten, wie Ihr seht.

— Gott verdamm’ mich, Gentleman, das hätte ich wahrhaftig vergessen. Wurde da vor Wochen vom Königlich-Kaiserlichen ein sehr famoses Teutaweib erworben, von vornehmem Wesen, mit den vollkommensten Merkmalen echter Rasse, jung, intelligent, aber . . . aber . . .

— Stumpfsinnig. Ein Teutaweib! Weiter!

— Nicht stumpfsinnig, aber auch nicht vollsinnig.

— Also verrückt!

— Nein, Gentleman, Ihr rathet schlecht. Blind.

— Blind?

— Wie ich sage. Eine Blindschleiche kann nicht blinder sein.

Grege fixirte den Erzähler, ohne sich zu rühren, mit kalter Sachlichkeit.

— Ihr denkt, ich binde Euch einen Bären auf, Gentleman. Ich kann’s nicht so nobel geben. Ich diene Euch mit Wahrheit, die ist billiger.

— Nicht so. Ich lege mir nur die Frage vor:

Was wollen die guten Leute mit einem blinden Weibe?

— Gentleman, ich lege Euch die Frage vor: Was wollen die Menschen mit blinder Liebe? Ist Blindheit immer ein Nachtheil? Die blinde Person war sehr werthvoll. Unerachtet ihrer Blindheit konnte sie in die Tinte blicken.

— Was konnte sie?

— In die Tinte blicken, die Zukunft errathen. Sie war eine Seherin . . . Ich mache mir meine Gedanken, vielleicht ließ man sie gerade darum laufen. Sie wird unheimliche Dinge gesehen haben, vom Sturz der Welt. Es ist nicht immer gut, Alles vorher zu wissen. Lieber selbst Alles über den Haufen werfen, heute, als zu wissen, daß es morgen Andere thun und man kann’s nicht hindern. Blind drauflos ist eine gute Sache, Gentleman. Es ist eine kritische Zeit. Derohalben, es ist so mein Gedanke, ließ man das Frauenzimmer wieder auf Teuta los. Dort kann sie Schlimmes prophezeien, so viel sie will, und Unheil anrichten. Wir pfeifen auf fremdes Unglück, wenn wir nicht damit spekuliren. Die Teutaleute verstellen sich, wißt Ihr, Gentleman, das sind verfluchte Halunken. Schließlich verrathen sie sich gegenseitig, wie dieser rundköpfige Kretin. Was meint Ihr, Gentleman?

— Alles ist Geschäft . . . Bitte, fahrt fort. Vom rundköpfigen Kretin.

— Sehr gut, Gentleman, Ihr seid ein großer Gelehrter, Ihr kennt die Welt. Die ganze Weltgeschichte ist ein Geschäft. Ihr versteht mich, Ihr seid ein geriebener

Kopf, Ihr verdientet ein Angelo zu sein. Ich seh’s an Euren Augen, Ihr habt viel erlebt.

— Keine Anzüglichkeiten, bitte. Uebrigens könnt Ihr Recht haben.

— Hab’ ich, Gentleman. Euer Wille geschehe. Was wollt’ ich sagen? Das Komische an der Historie ist etwas Anderes. Erstens, daß das Weib von ihrem eigenen Liebhaber, einem rundköpfigen Kretin, dem Königlich-Kaiserlichen in die Hand gespielt worden ist. Ein starkes Stück, nicht wahr, Gentleman? Zweitens, daß die Königlich-Kaiserliche das Geschäft nicht aufrecht erhalten konnte, sie mußte die Waare wieder herausgeben.

— An den schuftigen Liebhaber? In der That ein komischer Fall.

— Wieder schlecht gerathen, Gentleman. An Teuta selbst. Auf diplomatische Einmischung. Die Diplomatie von Teuta kam dem Liebhaber auf die Schliche. Das Weib war eine Staatsperson und stand offenbar auch mit einem jungen Diplomaten des Landes in zarten Beziehungen. Der Rundkopf, der sich weniger begünstigt glaubte, suchte sich mit einem guten Geschäft zu revanchiren. So mag’s wenigstens sein. Der junge Diplomat zerschlug den Handel und brachte seinen Schatz wieder heim. Versprach dafür dem Königlich-Kaiserlichen gelegentlich zur Entschädigung selbst etwas Geeigneteres zu liefern. Aber die lachhafteste Seite der Sache, Gentleman, die errathet Ihr auch nicht. Ganz Angelland wälzte sich acht Tage lang in diesem Spaß, trotz der ernsten Zeiten. Wahrhaftig, die Zeiten

sind ernst, auch ohne den neuen Polizeipräsidenten. Wir werden nächstens nun doch mit den Amerikanos zusammen ein Hühnchen pflücken und ihnen ein Pflaster in die Visage kleben müssen, Gentleman.

— Nun, die lachhafteste Seite? Kommt zu Ende!

