IX. Griechische Überlieferungen

[487.] Griechisch, Nr. 1; Tewfik, Nr. 3; Tréfái, Nr. 164 (statt 165); Serbisch, S. 12 ff.; Kroatisch, S. 3; Murad, Nr. 9.

Köhler, I, S. 507 ff.

Zu den dort gegebenen Nachweisungen kommen noch Clouston, Popular Tales and Fictions, I, S. 458 ff., Clouston, Noodles, S. 81 ff., Joe Miller’s Jests, S. 18 ff., Nr. 103, Merkens, I, S. 208 ff., Nr. 250, dazu S. 275, und III, S. 222 ff., Nr. 214, dazu S. 257, Yakoub Artin Pacha, Contes populaires de la vallée du Nil, S. 51 ff. (siehe oben die Anmerkung zu Nr. 63), die 31. Karakuschgeschichte bei Decourdemanche, Plaisanteries, S. 140 ff. und Chauvin, VII, S. 136 ff.

[488.] Griechisch, Nr. 3; Tewfik, Nr. 55; Tréfái, Nr. 162 (statt 163); Serbisch, S. 21 ff.; Kroatisch, S. 24. Siehe oben Nr. 309.

Clouston, Noodles, S. 70 ff.

[489.] Griechisch, Nr. 4; Tewfik, Nr. 36; Tréfái, Nr. 155 (statt 156); Serbisch, S. 15; Kroatisch, S. 13 ff.

[490.] Griechisch, Nr. 5; Tewfik, Nr. 69; Tréfái, Nr. 159 (statt 158); Serbisch, S. 19 ff.; Kroatisch, S. 29.

An Parallelen seien genannt: Poggio, Fac. 56: De illo qui aratrum super humerum portavit; Facecies, et motz subtilz, Lyon, 1559, Bl. 59a; Costo, Il Fuggilozio, S. 107 ff.; Mery Tales of the Mad Men of Gotham, Nr. 2 (Hazlitt, III, S. 6; Clouston, Noodles, S. 19 und 68); Contes du Sieur Gaulard, S. 198 = Zincgref-Weidner, V, S. 119 und Exilium melancholiae, L, Nr. 6, S. 283; unabhängig davon ebendort M, Nr. 36, S. 311; Hermotimus, Additamenta, S. 294: De Agricola parcente Asino‚; Merkens, II, S. 17, Nr. 21 und III, S. 27, Nr. 36; Jahn, Schwänke und Schnurren, S. 67. Vgl. weiter Sébillot, Littérature orale de la Haute-Bretagne, S. 387 und Ispirescu, S. 97 (Magazin, XCVI, S. 613).

In einem aus den letzten Jahren des zwölften Jahrhunderts stammenden Spottgedichte auf die Leute von Norfolk, in der Descriptio Norfolcensium, lauten die Verse 122 ff. (bei Wright, Early Mysteries und other Latin Poems, London. 1884, S. 95) folgendermaßen:

Ad forum ambulant (Norfokienses) diebus singulis,
Saccum de lolio portant in humeris,
Jumentis ne noceant: bene fatuis,
Ut praelocutus sum, aequantur bestiis.

[491.] Griechisch, Nr. 7; Tewfik, Nr. 70; Nouri, S. 37; Tréfái, Nr. 160 (statt 161); Serbisch, S. 20; Kroatisch, S. 29.

Um einen gestohlenen Esel, der verkauft werden soll, handelt es sich bei Bar-Hebraeus, S. 167, Nr. 664. Eine Variante aus al Abschihis Mustatraf, hat Basset in der RTP, XVI, S. 171 übertragen.

[492.] Griechisch, Nr. 9; Tewfik, Nr. 4; Serbisch, S. 24; Kroatisch, S. 4.

[493.] Griechisch, Nr. 10; Tewfik, Nr. 64; Nouri, S. 174; Tréfái, Nr. 139; Kroatisch, S. 26.

[494.] Griechisch, Nr. 24; Tewfik, Nr. 41; Tréfái, Nr. 140; Serbisch, S. 25; Kroatisch, S. 16.

Tréfái, S. 19.

Eine Parallele und wohl die Quelle in Abdirabbihis Kitab al ikd al farid, hat Basset in der RTP, XVII, S. 150 übersetzt.

[495.] Griechisch, Nr. 31; Tewfik, Nr. 9; Nouri, S. 64; Tréfái, Nr. 142; Serbisch, S. 34; Kroatisch, S. 7 und 93 ff.

