Gaukler

Diese gewöhnlichen Schlangenbeschwörer unterliegen aber bei ihren Künsten größeren Gefahren, als ihre priesterlichen Berufsgenossen. So hatte einst ein alter, sehr bewährter Mann dieser Sippe im Garten des Maharadscha von Baroda eine große Kobra gefangen. Er bat, dem Fürsten und seinem Gefolge die Kunst zeigen zu dürfen, mit einem so giftigen und gefährlichen Tier ohne jede Dressur umzugehen. Als wir uns alle eingefunden hatten, handhabte er die Schlange in der verschiedensten Weise. Plötzlich aber erhielt er von dem Tier einen Biß in den Unterarm. Er schleuderte die Kobra zu Boden, wo sie schnell von den Umstehenden zertreten wurde. Er selbst jedoch bat flehentlich, der Maharadscha möge doch einem der Leibwächter gestatten, ihm mit seinem scharfen Krummsäbel den Arm am Ellbogen abzuschlagen. Der Gaekwar nickte, und eine Sekunde später lag der Unterarm des Mannes auf dem Teppich, das einzige Mittel, dem unvorsichtigen Schlangenbeschwörer das Leben zu retten.