III.
Von unermessenen Küsten,
Ozean,
schütte dich nieder!
O, daß dein Wogengetürme
sternenauf wüchse
furchtbaren Falls dich zu schleudern
Wider die Erde,
wider unseligsten Stern!
Schlürfe doch, o schlürfe meinen brüllenden Stein!
Was hält er mich noch?
Stemmt ihn mein lastender Fuß
in solches Trotzen?
Raub ihn! Verschlinge ihn!
Siehe, ich stoß ihn dir zu!
Du Gewaltiger, den ich doch höhne,
du zauderst?
Lock ich noch immer nicht deine tobende Rache?
Ha, du verschmähst mich,
den Winzigen,
verächtlichen Gaukler!
So stürz nieder, Sonne,
lügendes Gestirn,
polternd schon bricht ja dein Taggesäul,
das du verraten.
Nieder stürz, anderen Welten
flamme den heuchelnden Glanz!
Andere Welten
locke zu Tanzen und Singen,
locke zum Preise des Gottes
tückische Täuschung.
Uns ward der Glanz trüb.
Uns warf sein tödlich Gepränge
der Sternentag hin,
da wir nun wissen,
daß nur zu ruchlosen Freveln sich
Todreigen schlinge,
daß sich Geschöpftes zerrase
in ewigem Kampf.
Teilsein ist Menschenlos.
Weinend um seine Begierden mengt sich die Zwei.
Du aber lächelst uns
einstens und immer
Güte und einendes Sein.
Verhülle dich, Erde!
Verhüll deine ewige Täuschung, du Ungeheuer!
Dem stürzenden Meere zum Fraß
wirf deine Sonne hin!
Zerschmetter’ dich endlich am Hohn deines Nichts.
O, vergehe in Dunkel und laß uns
mit dir vergehn!