Dat 14. Kapitel.
1. Strevt na de Leev. Beflietigt ju up de geistlichen Gaven, am meisten awer, dat ji weissagen künnt. Kap. [12, 31.] [12, 10.]
2. Denn de mit de Tung reden deiht, de red nich to de Minschen, sonnern to GOtt, denn Nüms hört em to, in den GEist awer red he de Geheemnisse.
3. Wokeen awer weissagen deiht, de red de Minschen to Beterung un to Ermahnung un to Tröstung.
4. Wokeen mit Tungen reden deiht, de betert sik sülvst, wokeen awer weissagen deiht, de betert de Gemeen.
5. Ik wull, dat ji All mit Tungen reden kunn’n, awer veelmehr, dat ji weissagen dän. Denn de weissagen deiht is gröter, as de, de mit Tungen reden deiht, dat much denn sien, he legg dat ok ut, dat de Gemeen darvun betert ward. 4. Mos. 11, 29.
6. Nu awer, leeve Bröder, wenn ik to ju kamen un mit Tungen reden dä, wat weer ju dat nütz, wenn ik nich mit ju spreken dä, entweder dörch Apenbarung, oder dörch Wetenschap, oder dörch Prophezeihung, oder dörch de Lehr? Kap. [12, 8.]
7. Verhollt sik dat doch ebenso mit de Ding’, de en Ton vun sik geft un doch nich lebendig sünd, dat mag en Flöt oder en Harp sien? Wenn se nich unnerscheedliche Tön vun sik geft, wa könnt wi weeten, wat flötet oder harpt is?
8. Un wenn de Basun en undütlichen Ton vun sik gift, wokeen will sik to den Kampf fardig maken? 4. Mos. 10, 9.
9. So ok ji, wenn ji mit Tungen reden doht, so ji nich en dütlich Red vun ju geft, wo kann man weten, wat spraken is? Denn ward ji in den Wind reden.
10. Twar sünd dar mancherlei Stimmen in de Welt, un doch is keen darvun undütlich.
11. Wenn ik nu de Düdung vun de Stimm nich weet, war ik den undütlich sien, de dar sprickt un de dar reden deiht, ward mi undütlich sien.
12. So ok ji, de ji ju beflietigt up de geistlichen Gaven, trachtet darna, dat ji de Gemeen betert, up dat ji Allns rieklich hebbt. v. [1.]
13. Darum, wokeen mit de Tung red, lat den so beden, dat he dat ok utleggen kann. Kap. [12, 10.]
14. Wenn ik awer mit de Tung bä, so bäd min Geist; awer min Verstand bringt Nüms Frucht.
15. Woans schall dat awer denn sien? Dat frielich: Ik will beden mit den Geist un will ok beden mit den Verstand; ik will Psalmen singen in den Geist un will ok Psalmen singen mit den Verstand. Eph. [5, 19.]
16. Wenn du awer in den Geist danksagen deihst, woans schall de, de den Platz vun de Laien innehmen deiht, Amen seggen to din Dankgebet? He versteiht ja nich, wat du seggen deihst.
17. Du seggst wol nett Dank, awer de Anner ward darvun nich betert.
18. Ik dank min GOtt, dat ik mehr mit Tungen reden doh, as ji All.
19. Awer ik will leever in de Gemeen fief Wör’ so reden, dat Jedereen mi versteiht, up dat ik ok Anner unnerwies, as sünst tein dusend Wör’ mit Tungen.
20. Leeve Bröder, west keen Kinner an Verständnis, sonnern west Kinner an de Bosheit, an Verständnis awer west vullkamen. Eph. [4, 14.] Matth. [18, 3.]
21. In dat Gesetz steiht schreven: Ik will mit anner Tungen un mit anner Lippen reden to düt Volk, un se ward mi ok so nich hörn, sprickt de HErr. 5. Mos. 28, 49. Jes. 28, 11. 12.
22. Darum sünd de Tungen to en Teken, nich för de Glövigen, sonnern för de Unglövigen; de Wiesseggung awer nich för de Unglövigen, sonnern för de Glövigen.
23. Wenn nu de ganze Gemeen tosamen keem an en Ort un sproken All mit Tungen; do keemen awer Ungelehrte oder Unglövige rin: warn se nich seggen, ji weert unsinnig?
24. Wenn se awer All wiesseggen dän un en Unglövige oder en Ungelehrte keem denn rin, de war vun desülvige All bestraft un vun All richt.
25. Un so war dat Verborgene vun sin Hart apenbar un he war up sin Angesicht falln, GOtt anbeden un bekennen, dat GOtt wahrhaftig in ju is.
26. Woans is dat denn nu, leeve Bröder? Wenn ji tosamen kamt, so hett Jedereen Psalmen, he hett en Lehr, he hett Tungen, he hett Apenbarung, he hett Utleggung. Lat dat Allns geschehn to Beterung. Kap. [11, 18.] [20.] [12, 8-10.] Eph. [4, 12.]
27. Wenn Een mit de Tung sprickt, oder twee, oder höchstens dree, een um den annern, so lat Een dat utleggen.
28. Is he awer nich en Utlegger, so lat em still sien in de Gemeen, awer mit sik sülvst un GOtt reden.
29. Lat denn de, de prophezien deiht, reden, twee oder dree, de Annern awer lat richten.
30. Wenn awer en Apenbarung geschüht en annern, de dar sitt, so lat den eersten still swiegen.
31. Ji künnt wol All wiessagen, een na den annern, up dat se All lehrt un All vermahnt ward.
32. Un de Propheten ehr Geister sünd de Propheten unnerdahn. Kap. [12, 9-11.]
33. Denn GOtt is nich en GOtt vun Unordnung, sonnern vun Freden. As in all de Hilligen ehr Gemeenen,
34. Lat ju Fruens still sien in de Versammlung, denn se schüllt keen Frilöv hebben, dat se reden doht, sonnern unnerdahn sien, as ok dat Gesetz seggt. 1. Tim. [2, 12.] 1. Cor. [11, 3.] Eph. [5, 22.] Kol. [3, 18.] Tit. [2, 5.]
35. Wüllt se awer wat lehrn, so lat se to Hus ehr Männer fragen. Dat steiht de Fruens slecht an, in de Versammlung to reden.
36. Oder is GOtt Sin Wort vun ju utgahn? Oder is dat alleen to ju kamen?
37. So Jemand meenen deiht, dat he en Prophet is, oder geistlich, lat den insehn, wat ik ju schriev, denn dat sünd den HErrn Sin Gebote. 1. Joh. [4, 6.]
38. Is awer Jemand, de dat nich insüht, so lat em dat nich insehn.
39. Darum, leeve Bröder, beflietigt ju up dat Wiesseggen un hinnert keen, mit Tungen to reden.
40. Lat Allns schicklich un ordentlich togahn. Kol. [2, 5.]