III.

Darf ich noch flehn, so fleh ich Not und Fehle.

Noch scheiden tausend Freuden mich von Dir.

Verrat nur lauert, wo ich tastend wähle.

So sei im Leiden Du mein einzig Hier!

Ein Mädchen ging so arm an mir vorüber,

hinkenden Fußes, schwarz, im Trauerkleid.

Was barg ihr noch die Erde: Gram und Fieber,

doch fühlt ich tief: Dir war sie ganz bereit.

Ich aber hänge noch an vielen Lichtern.

Der Scholle Segen hält mich und ihr Fluch.

Mir gaukelt Welt in lockenden Gesichtern

und blätternd haft’ ich noch an ihrem Buch.

Noch zieht mich Hoffnung in die blauen Gründe,

Erinnern läßt tiefatmend mich erblühn.

O blaue Meerfahrt! Liebe, der ich münde!

Und Sonne, Sonne will in mir verglühn.

Du aber stehst beiseit’ und läßt mich währen,

bist nur ein leises Rufen in der Nacht.

O, hilf mir, Vater, daß ich zu Dir kehre,

nimm von mir meiner Tage eitle Tracht!

Gürt mich in Leid, verhülle mich in Reue,

streif die Gewänder Erdlust von mir ab.

Schon spülen Träume mich in Deine Bläue,

nackt sinke ich in Deinen Schoß hinab!