An der Trebia

Auf kahlen Höhen flammt des bleichen Morgens Pracht,

Numidische Geschwader führen, um zu tränken,

Die Rosse schnell hinab, wo sich die Ufer senken,

Die Hörner schmettern grell, das Lager ist erwacht.

Sempronius nämlich, der die Augurn keck verlacht,

Trotzt dem geschwollnen Strom und Scipios Bedenken,

Die seines Consulates junge Würde kränken ...

Lictoren, hebt das Beil, Cohorten, auf zur Schlacht!

Der dunkle Horizont steht rings umher in Flammen,

Des Insubrers armselige Hütte bricht zusammen,

Laut in Trompetentönen klagt ein Elefant.

Dort unterm Brückenbogen lehnt ein Mann. Ein dumpfes

Geräusch vom Taktschritt der Legionen naht. Gespannt

Lauscht Hannibal mit einem Lächeln des Triumphes.