VI. Kalabrische Überlieferungen
[435.] F. Romano, Calabresismi, Teramo, 1891, S. 109, abgedruckt im Archivio, XI, S. 112.
Das Motiv von der verkehrten Ansprache oder Begrüßung (siehe oben die Anmerkung zu Nr. 169), das hier nur am Schlusse leichthin angedeutet ist, ist vollkommen durchgeführt in der Giufàerzählung bei Pitrè, III, S. 362 ff.; vollständig fehlt es hingegen bei den sonst als Parallelen zu bezeichnenden Erzählungen von Juvadi bei Mango, S. 48 und von Dschahan bei Bonelli, S. 458 und Stumme, Malta, S. 52 (Studien, S. 38).
Vgl. weiter Ilg, II, S. 48: Die Taten des Buassu‚.
[436.] Mango, S. 48 ff.
[437.] Mango, S. 49 ff.
Vgl. Henning, Tausend und eine Nacht, XXIII, S. 213 ff. (Chauvin, VII, S. 150 ff.); Gonzenbach, II, S. 138 ff.; Pitrè, III, S. 223 ff. und 236 ff.; Cosquin, II, S. 338 ff.; Köhler-Bolte in der ZVV, VI, S. 171; Wesselski bei Morlini, S. 320 ff.; Clouston, Popular Tales and Fictions, II, S. 36 ff. und 473 ff.
An Märchen, die dem unsrigen nahe stehn, seien noch genannt: Amalfi, Novelluzze raccolte in Tegiano (Prov. di Salerno), Nr. 1: Lo cunto re lu puorcu, im Archivio, XIX, S. 497 ff.; G. Crocioni, Novelle popolari in dialetto di Canistro (Aquila), Nr. 4: La vaccarella, im Archivio, XX, S. 190 ff.; Pitrè, Novelle popolari toscane, S. 277 ff., Nr. 59: Il porco e il castrato‚; P. Sébillot, Contes de prêtres et de moines, recueillis en Haute-Bretagne, Nr. 1: Les moines et le bonhomme, im Archivio, XIII, S. 274 ff.; Radloff, III, S. 336 ff.: Eshigäldi‚; vgl. auch Jacob, Türkische Volkslitteratur, Berlin, 1901, S. 7 ff. und Archiv für slavische Philologie, XXVI, S. 465.
Zu dem einleitenden Zuge, der Herauslockung des Tieres, vgl. Wesselski, Mönchslatein, S. 209 zu Nr. 29, wo noch auf Bromyard, S. 8, 9, Kátha Sarit Ságara, II, S. 68 ff. und 636 und Lecoy de la Marche, L’esprit de nos aïeux, S. 196 ff. zu verweisen gewesen wäre, und Hertel, Tantrâkhyâyika, Leipzig und Berlin, 1909, I, S. 137.
Zu der Verkleidung als Arzt vgl. noch Tallemant des Réaux, Les Historiettes, 3e ed. par P. Paris et De Monmerqué, Paris, 1865, VI, S. 220, Nr. 472: Vengeance raffinée‚.
[438.] Mango, S. 51 ff.
Der Eingang, nämlich die Tötung des Morgensängers, kehrt wieder in der bei Pitrè, III, S. 375 ff. als Variante zu der oben als Nr. 430 gebrachten Giufàgeschichte mitgeteilten Erzählung.
Der Rest ist eine Bearbeitung des Motivs von der mehrfachen Ausnutzung eines Leichnams, worüber man — ohne Rücksicht auf die in den Unibosmärchen oft vorkommende Nutznießung aus der Leiche der Mutter — v. d. Hagen, Gesammtabenteuer, III, S. LII ff., Cosquin, II, S. 333 ff., Bédier, S. 469, Köhler, I, S. 65, W. C. Hazlitt, Tales and Legends of National Origin or widely current in England from early times, London, 1892, S. 480 ff.: The Monk of Leicester who was four times slaine und once hanged, Rittershaus, S. 396 ff. und 399 ff., Böhm, Lettische Schwänke, S. 119 ff. vergleiche; verwandt damit ist auch Stumme, Malta, S. 61 ff. (= Studien, S. 44 ff.).