— Ja so. Gut. Der junge Diplomat erklärte, Teuta werde den Angelos den Krieg erklären, wenn sich die Rückgabe des Teutaweibes nicht schleunigst abwickelt. Krieg mit Teuta, Gentleman, seht Ihr das Bild? Teuta gegen Angelland! Ja, die Zeiten sind lachhaft in ihrem Ernst. Wie gefällt Euch die Historie?

— Sie ist köstlich. Wißt Ihr nicht den Namen des Weibes? fragte Grege etwas dringender.

— Natürlich. Alles hat Spottlieder darauf gesungen. Zala hieß es, Gentleman.

— Jala, vielleicht Jala, besinnt Euch.

— Diesmal mögt Ihr Recht haben, Gentleman. Uebrigens Zala oder Jala, das ändert nichts am Spaß.

— Wahrhaftig nicht.

Grege erhob sich, rieb sich mit etwas krampfhafter Lustigkeit die Hände: — Ich dank’ Euch für die feine Geschichte. Man kann daraus lernen. Sie hat mir ordentlich Appetit gemacht.

— Wonach, Gentleman? Die Küche steht Euch zu Diensten. Oder ein Glas Punsch oder . . .

— So nicht, nein. Appetit nach dem kriegerischen Teuta. Das möcht’ ich mir nun doch einmal besehen, so schnell als möglich.

— Gut, Gentleman. Doch versäumt nicht, Euch

zuvor unser Land gut anzusehen, dann findet Ihr in Teuta noch mehr zu Eurer Heiterkeit. Ihr bedürft der Aufheiterung, glaubt mir, fehlt Euch etwas? Leidet Ihr an kalten Füßen? Ich meine nur, Gentleman, Ihr habt einen erregbaren Kopf. Oder an Nachtschweiß? Ich bitte um Vergebung. Gewiß, Gentleman, Ihr bedürft meiner medizinischen Kenntnisse nicht, ich bin zwar Leichenschauer gewesen und mein letztes Weib selig Leichenfrau, aber Ihr seid gesund wie ein Lachs. Unsere sozialen Einrichtungen sind sehenswerth. Wir haben auch eine sehr interessante königlich-kaiserliche Familie, zahlreich wie sämtliche Patriarchen des Orients, und mit einem Hof, wo die urältesten Zeremonien gemacht werden. Ich empfehle Euch das, Ihr werdet’s mir danken, es ist ungeheuer sehenswerth. Wir salben Könige, die nichts zu thun brauchen, als sich salben zu lassen, um dann in Majestät und Ruhe eine unglaubliche Zivilliste zu verzehren und uns mit ihrem Anblick zu erfreuen. Alles Uebrige besorgen wir selbst. Die Einrichtung ist bewährt. Eine Sache ist gut, so lange man dran glaubt oder Andere zu unserem Nutzen dran glauben. Wir haben viele Völkerschaften, die dran glauben. Also sind unsere Könige so nützlich wie unsere oberste Kaiserin. Und es ist immer ein schönes Bild.

— Könnt Ihr mir nicht behilflich sein, daß ich Fahrgelegenheit nach Teuta finde?

— Sehr wohl, Gentleman. Aber erst unsere Sache mit der hohen Polizei, mit Respekt zu sagen. Zu welcher Gilde gehörig soll ich Euch melden?

— Gilde? Zunft? Zur Schelmen-Zunft!

— Ausgezeichnet, Gentleman. Ihr seid ein Witzbold.

— Und Euer Name?

— Drachenschiff!

— Hui! Ihr versteht die Polizei zu bedienen, mit Respekt zu sagen. Und tragt Ihr Werthe bei Euch, Legitimationen? Wißt, die Weltlage ist kritisch, und der Polizeipräsident ist neu und der mächtigste Mann im Rath.

Grege hob die beiden Schriften auf und warf sie auf den Tisch, Zarathustra und Jesus Sirach: — Hier, Wirth von der Schelmenzunft der tollen Junker, meine Familienpapiere!

— Sehr gut, Gentleman, das genügt. Genügt’s nicht, kann’s Euch den Hals kosten. Aber was geht mich Euer Hals an? Ich eile, die Polizei zu befriedigen, mit Respekt zu sagen.

— Und vergeßt mir die Fahrgelegenheit nicht!

— Bei Sir John Falstaffs Andenken, hier wird nichts vergessen, Gentleman. Gottbei!

Der Wirth entfernte sich, sein hohes, schlotteriges Knochengestell in dem schwarzen Futteral mit der komischen Fratze gebückt durch die niedrige Thür schiebend.

Grege warf sich auf’s Lager und wand sich in Krämpfen wie ein Epileptiker. Es ging vorüber. Der letzte Gram war abgeschüttelt.

Er sah in den Spiegel und grüßte ein fremdes Gesicht. Teufel!

Tage lang ließ die Fahrgelegenheit auf sich warten.

