Dat 5. Kapitel.
1. Du schast keen olen Mann utschelln, sonnern em vermahnen as en Vader; de junge Lüd as Bröder. 3. Mos. 19, 32.
2. De olen Fruens as Moders, de jungen as Swestern, mit alle Keuschheit. Joh. [19, 27.]
3. Du schast de Wittfruens, de rechte Wittfruens sünd, in Ehren holn.
4. Hett awer en Wittfru Kinner oder Kinners Kinner, so schall se de Kinner un ehr Kinner eerst lehrn, ehr egen Hüs’ göttlich to regeren un de Öllern Gliekes to vergelln, denn dat is woldahn un angenehm vör GOtt. Sir. 3, 13. 14.
5. Dat is awer en rechte Wittfru, de eensam is, de ehr Hoffnung up GOtt stellt un Dag un Nacht in Gebet un Flehn blift. Luk. [2, 37.] [18, 1.]
6. Weke awer in Wollust leven deiht, de is lebendig dod. Röm. [8, 13.]
7. Erinner se hieran, so dat an se Nicks uttosetten is.
8. Wenn awer Jemand för de Sienigen, besonners sin egen neegsten Verwandten nich sorgen deiht, de is vun de Glov affulln un is slechter as en Heid. Gal. [6, 10.] 2. Tim. [3, 5.]
9. Lat blot een Wittfru wählt warrn, de unner sößtig Jahr olt is un de een Mann sin Fru west is,
10. Un de en Tügnis vun gude Warke hett, wenn se Kinner uptrocken hett, wenn se gastfrie wesen is, wenn se de Hilligen ehr Föt wuschen hett, wenn se de Bedrövten hulpen hett un wenn se ümmer gude Warke dahn hett. Ebr. [13, 2.]
11. Mit de jungen Wittfruens awer schast du Nicks to dohn hebben, denn wenn se üppig warn sünd gegen Christus, so wüllt se frien.
12. Un hebbt ehr Ordeel, wiel se vun de eerste True afweken sünd.
13. Darbi sünd se ful un lopt in de Hüs’ umher, se sünd awer nich blot ful, sonnern ok klatschig un näs’wies un red, wat nich wesen schall. Spr. 7, 11.
14. So will ik nu, dat de jungen Wittfruens friet, Kinner gebärt, husholt, den Weddersaker keen Orsak gevt, to schelln. 1. Cor. [7, 9.]
15. Denn Weken hebbt sik all umdreiht na den Satan hen.
16. Wenn awer en glövig Mann oder en glövige Fru Wittwen hett, de schall för desülvigen sorgen, un se nich de Gemeen to Last falln laten, up dat de, de rechte Wittfruens sünd, nog hebbt.
17. De Öllsten, de ehr Amt gut vörstaht, de schüllt doppelt ehrt warrn, besonners de in dat Wort un in de Lehr arbeiden doht. Röm. [12, 8.] [15, 27.]
18. Denn de Schrift sprickt: Du schast den Ossen, de döschen deiht, nich dat Mul tobinnen, un: en Arbeider is sin Lohn werth. 5. Mos. 25, 4. 1. Cor. [9, 9.] Luk. [10, 7.]
19. Nimm keen Klag an gegen en Öllsten, wenn nich twee oder dree Tügen sünd. Joh. [8, 17.]
20. De nu sündigen doht, de straf vör All, up dat ok de Annern bang ward. Eph. [5, 12.] [13.]
21. Ik betüg vör GOtt un den HErrn JEsus Christus, un de uterwählten Engels, dat du all düt holn schast ahn Vörordeel un dat du Nicks deihst na Gunst.
22. Du schast Nüms gliek de Hand upleggen, ok an fremde Sünd keen Deel hebben. Hol di sülvst keusch! Apost. [6, 6.]
23. Drink nich ümmer Water, sonnern bruk en beten Wien wegen din Mag, wiel du so oft krank büst. Ps. [104, 15.]
24. Enige Minschen ehr Sünd sünd apenbar, dat man se gliek richten kann, weke ehr awer ward naher apenbar.
25. Gliekerwies sünd ok Enige ehr gude Warke gliek apenbar, un de Annern ehr blivt ok nich verborgen. Gal. [5, 22.]