[439.] Mango, S. 52 ff.
Wie man sieht, ist diese Geschichte nichts als eine Variante des 3. Märchens des 1. Tages bei Basile; ausführliche Nachweisungen geben Köhler-Bolte in der ZVV, VI, S. 174 ff. und Köhler, I, S. 405 und 588. Vgl. auch Archiv für slavische Philologie, XXVI, S. 463.
Zu der Heilung durch Lachen vgl. oben die Anmerkung zu Nr. 167 und meine Nachweise in Bebels Schwänken, II, S. 110 ff.; ferner Studien z. vgl. Litg., VII, S. 236; J. Meder, Quadragesimale de filio prodigo, 1494, sermo 20, zitiert bei Cruel, Geschichte der deutschen Predigt im Mittelalter, 1879, S. 568 ff.; Celtes, Fünf Bücher Epigramme, hg. v. Hartfelder, Berlin, 1881, S. 57; Passano, I novellieri italiani in prosa, 2a ed., Torino, 1878, II, S. 104.
[440.] Mango, S. 53.
[441.] Mango, S. 53 ff.
[442.] Mango, S. 54.
[443.] Mango, S. 54.
Vgl. Merkens, I, S. 168 ff., Nr. 196 und Krauss, Zigeunerhumor, S. 34 ff.; ich glaube aber die Schnurre auch schon als Predigtmärlein gelesen zu haben.
[444.] Mango, S. 55.
Das Verschmieren der Wandritzen mit Teig erinnert an das Bestreichen der Erde mit Butter‚: Grimm, KHM, Nr. 59; Haltrich, S. 245, Nr. 67; Rittershaus, S. 357; E. H. Carnoy, Littérature orale de la Picardie, S. 189 ff.; Böhm, Lettische Schwänke, S. 118 zu Nr. 31; Archiv für slavische Philologie, XXII, S. 309; Reinisch, Die Saho-Sprache, I, S. 242; derselbe, Die Bedauye-Sprache, Wien, 1893, I, S. 58 ff. Getränkt wird die durstige Erde bei L. Morin, Contes Troyens, Nr. 8 in der RTP, XI, 460 ff., und ihre Risse werden mit Geld verstopft bei P. Sébillot, Littérature orale de la Haute-Bretagne, S. 98. Siehe auch oben die Anmerkung zu Nr. 427.
[445.] Mango, S. 55.
Die Unkenntnis vom Wesen des Kindsschädels als Ursache der Tötung des Kindes begegnet konform wie hier bei Haltrich, S. 243 (... da merkte Hans, daß dem Kinde der Scheitel zuckte, das waren aber die Weichen, die bei der Aufregung des Kindes erzitterten. Hans aber dachte, das sei eine bösartige Blase, nahm eine große Nadel, stach sie durch, und das Kind zuckte nur einigemal und war tot ...) und bei G. Amalfi, I chiochiari nel mandamento di Tegiano, im Archivio, VII, S. 132 ff.; eine augenscheinlich verdorbene Version erzählt Alice Fermé, Contes recueillis en Tunis, Nr. 1: La bonne femme‚ in der RTP, VIII, S. 28 ff.
[446.] Mango, S. 55 ff.; ebenso von Giufà: Pitrè, III, Nr. 367 ff.
In derselben Weise, nur daß es sich um das einem zerbrochenen Kruge entströmende Wasser handelt, geschieht die Verscheuchung der Diebe im 57. Märchen bei Gonzenbach, II, S. 3 ff.
Auf die durch den Schwank Bebels, II, Nr. 112 und durch die 6. Novelle der 13. Nacht bei Straparola charakterisierten Erzählungsreihen, die ja auch hieher gehören, näher einzugehn, würde wohl zu weit führen.
[447.] Mango, S. 56. Vgl. oben Nr. 49.