Tréfái, S. 16.

Bar-Hebraeus, S. 145, Nr. 566: When another fool was told, »Thy ass is stolen,« be said, »Blessed be God that I was not upon him.«

Ebenso sagt Karakusch in der oben zu Nr. 487 zitierten Geschichte zu der Frau, die ihm klagt, daß der Esel gestohlen worden sei: »Tu es une folle. Louanges à Dieu que l’âne n’ait pas été volé pendant que ton mari le chevauchait. Dieu à écarté le mal de l’homme.«

Vgl. oben Nr. 79.

[496.] Griechisch, Nr. 33. Anders Tewfik, Nr. 11; Tréfái, Nr. 144; Serbisch, S. 35; Kroatisch, S. 6.

Ebenso verspricht bei Maidani, I, S. 392 der schon oben zu Nr. 43 erwähnte Habannaka sein verlorenes Kamel dem Finder, und dies, weil er nicht um die Freude des Findens kommen will; von einem ungenannten erzählt dasselbe ein persischer Schwank bei Kuka, S. 205, Nr. 135.

[497.] Griechisch, Nr. 34; Tewfik, Nr. 25; Tréfái, Nr. 152; Serbisch, S. 28; Kroatisch, S. 9 ff.

Eine hübsche persische Variante lautet (Kuka, S. 220):

»I hear your neighbour has some festivity at his house to-morrow,« said a friend to Mulla Nasruddin.

»It may be so, but I do not see how that concerns me.«

»But he is going to invite you also.«

»And, pray, how does that concern you?«

Der Perser Kuka verweist in einer Fußnote auf die bekannte Anekdote von Friedrich dem Großen und dem den Angeber machenden Offizier.

[498.] Griechisch, Nr. 76; Tewfik, Nr. 5; Tréfái, Nr. 148; Serbisch, S. 13 ff.; Kroatisch, S. 5.

In der 6. der von Alfred Harou in der RTP, IV mitgeteilten Facéties des compères de Dinant, (S. 484 ff.) stiehlt ein Hund ein Stück Fleisch; es nützt ihm aber nichts, weil er das Rezept, wie es zubereitet wird, nicht hat; ebenso erzählt eine Schnurre bei Zincgref-Weidner, V, S. 119 ff.

[499.] Griechisch, Nr. 113; Serbisch, S. 112 ff.; Pann, S. 330.

Die Zwecklosigkeit der Strafe nach dem Vergehn bildet den Gegenstand einer Anekdote von dem schon erwähnten Triboulet, die hier nach Dreux du Radier, I, S. 6 mitgeteilt sei:

On dit que ce même Triboulet ayant été menacé par un grand Seigneur, de périr sous le bâton, pour avoir parlé de lui avec trop de hardiesse, alla s’en plaindre à François, qui lui dit de ne rien craindre: Que si quelqu’un étoit assez hardi pour le tuer, il le feroit pendre un quart d’heure après. Ah! Sire, dit Triboulet, s’il plaisoit à votre Majesté de le faire pendre un quart d’heure avant.

Ebenso steht die Schnurre bei P. L. Jacob, Curiosités, S. 115, Canel, Recherches historiques, S. 110, Gazeau, S. 77, Floegel, S. 344, Nick, I, S. 415 und Doran, S. 252; von einem ungenannten erzählen sie Sagredo, S. 68 und Casalicchio, c. I, d. 8, a. 5, zit. Ausg. S. 146.

Vgl. schließlich auch die 54. Facetie Poggios: De quodam qui Redolphum sagittando vulneravit, und Lehmann, Florilegium politicum, S. 273.

[500.] Griechisch, Nr. 114; Walawani, S. 154 ff. (in Akschehir lokalisiert); Pann, S. 337.

Anders und mit einem entfernten Anklange an das Motiv von Nr. 160 und 394 erzählt die serbische Ausgabe S. 148 ff.:

Eines Tages ging der Hodscha Nasreddin vom Hause weg, und seine Frau fragte ihn: »Wohin?«

Nasreddin antwortete: »Ich will ein bißchen im Weingarten und auf dem Acker nachsehn.«

»Geh nur,« sagte sie, »so Gott will.«

»Ob Gott will oder nicht,« sagte er, »ich gehe.«

Als er dann den Weingarten verließ, um nach Hause zu gehn, war der Himmel ganz umwölkt. Nach kurzer Zeit begann es zu regnen und zu hageln, und alles wurde zerschlagen, was ihm gehörte, Weingarten und Acker. Als Nasreddin sah, was geschehn war, sagte er: »Du bist nicht schuld, o Gott, sondern ich; warum bin ich denn gegangen, um dir zu zeigen, was mein ist?«

[501.] Griechisch, Nr. 115; Serbisch, S. 184 ff.