Das zwang ihn, zu wandern, die Kreuz und Quer, in Unrast seine kritischen Speere schleudernd auf Alles, was ihm begegnete. Daß hier Alles in’s Titanenhafte, Kolossale getrieben war, selbst das Niedrige, Gemeine, Widersinnige, Tyrannische war das Besondere, was ihm neu und sympathisch erschien. Und in Alles hinein schlug die See, das Weltmeer. In den Augen der unbeirrte Blick auf fernste Horizonte, Nacht und Nebel durchbohrend. Aus jeder Tasse Thee hört man die Brandung aus der Weltweite ferner, reicher Inseln. Die Menschen wie verkürzte Mastbäume. Ein Seevolk! Wer die See hat, hält die Welt, hält das gewaltige Leben in seiner Faust. Grege ging dieser Gedanke auf Schritt und Tritt nach. Der Stempel des Weltbeherrscher-Bewußtseins schlug ihm überall prahlerisch entgegen, selbst in der Verzerrung ein an sich wundervoller Trieb zur Größe. Die Wuth auf die Amerikaner, die sogar in deren Nachäffung Orgien feierte, erquickte ihn. Hasseskraft, das war das Ehrfürchtigste, was er an den Angelos zu rühmen lernte, und ein dämonischer Humor, der jeder Verzweiflung Herr wird, schöpferischer Haß, weltüberwindender Humor des Alleinherrschenwollenden, dem der Eroberungsfanatismus zum sechsten Sinn geworden.

Das Allermerkwürdigste dünkte ihm — und das war vielleicht der Schlüssel, sich Angellands räthselhafte Macht zu erklären: Alles Alte war lebendig erhalten und in lenzfrischem Saftgang mit dem Neuen. Alles Gegenwärtige schien gewachsen wie aus einem einzigen Wurzelkomplex, der bis in den tiefsten Boden der Vergangenheit

reichte, mit vielen jüngeren, üppig genährten Seitenwurzeln. Der kleine Erdzipfel Europa war den Angelos nur ein Nebending, das sie nur als einer ihrer künftigen Stützpunkte kümmerte. Ihr Reich war die Welt, nicht das Bischen europäische Scholle. Wo ein Angelo lebte, zu Wasser und zu Land, da pflanzte er seine wuchtige Eigenart auf und formte es rücksichtslos zu seiner Heimath. So ward er überall der Herrscher, und saß überall auf seinem Eigenen, und pflückte überall die Freuden der Heimath . . .

Was es an öffentlichen Einrichtungen zu besehen gab, die ganze Fülle der Gesichte eines in’s Riesige entwickelten Volkslebens, nahm Grege mit, dem königlich kaiserlichen Menschengarten allein ging er aus dem Wege. Er wußte genug davon. Und er wollte keine Gefühle zwecklos verpuffen . . .

Alles zusammengerafft zu einem Vorstoß, nach einem Ziel: Teuta! Kalte Ueberlegung. Keine Vergeudung der Thatkraft durch Exzesse des Temperaments . . .

In Teuta — klingt’s nicht wie ein Märchen? — hat bereits Einer den Kopf zu erheben und den Angelos mit Fehde zu drohen gewagt? Um Jalas willen? Und dieser Eine . . . war nicht Grege?

Teufel!

Und hieß der Teufel Soundso, was ging ihn das Weib an?

Zweifellos, den ganzen Vorgang diplomatisch angesehen, handelte sich’s um mehr, als um das Weib. Das Weib war nur Deckblatt, um die Leidenschaft zu

entflammen. Aus dem entfachten Brand waren dann ganz andere Dinge zu holen.

Grege grübelte sich allerlei neue Zusammenhänge in das Jala-Abenteuer. Wer war der rundköpfige Kretin, dessen Namen der Wirth nicht wußte oder nicht sagen wollte?

Aber die letzte große That war allein entscheidend. Die wartete auf ihn. Das fühlte er. Welche That? Festzustellen in’s Einzelne vermochte er sie nicht. Er sah sie vor sich wie einen rothen Kern, der immer glühender wurde, eingehüllt in einen dicht geballten schwarzen Nebel. Wenn die Stunde gekommen, mußte der glühende Kern die Nebelhülle sprengen, und Alles stand im großen, freien Licht, sonnenklar. Das war die leuchtende That, aus dem Dunkel geboren. Die Offenbarung des Geheimnisses, das sein Leben in sich trug, die Wiederbelebung einer großen Vergangenheit, die Neugeburt der königlichen Seele . . .

Er schüttelte den Kopf. In der ungeheuren Wirklichkeit Angellands verflog plötzlich alle Mystik. Grege knirschte: — Ganz Teuta auf Schiffe packen und hinaus! Es zwingen, auf Seeschlangen durch das Weltmeer zu reiten, wie die urgermanischen Vorfahren im Norden . . .

Wer lacht so grell?

Teufel!