Eine slawonische Variante (nicht von Nasreddin) steht in der Anthropophyteia, V, S. 293 ff.

[502.] Griechisch, Nr. 116; Serbisch, S. 138 ff.; Pann, S. 336.

Vgl. Anthropophyteia, I, S. 181 ff.

[503.] Griechisch, Nr. 117; Pann, S. 332 ff.

Zabata, Diporto de’ viandant‚i, S. 40:

Andò vn villano alla città per sollecitare vna lite, et eßendo diuerse volte comparso dinanzi al Giudice con suo poco profitto, fu domandato dal detto Giudice, perche era venuto lui a sollecitare detta lite, et che doueuano mandare persone di più intendimento, et di miglior presenza, alquale esso rispose, Signore, nel luogo, dou’io sono ci son molti, hanno quelle parti che dite, lequali veramente non sono in me, et poteuano mandare: ma hanno fatto giudicio, che se bene io vaglio poco, ch’io sia a bastanza sufficiente douendo trattare con vn par vostro.

Juan de Arguijo, Cuentos, in den Sales españolas, II, S. 209 ff.; Harsdörfer, Ars apophtegmatica, S. 222, Nr. 998.

[504.] Griechisch. Nr. 118.

Bei Pann, S. 330 antwortet Nasreddin einem Freunde, der ihn fragt, wie es ihm bei seiner Armut gehe: »Du brauchst dich nicht zu wundern; ich lebe mit meiner Armut so vergnügt wie der Wurm im Kren, und wenn ich kein Geld habe, so merke ich das gar nicht.«

[505.] Griechisch, Nr. 124; Walawani, S. 158 ff. (in Akschehir); Serbisch, S. 183 ff. und 127 ff; Pann, S. 335 ff.

[506.] Griechisch, Nr. 142; Serbisch, S. 133; Pann, S. 330.

[507.] Griechisch, Nr. 143.

[508.] Griechisch, Nr. 144; Buadem, Nr. 63; Serbisch, S. 73; Kroatisch, S. 44 ff.; Roda Roda, S. 123.

[509.] Griechisch, Nr. 146; Pann, S. 337 ff. Anders Serbisch, S. 129 ff.

Vgl. folgenden Schwank aus der Mensa philosophica‚ (1. Ausg. 1475), zit. Ausg. S. 229 ff., auf dem das letzte Stück des II. Buches der Bebelischen Facetien beruht:

Quidam histrio infirmus, hortante sacerdote vt conderet testamentum, ait libenter: Ego nihil habeo nisi duos equos, quos do baronibus et militibus terrae. Et cum sacerdos inquireret, quare non daret pauperibus, respondit: Vos praedicatis nobis quod debeamus esse imitatores Dei. Deus autem bona dedit illis, et non pauperibus, et ideo sequor illum, et facio similiter.

Roda Roda, S. 201.

[510.] Griechisch, Nr. 148; Pann, S. 339.

Roda Roda, S. 205.

[511.] Griechisch. Nr. 149; Serbisch. S. 128 ff.; Pann, S. 345.

[512.] Griechisch, Nr. 150; Pann, S. 330.

[513.] Griechisch, Nr. 152; Serbisch, S. 120 ff.

Köhler, I, S. 508.

S. auch die Anmerkung zu Nr. 71.

[514.] Griechisch, Nr. 160; Serbisch. S. 108.

Vgl. Domenichi, Facetie, 1562, S. 157 und Sagredo, L’Arcadia in Brenta, S. 127 ff.

[515.] Griechisch, Nr. 167.

Dieser Schwank stimmt fast vollständig überein mit dem von Yakoub Artin Pacha, S. 231 ff. und nach diesem von Mardrus, XII, S. 241 erzählten, nur daß dort die Verwundung des Juden samt dem entsprechenden Urteile fehlt; s. Chauvin, VII, S. 172 ff. Die Literatur dazu hat Chauvin, VIII, S. 203 (Jugements insensés‚) zusammengestellt; man vgl. aber auch die bei Köhler, I, S. 578 und II, S. 578 ff. beigebrachten Ergänzungen zu den betreffenden von Chauvin zitierten Aufsätzen.